Sex in der Schwangerschaft: Wichtige Tipps!

Ein Baby entsteht durch die schönste Nebensache der Welt: Sex! Doch kaum erwartet eine Frau ein Kind, macht sich in der Partnerschaft Unsicherheit breit: Dürfen wir noch? Verändert sich die Lust? Spürt unser Baby den weiblichen Orgasmus? Löst Sperma Wehen aus? Wir verraten Ihnen wichtige Tipps, die Sie beherzigen sollten.

Sex in der Schwangerschaft: Unsicherheit macht sich breit (Foto: Thinkstock)Sex in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt, was nicht? (Foto: Thinkstock)

Ist Sex in der Schwangerschaft erlaubt?
Wenn Ihre Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, gibt es keinen medizinischen Grund, auf Sex zu verzichten. Bisher konnte wissenschaftlich nicht bestätigt werden, dass Sex in der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt erhöht. Manchmal kann es zu leichten Blutungen kommen. Dann rät Ihnen Ihr Arzt sicherheitshalber dazu, eine Weile auf Sex zu verzichten. Auch wenn Sie zu vorzeitigen Wehen neigen oder sich der Muttermund verfrüht öffnet, ist es ratsam, dem Baby zu Liebe keinen Geschlechtsverkehr zu haben. Diese „Sex-Verbote" Ihres Gynäkologen sind aber eher die Ausnahme oder betreffen Sie nur eine kurze Zeitspanne während Ihrer Schwangerschaft.

Ändert ein Baby alles? Davor haben werdende Mamas Angst

Verändert sich die Lust?
Viele Frauen haben in der Schwangerschaft besonders viel Lust. Das liegt daran, dass die Genitalien besser durchblutet sind. Gut möglich, dass Sie jetzt mehr empfinden und leichter zum Orgasmus kommen. Viele Paare können den Sex auch endlich wieder unbeschwert genießen und müssen nicht mehr auf eine Schwangerschaft „hinarbeiten"! Allerdings bezieht sich die Zeit des tollen Sex eher auf das mittlere Drittel der Schwangerschaft: In den ersten Wochen kämpfen viele werdende Mamas mit Übelkeit, Schwindelgefühlen und Müdigkeit - das ist definitiv abtörnend! Gegen Ende der Schwangerschaft nimmt die Lust auf Sex dann auch wieder ab: Der große Bauch stört und macht jede Bewegung anstrengend.

Und die Männer? Für sie ist es eine psychische Sache: Die einen können während des Sex die Schwangerschaft völlig vergessen und sich Ihrer Lust hingeben, andere sind nicht in der Lage so leicht abzuschalten - vor allem dann nicht mehr, wenn der Babybauch immer größer wird.

Schadet Sex dem Baby?

Wenn Ihre Schwangerschaft ohne Risiko verläuft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Ihr Kind ist von schützendem Fruchtwasser und einer festen Gebärmutterwand umgeben. Selbst starke „Erschütterungen" machen ihm nichts aus. Und trotzdem: Viele Frauen sind beunruhigt, weil ihr Bauch während des Höhepunkts ganz hart wird. Das ist kein Grund zur Panik! Vagina und Gebärmutter ziehen sich beim Orgasmus zwar zusammen, diese leichten Kontraktionen sind für Ihr Kind aber völlig harmlos. Im Gegenteil kann sich Sex für Ihr Baby sogar positiv auswirken, dann nämlich, wenn Ihr Kind spürt, dass es Ihnen gut geht und Sie entspannt und glücklich sind!

Männer haben oft Angst, Ihr Penis könnte das Kind verletzen: Doch das männliche Genital kann anatomisch gesehen gar nicht in die Nähe des Babys gelangen. Auch nicht am Ende der Schwangerschaft, wenn das kindliche Köpfchen schon im Becken der Frau liegt.

Was ist wahr, was ist Quatsch? Mythen über Fruchtbarkeit und Schwangerschaft

Löst Sperma Wehen aus?
Tatsächlich ist im Sperma das Hormon Prostaglandin enthalten und das ist nachweislich Wehen fördernd. Der Prostaglandin-Anteil einer Ladung Sperma ist allerdings so gering, dass es nicht ausreicht, um tatsächlich Wehen auszulösen und wenn, dann auch nur rund um den Geburtstermin: Viele Frauen versuchen dann nämlich die Geburt mit natürlichen Mitteln einzuleiten: Sie trinken Wehen fördernden Himbeerblättertee und Wehencocktails mit Rizinusöl, schwören auf Akupunktur oder eben Sex, um Ihr Kind zu locken. Das Baby bestimmt den Zeitpunkt, an dem es sich auf den Weg macht, aber noch immer selbst. Aus diesem Grund ist es auch schwer zu sagen, ob und welche Unternehmung am Ende nun tatsächlich erfolgreich die Geburt eingeleitet hat.

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