Schals: Männer, bindet euch

Schals sind nur was für Mädels? Ein warmer Hals und Coolness schließen sich aus? Vergessen Sies. Denn in dieser Saison sind wir einfach alle betucht. Wir verraten, wie Sie den Trend richtig stylen.

Schals sind echte Allrounder: Ob sibirische Kälte oder Wüstenwetter, unterschiedliche Materialien schützen vor Frostbeulen, Sonnenbrand oder einem langweiligen Auftritt. Sogar Bundestrainer Jogi Löw schaffte es mit seinen Schal-Binde-Kenntnissen 2010 auf die „Best dressed“-Liste des britischen „Guardian“.

Schals: Männer, bindet euch (Bild: Getty Images)


Wind und Wetter

Vor schick steht zweckmäßig. Warm hält Wolle – aber unbedingt anprobieren und auf Kratzrisiko testen. Die Königsklasse ist hier natürlich Kaschmir, das Material wärmt hervorragend, ist aber gleichzeitig leicht und schön weich. Für heiße Witterung dagegen empfiehlt sich Leinen oder luftige Baumwolle. Wenn’s dazu auch noch sportlich hergehen soll, sind spezielle atmungsaktive und wärmeregulierende Synthetik-Gemische und Mikrofaser gute Begleiter.

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Geschultes Auge
Wenn Sie nicht gerade ein Rockstar mit androgyner Coolness-Attitüde sind, müssen Sie beim Kauf darauf achten, nicht doch in einen Mädchenschal gewickelt zu werden. Mit warmen Unifarben wie Dunkelgrün, Marineblau, Bordeauxrot oder natürlich Allroundergrau sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ist Ihnen zu eintönig? Dann wagen Sie sich ruhig an grafische Muster und mehrfarbige Stoffe. Supergrelle Farben, Animalprints oder bunte Stickereien sind für den Hals von Frauen gemacht. Ebenso transparente Fliegengewichte, die sich bar jeder Funktionalität auf ein modisches Statement beschränken. Einfarbige Fransen sind okay, Pompoms, Pailletten und buntes Paisley dagegen – Sie ahnen es…

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Bindekunst
Es gibt tausend Arten einen Schal zu binden. Aber auch hier gilt für die Herren der Schöpfung: Funktionalität vor Style - und Mut zur Lässigkeit. Einfach oder doppelt rumwickeln ist ebenso in Ordnung wie die sogenannte Europäische Schleife – dabei wird der Schal doppelt genommen, zur Schlaufe gelegt und dann beide Enden durchgezogen – easy, schick und sogar Business-tauglich. Unser Jogi schaffte den Aufstieg zum Hals-Styling-Vorbild übrigens mit dem etwas komplizierteren „Squaredance-Knoten“: Schal umlegen, vorne zweimal gegengleich Knoten, sodass eine Art Western-Schleife entsteht.