Entdecken Sie Großbritannien auf Yahoo!

Als Britannien vor Glück weinte

Die Rugby-Geheimwaffe: Jonny Wilkinson (Bild: Getty Images)

Britannien kann sich einer langen Reihe großer historischer Sporterfolge erfreuen. Schon deshalb sind die Sportler heiß drauf ebenfalls unvergesslich für ihr Land zu werden. Von olympischem Ruhm bis zu Siegen gegen jede Vernunft - bei diesen zehn entscheidenden Momenten hat jeder stolze Brite mitgefiebert, war zu Tränen gerührt und wird sie niemals vergessen.

England gewinnt den Welt-Cup 1966

Aufgeregt saßen alle wie gebannt vor den Bildschirmen, als England und Deutschland  im World Cup Finale 1966 aufeinanderprallte. Es wurde ein Jahrhundertspiel und der Höhepunkt der Karriere von Geoff Hurst. Hurst erzielte beim 4:2-Sieg im Finale gegen Deutschland drei Tore, darunter auch das umstrittene 3:2. Dieses Tor ging in die Sportgeschichte als das so genannte Wembley-Tor ein. Hurst vertrat immer die Auffassung, dass es sich dabei um ein Tor gehandelt habe — nicht etwa, weil er das selbst so gesehen hatte, sondern weil sein Mannschaftskamerad Roger Hunt sofort zu jubeln begann. Er ist somit der bisher einzige Spieler, dem in einem WM-Finale drei Tore anerkannt wurden. Diese Leistung wird England ihm nie vergessen zumal eine Wiederholung bisher nicht möglich war.

Steve Redgrave holt fünfmal in Folge Olympisches Gold beim Rudern

Nach seiner vierten Goldmedaille in Folge, machte Steve Redgrave den Scherz, dass jeder die Erlaubnis hätte ihn zu erschießen, falls er jemals wieder in ein Ruderboot steigen würde. Vier Jahre später war er aber wieder am Start des "Coxless Four Final" bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney.  Am Ende des Rennens wurde es unglaublich spannend für das Britische Team, welches im Ende mit nur 0,38 Sekunden Vorsprung die historische fünfte Goldmedaille für Sir Steve in Folge holte.

Roger Bannister knackt die Vier-Meilen-Grenze

Jahrelang war man der Ansicht, es wäre unmöglich eine Meile  (ca. 1,609 km) unter vier Minuten zu laufen. Doch während der 1930er und 1940er Jahre näherte man sich der Grenze, so dass man zumindest annehmen konnte, dieser Meilenstein wäre unter Umständen erreichbar. Der Brite Roger Bannister schaffte es dann tatsächlich 1954 als Erster mit einer Rekordzeit von 3:59.4 pro Meile. Mit diesem Sensations-Lauf machte er weltweite Schlagzeilen und sicherte sich auf ewig  seinen Platz in den Geschichtsbüchern.

Torvill und Dean gewinnen Gold

Eiskunstlauf ist normalerweise nicht das Thema, das die Briten in Wallung versetzt, doch während der Olympischen Spiele 1984 brannte praktisch jeder im Land darauf das Eistanz-Duo Jayne Torwill und Christopher Dean bei ihrer Chance auf Olympisches Gold am Bildschirm zu verfolgen. Das Paar enttäuschte nicht und legte die Performance ihres Lebens aufs Eis. Die Jury vergab für die Leistung eine noch nie dagewesene perfekte Wertung, die bis heute ungeschlagen ist.

England gewinnt 2003 den Rugby World Cup

Im Vorfeld des Rugby World Cup Finales 2003 musste das englische Team von den australischen Gegnern viel Spott einstecken. Das Team wäre komplett abhängig von Jonny Wilkinson, dessen Fähigkeiten es ausschließlich zu verdanken habe, überhaupt im Finale gelandet zu sein. Das Geläster dürfte den Australiern ziemlich vergangen sein, als Wilkinson den Sieg mit 20:17 bei einem dramatischen Tor in allerletzter Sekunde zu Englands Gunsten und damit zum ersten und einzigen Welt Cup Sieg überhaupt entschied.

Cricket-Star Ian Botham verhilft England zum Sieg bei den Australien "Ashes"

Klar, Außenseiter-Siege sind auf der ganzen Welt sehr  beliebt. Im Falle des britischen Cricket-Teams 1981, die schon zum dritten Mal erfolglos gegen Australien antraten, konnte sich niemand große Chancen ausrechnen. Am vierten Tag standen die Wetten 500:1 für einen Heimsieg der Australier.  Doch dann betrat Ian Botham das Feld. Seine nahezu perfekte Schlag-Performance ließ das Englische Team wie Phoenix aus der Asche steigen, strafte die Gegenwetter lügen und eröffnete das Feld für eines der größten Comebacks, die Cricket je erlebt hatte.

Rennpferd Red Rum gewinnt das dritte "Grand National" (das bedeutenste Pferdehindernissrennen des Königreichs)

1975 und 1976 reichte es jedesmal "nur" für den undankbaren zweiten Platz. Es schien aussichtslos, dass das beliebte Rennpferd Red Rum beim dritten Antritt zu den Grand Nationals gewinnen könnte. Der Moment der Wahrheit kam schließlich 1977 und obwohl das Rennen selbst nicht weiter spektakulär war, wurde Red Rums legendärer Sieg mit Festen und Partys überall in Britannien begangen und machte aus dem Pferd eine echten Berühmtheit auf vier Beinen.

Chris Hoy gewinnt drei Goldmedaillen

Großbritanniens absolute Vorherrschaft bei Bahnradrennen bei den Olympischen Speilen 2008 wurde von dem Schotten Chris Hoy dominiert, der praktisch unantastbar seine Runden im Laoshan Velodrome in Beijing zog. Seine dritte Goldmedaille erbeutete er durch seine perfekte Darbietung, bei der er sich den bis heute ungeschlagenen Weltrekord und den Sieg bei jedem Einzelrennen, bei dem er dabei war, holte.

England schlägt Deutschland 5:1

Die ganze Welt dachte, England würde das Spiel gegen Deutschland in München auf jeden Fall verlieren, nachdem das Team bei den Qualifikation-Spielen von der deutschen Mannschaft daheim geschlagen wurde. Doch nach dem Anpfiff in München schoss England fünf Tore ohne selbst einen einzigen Treffer zu kassieren. Für Deutschland war das eine der schlimmsten Niederlagen und war Grund zu jahrelangen Hänseleien zwischen den Ländern.

Colin Jackson bricht den Weltrekord

Colin Jacksons Hürdenlauf Karriere war mit zwei Weltmeister- und vier Europameisterschafts-Titeln ohnehin schon mehr als beeindruckend. Den Gipfelpunkt erreicht der Walise allerdings  mit seinem Weltrekord-Sieg bei den Weltmeisterschaften 1993, als er in 12,91 Sekunden die Ziellinie erreichte. Erst 13 Jahre später wurde diese unfassbar schnelle Zeit gebrochen, eine unglaublich lange Zeit in der Athletik.

IM PORTRÄT