Weihnachten

Die Psychologie des Schenkens

Nicht alle Geschenke erhalten die Freundschaft — und manchmal freut sich der Geber mehr als der Empfänger. Andererseits kann das richtige Präsent mehr sagen als tausend Worte. Yahoo! Lifestyle über die Kunst des Schenkens und die bekanntesten Schenker-Typen.

Typische Last-Minute-Schenkerin: Eben noch in der Stadt, jetzt bei der Bescherung (Bild: ddp Images)Typische Last-Minute-Schenkerin: Eben noch in der Stadt, jetzt bei der Bescherung (Bild: ddp Images)


230 Euro — das ist der durchschnittliche Betrag, den die Deutschen im Jahr 2012 für Weihnachtsgeschenke ausgeben möchten. Das sind 17 Euro mehr als im Vorjahr, wie die Unternehmensberatung Ernst&Young kürzlich mitteilte. Für 230 Euro kann man so einiges kaufen — die Frage ist nur, wie man es tut. Eva Bunzel, VIP-Shopperin im Berliner Warenhaus KaDeWe, hat die Weihnachts-Einkäufer für Yahoo! Lifestyle in drei Gruppen eingeteilt.

Der Last-Minute-Schenker
Was, morgen ist schon wieder Weihnachten? fragt sich der Last-Minute-Schenker am 23. Dezember. Dumm nur, dass er noch kein einziges Geschenk besorgt hat. Noch sich in irgendeiner Weise Gedanken darüber gemacht hat, was er schenken möchte. Also bleiben ihm nur noch drei Möglichkeiten.

Erstens: Per Last-Minute-Flug auf die Malediven verduften und Weihnachten ausfallen lassen. Zweitens: Einen Gutschein malen oder wahlweise ausdrucken. Drittens: Sich auf den Geschmack der Berater im Warenhaus seiner Wahl verlassen. Entscheidet er sich für Letzteres, weiß Bunzel zu berichten: „Er hat keine genauen Vorstellungen und trifft spontane Entscheidungen." Schließlich hat er nicht viel Zeit, weil er noch so viele andere Geschenke kaufen muss.

Günstige Geschenke: Mit denen schinden Sie Eindruck

Der Schenker, der auf Nummer sicher geht
Die Horrorvorstellung des zweiten Typus': Lange Gesichter unterm Tannenbaum und krampfhaftes Lächeln aus vorgetäuschter Freude. Nein, er möchte keinesfalls ein Risiko eingehen, wenn es ums Schenken geht. Deshalb atmet er erleichtert auf, wenn er den zu Beschenkenden bereits kennt und weiß, worüber er sich freut — Wiederholungen auf dem Gabentisch inklusive: „Er wählt den immer gleichen Duft, das gleiche Hemd oder die gleiche Krawatte", so Bunzel.

Allerdings ist die Chance hoch, dass er sich damit auf Dauer mehr in die Nesseln setzt als mit einem Griff ins Klo beim Schenken. Denn wer freut sich schon an fünf aufeinanderfolgenden Weihnachtsfesten über ein- und dasselbe Präsent? Und dann muss der Nummer-Sicher-Schenker es sich doch angucken, dieses erzwungene Lächeln, begleitet von Worten wie: „Oh, wie schön, schon wieder... Socken."

Der Schenker, der sich Gedanken macht
Ein Glück, es gibt ihn noch, den leidenschaftlichen Schenker. Den, der wachsam durchs Leben läuft und sich ein halbes Jahr vorher Notizen macht, wenn seine Freunde gedankenlos den „Was ich schon immer mal haben wollte"-Satz sagen. „Er schenkt mit viel Liebe und Freude", erklärt Bunzel. „Das Budget spielt dabei eine untergeordnete Rolle."

Ob Konzertkarten im Ausland, eine Übernachtung in einer Luxus-Suite oder ein selbstgedrucktes T-Shirt — dieser Typus lässt sich bei der Wahl des perfekten Geschenkes von allem Möglichen und Unmöglichen inspirieren und gewinnt damit nicht nur unsere Herzen, sondern darf obendrein aufs Siegertreppchen für die kreativsten Ideen und die größten Überraschungen.

Weihnachtsgeschenke für die Eltern: Edel und klassisch

Bevor die große Weihnachtspanik ausbricht, sollten wir uns immer wieder sagen: Das perfekte Geschenk gibt es wohl gar nicht. Denn was ist schon perfekt? Aber wenn wir uns an folgenden Ratschlag von Frau Bunzel halten, dürfte eigentlich nichts schief gehen: „Schenken Sie niemals lieblos." Das dürfte doch zu schaffen sein, oder?

Meistgelesene Lifestyle-Artikel

Hier kostenlos Weihnachts-Hits hören!

Yahoo Clever diskutiert . . .

  • Yahoo Lifestyle's avatar
    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
  • Noch 110 Zeichen

Weihnachts-Quiz