Milben und Co. gehen mit Jedem ins Bett

Laut Statistischem Bundesamt wandeln rund 40 Prozent der Deutschen auf Solopfaden. Allein zu Bett gehen muss beziehungsweise kann jedoch kein Single: Unzählige ungebetene Gäste, die sich zwischen den Laken verstecken, leisten uns Gesellschaft. Eklig, aber leicht zu bereinigen: So werden Sie Milben und Co. wieder los!

Keine Angst: Gegen ungebetene Nachtgäste kann man etwas tun (Bild: thinkstock)Keine Angst: Gegen ungebetene Nachtgäste kann man etwas tun (Bild: thinkstock)


Wir sind ein gefundenes Fressen: Rund 500 Gramm Hautzellen verteilt der Otto Normalbürger pro Jahr zwischen den Laken — und ernährt so eine ganze Kolonie von Hausstaubmilben. Die „kleinen Racker" bedanken sich auf ihre Weise: mit dauerhafter Präsenz und ihren eigenen Hinterlassenschaften. Wem es bereits an dieser Stelle eiskalt den Rücken hinunterläuft, der sollte den nächsten Absatz einfach überlesen: Wir erklären, was Betten zur kuscheligen Müllhalde macht — und wie das Problem bereinigt werden kann.

Schweiß, Spinnentiere, Sand: Da legst di nieder!
Der durchschnittliche Deutsche wechselt seine Bettwäsche etwa alle zwei bis drei Wochen. Deshalb sind seine Laken auch nicht ganz sauber: Eine regelrechte Armada kleiner Spinnentiere (Hausstaubmilben sind etwa einen halben Millimeter groß) bevölkert die Schlafstatt und hinterlässt dort ihren Kot.

Zum Milbenmist gesellt sich noch viel mehr Schmutz: Tierhaare, Schimmelpilze und -sporen, Körpersekrete (bis zu ein Liter Schweiß pro Nacht), Bakterien, Staub und Fussel. Gar Teile von Insekten, Pollen und Erde sammeln sich in der Bettwäsche. Von Make-up-Resten und Kekskrümeln ganz zu schweigen!

Matratzen-Check: Wann eine neue Schlafstätte angesagt ist

Das klingt nicht nur eklig, das ist eklig. Doch Entwarnung: Wirklich gesundheitsbedenklich ist die geballte Ladung Dreck im Bett nicht. Zwar kann sie im Extremfall die Atemwege angreifen, Ursache für Infektionen ist sie aber nicht. Lediglich Allergiker und Asthmatiker sollten sich hüten: Ihre Leiden können vor allem durch die Hinterlassenschaften von Milben noch vergrößert werden.

Den Schmutz in die Heißmangel nehmen
Wer Milben und Unrat in die Schranken — und vor allem des Bettes verweisen will, tut gut daran, seine Bettwäsche einfach öfter zu wechseln. Einmal pro Woche gilt als ideal. Die alte Garnitur am besten bei 60 Grad in der Maschine waschen und anschließend im Trockner trocknen. Das wirkt keimabtötend. Eine echte Geheimwaffe im Kampf gegen Kleinstvieh ist zudem Bleichmittel: Es wirkt bereits in kleinen Dosen desinfizierend.

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Zusätzlichen Schutz vor Dreck bieten Matratzenauflagen. Sie verhindern, dass Staub und Co. mit der Zeit regelrecht in die Matratze eindringen — und sie letztlich in eine Art botanischen und zoologischen Garten verwandeln. Solche kleinen, meist aus pflegeleichtem Kunststoff gefertigten Helfer werden auch bei Allergien und Asthma empfohlen, und machen das Bett ganz „dicht". Na dann: gute Nacht!