Daniele Rizzo: „Italien liegt in Dortmund”

Daniele Rizzo ist Moderator, Schauspieler und vor allem: ITALIENER. Beste Voraussetzungen für seine „Molinari WE.time"-Reise durch Bella Italia, auf der Daniele in kurzen Clips typische Gepflogenheiten, kulinarische Geheimtipps und die nettesten Plätze seines Landes präsentiert. Wieso er das wahre italienische Lebensgefühl aber ausgerechnet in Dortmund findet, ein Spider-Man-T-Shirt für die angemessene Kleidung auf dem roten Teppich hält — und warum sein Vater gerne "hartes Waschmittel" trinkt, hat uns der smarte Daniele Rizzo im Vier-Augen-Gespräch verraten.

WE.time-Moderator Daniele Rizzo im Porträt (Bild: Presse)WE.time-Moderator Daniele Rizzo im Porträt (Bild: Presse)

„Um eine Portion italienisches Feeling zu tanken, fahre ich einfach schnell nach Dortmund!" erzählt Daniele Rizzo. Dort nämlich leben die Eltern des Moderators und Schauspielers, beide ursprünglich Sizilianer, die es erst nach Deutschland verschlagen musste, um sich kennenzulernen: Und sich zu verlieben — ineinander und in das Land. „Es ist eine sehr süße Liebesgeschichte", findet Daniele. Deutschland war die erste Station seiner Mutter, die vor mehr als 30 Jahren zu einer Weltreise aufbrach. Doch als sie in Hannover auf den Mann ihrer Träume traf, hatte es sich damit schnell erledigt. Bald wurde geheiratet und schon kurze Zeit später kamen Daniele und seine Schwester zur Welt. Als Papa Rizzo beim italienischen Konsulat zu arbeiten begann, zog die Familie nach Dortmund.

„Deutschland hin oder her: Sobald man bei mir zuhause die Schwelle übertritt, ist man praktisch in Italien!" Und das liegt nicht nur daran, dass hier italienisch gesprochen wird. Vor allem das fantastische Essen seiner Mamma sorgt bei dem leidenschaftlichen Liebhaber von Pasta und Co. für das ultimative Heimatgefühl: „Bei meinen Eltern gibt es Speisen, die ich mir nicht selbst kochen würde. Da kann und will ich natürlich nicht widerstehen, wenn ich bei ihnen am Tisch sitze. An einem Wochenende daheim nehme ich schnell mal ein bis zwei Kilo zu." Doch das kann der 28-Jährige sich entspannt erlauben — so quirlig wie er durch seine Videos wirbelt, schmilzt jedes Extra-Gramm fast widerstandslos. Dass er vor der Kamera generell gut aufgehoben ist, weiß Daniele seit seinem Abi-Ball: „Ich durfte die Abschlussrede unseres Jahrgangs halten und durch den gesamten weiteren Abend führen. Dabei habe ich gemerkt, wie viel Spaß das Moderieren macht, und dass ich das gerne zum Beruf machen würde."

Doch zuerst begann Daniele etwas „Anständiges", nämlich Jura, zu studieren. Nebenher absolvierte er Praktika am Theater und hospitierte bei einer Sat.1-Nachrichtensendung, um in das Unterhaltungsgeschäft einzusteigen. So richtig gelingen sollte ihm das mit Clipfish, der Video-Community von RTL interactive, für die Daniele auf die Straße ging und gleichermaßen absurde wie lustige Umfragen durchführte. Sein Durchbruch: die „Spiderman 3"-Premiere in Berlin. Mit Kameramann und „Spiderman"-T-Shirt wagte sich der damals 23-Jährige auf den roten Teppich und an die großen Stars und Sternchen — mit Erfolg! „Der Clip ist großartig gelaufen, besser als gekaufte Werbung auf anderen Internetplattformen." So wurde auch Sony Pictures auf den Spaßvogel aufmerksam. Daniele wurde engagiert und plötzlich, als Figaro verkleidet, auf den amerikanischen Schauspieler Adam Sandler losgelassen. „Das war sozusagen mein Ticket in diese Welt", erzählt der Moderator, „so habe ich angefangen, Interviews mit den Stars zu führen. Anscheinend habe ich die Gabe, ihnen nicht das Gefühl zu geben, veräppelt zu werden — und das trotz meiner albernen Kostümierungen!" Es folgten der „King of Queens"-Star Kevin James, Will Smith und viele mehr.

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Aber Daniele kann noch mehr: Wenn er nicht gerade mit Justin Timberlake „Hänschenklein" singt oder sich von Cameron Diaz mit Bällen bewerfen lässt, ist er auch noch Schauspieler. 2009 übernahm er im Fernsehfilm „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben" eine kleinere Rolle, spielt auch gerne mal in der einen oder anderen TV-Serie mit. „Ich lege eigentlich viel Augenmerk auf die Schauspielerei. Manchmal kommen Angebote, die mit meinem italienischen Hintergrund zusammenhängen." So tuckert der Wahl-Kölner in der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11" als Kaffeelieferant im typisch italienischen dreirädigen Rollermobil von Piaggio über die Landstraße. Und nicht nur TV-Deutschland durfte sich über einen wild gestikulierenden und fluchenden Daniele Rizzo freuen. „Da ich wusste, dass die Sendung auch in Italien gesehen wird, war es für mich praktisch Pflicht, mitzumachen! Und sie war wirklich lustig!"

Auch wenn Daniele nicht in Italien aufgewachsen ist, verbrachte er als Kind sehr viel Zeit dort. Denn Urlaub bedeutete im Hause Rizzo: Sizilien, gerne sechs bis sieben Wochen am Stück. Besonders freut sich der Moderator heute, für Molinari nach Italien zurückkehren zu dürfen und mit seinen Zuschauern neue Fleckchen und Orte zu erkunden. „Das Besondere an der Sendung ist für mich, dass ich sie nicht nur präsentiere, sondern auch ständig selbst etwas über mein Land dazulerne!" So erkundet Daniele mit seiner Crew das echte Italien, „fernab von Touristenfallen, die einem 3 Euro für einen Espresso abzocken." Das bisher schönste Erlebnis im Rahmen seiner Reisen für Molinari? „Sardinien! Ohne die „WE.time" wäre ich wahrscheinlich nie an diesen traumhaften Ort gekommen."

Demnächst drehen Daniele und sein Team auf Sizilien. „Das freut mich besonders, da ich jetzt auch die Heimat meiner Eltern präsentieren kann. Und ich kenne dort natürlich ein paar kulinarische Geheimtipps, von denen ich jetzt schon weiß, dass ich sie dem Team einfach zeigen muss!" Bereits gezeigt hat Daniele seinem Team die in Italien allseits beliebte „Aperitivo"-Kultur: Junge Leute treffen sich gegen 18, 19 Uhr in einer Bar, bestellen einen Drink, um sich in den Abend einzustimmen und bekommen Häppchen aufs Haus — Focaccia, Oliven, kleine Pizza-Teilchen. „Diese Aperitivo-Mode in Italien ist ein bisschen wie brunchen am Nachmittag. Wenn Du den richtigen Ort erwischst, zahlst Du nur Dein Getränk und bekommst ein riesen Buffet", erzählt Daniele, der am liebsten so in heiße italienische Nächte startet. So spart man sich ein langatmiges Abendessen und bekommt dafür ganz viel gute Stimmung und Dolce Vita. Sein Lieblingsaperitif? „Sambucca! Der hat für mich einen gewissen nostalgischen Wert, da es ihn bei uns immer zum Kaffee gab." Sein Vater selbst trinkt übrigens am liebsten „Vitamin G" — eine italienische Spezialität, mit der Daniele ausnahmsweise mal nichts anfangen kann: „Grappa... Für mich schmeckt das wie hartes Waschmittel!"