Die 10 unglaublichsten Sex-Irrtümer

Dunkle Haare, samtbraune Haut und feuriger Blick — da ist uns allen eines sofort klar: Südländer sind die besseren Lover! Und dass Männer auf große Brüste stehen und nur Frauen einen Orgasmus vortäuschen können, wissen wir schon lange.

Doch Vorsicht: Was ist wirklich wahr, was ist absoluter Quatsch? Zusammen mit der Sex- und Partnerschafts-Expertin Lynn Hagens gehen wir zehn bekannten Sex-Mythen auf den Grund.

Sind Südländer besser im Bett? (Foto: Thinkstock)Sex-Irrtum oder Wahrheit: Sind Südländer die besseren Lover? (Foto: Thinkstock)

Die erfolgreiche Autorin greift für diese und viele weitere Sex-Irrtümer in ihrem Buch „Je kürzer, desto länger" (humboldt-Verlag) auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse zurück.

1. Singles haben häufiger Sex
Wer in Alltagsstress und Beziehungsroutine steckt, hat oft das Gefühl: „Alle anderen haben garantiert mehr Sex als ich!" Gerade attraktive Singles werden meist mit dem vermeintlich sicheren Wissen beneidet, bei ihnen ginge zwischen den Laken regelmäßig die Post ab.

Dabei ist das Gegenteil der Fall: Singles haben im Durchschnitt deutlich seltener Sex als Menschen in einer festen Beziehung. Zu diesem Ergebnis kamen wissenschaftliche Befragungen unter Paaren und Alleinstehenden. Der Grund ist einfach: Wer bereits in einer Beziehung steckt, kann sich das anstrengende, zeitaufwendige, nervenaufreibende und definitiv nicht immer mit Erfolg gekröntem Werben um immer wieder neue Bettgefährten ersparen.

Vorsicht: Ein Seitensprung kann krank machen!

2. Südländer sind die besseren Lover

Die Statistiken belegen: Südländer haben in der Regel etwas mehr Temperament als der Durchschnitts-Deutsche. Dieses Temperament hat aber auf die sexuelle Liebeskunst praktisch keinen Einfluss. Nicht jeder Südländer ist deshalb gleich der geborene Casanova!

Es stimmt zwar schon, dass beispielsweise Italiener und Spanier gerade in Urlaubregionen sehr offensiv auf Touristinnen zu gehen und flirten, was das Zeug hält. Trotzdem können viele Machos dann nicht damit umgehen, wenn das Objekt der Begierde plötzlich deutliche Zustimmung signalisiert oder sogar die Initiative ergreift. Nicht selten verwandelt sich der eine oder andere selbstsicherer Don Juan auf dem Weg ins Bett völlig unerwartet in einen gehemmten, verklemmten Spießer — oder hat bereits vorher das Weite gesucht.

3. Nur Frauen können einen Orgasmus vortäuschen

Auch diese Aussage gehört ins Reich der Mythen. Rund zwei Drittel der deutschen Männer haben ebenfalls schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht und mit etwas Geschickt schafft das auch jeder Mann. Sperma ist schließlich nur dann ein offensichtliches Zeichen für einen Orgasmus, wenn es sich dort ergießt, wo man es auch sehen kann! Innerhalb der Vagina ist es deshalb schwierig nachzuprüfen, ob er auch wirklich gekommen ist. Auch ein Kondom kann man schnell und unauffällig verschwinden lassen…

Männer täuschen Orgasmen übrigens aus denselben Gründen vor wie Frauen: Weil Sie Ihre Partnerin nicht enttäuschen wollen, nicht genügend Erregung oder Energie für einen Orgasmus übrig haben oder sich — aus welchem Grund auch immer — wünschen, dass der Sex schnell vorbei ist.

4. Intelligente Menschen haben schlechteren Sex…
...oder anders ausgedrückt: „Dumm fickt gut!" Diese Mär hält sich hartnäckig, wahrscheinlich vor allem unter Männern, die beim Sex selbst kaum mehr Einfallsreichtum entwickeln als ein durchschnittliches Kaninchen. Denn wer als Lover nicht viel zu bieten hat, muss hoffen, dass seine Partnerin dumm genug ist, trotzdem bei ihm zu bleiben.

Wissenschaftlich ist es allerdings schwierig Sex und IQ miteinander in Beziehung zu setzen. Denn auch wenn man mit allen Studienteilnehmern Intelligenztests machen würde bleibt immer noch die Frage offen: Anhand welcher Kriterien beurteilt man objektiv, ob der Sex gut oder schlecht ist?

Trotzdem kann man wohl davon ausgehen, dass Intelligenz und Einfallsreichtum oft Hand in Hand gehen. Und wer sich im Bett immer wieder einmal etwas Neues einfallen lässt, hat mit Sicherheit besseren Sex als ein ideenloser Rammler!

5. Enthaltsamkeit steigert die Lust

Jein! Wenn Sie und Ihr Partner sich in ihrer glücklichen Beziehung gewissermaßen als Liebesspielchen bewusst dafür entscheiden, für eine bestimmte Zeit auf Sex zu verzichten, kann das durchaus die Lust steigern: Denn während der sexlosen Zeit sind Sie sich trotzdem nah. Sie kuscheln, küssen und liebkosen sich und sehnen sich jeden Tag nach mehr. Der Sex, den Sie nach der vereinbarten Zeit haben werden, wird sicher ganz besonders intensiv und unvergesslich werden!

Wer sich aber freiwillig und ohne Ziel zur Enthaltsamkeit entschließt, wird seine Lust eher im Laufe der Zeit ganz verlieren. Denn woran man sich kaum noch erinnert, das vermisst man auch nicht. Besonders gefährlich ist diese Art der Enthaltsamkeit in einer Beziehung, in der das Sexleben ohnehin schon langweilig und lustlos geworden ist. Schnell kann dann die Enthaltsamkeit zum Dauerzustand werden.

6. Männer wollen Sex, Frauen Liebe

Das gute alte Klischee aus der Evolutionsgeschichte: Männer sind Jäger und wollen ihre Gene und damit ihren Samen weit genug streuen, um sich erfolgreich fortzupflanzen. Frauen suchen den beständigen Ernährer und Verteidiger für sich und ihre Kinder und dafür ist die Liebe das geeignetere Mittel.

Doch spätestens seit der Einführung er Pille können und wollen Frauen ihre Lust am Sex ausleben. Sie müssen keine Angst mehr haben, dass eine ungewollte Schwangerschaft sie vom Erzeuger abhängig machen würde. Und selbst wenn es zu einer Schwangerschaft kommen sollte, haben Frauen heute viel bessere Möglichkeiten, ihr Kind ohne männliche Unterstützung aufzuziehen.

Für viele Frauen ist zwar nach wie vor Liebe das wichtigste Kriterium, um mit einem Mann ins Bett zu gehen. Wenn die große Liebe aber auf sich warten lässt, können Frauen in der Zwischenzeit auch einfach nur phantastischen Sex haben.

Und die Männer: Sie dürfen inzwischen emotionaler sein als früher und können in einer Beziehung tiefe Erfüllung finden.

Sex oder Liebe? Männer wie Frauen wissen heute sowohl die eine als auch die andere Form des Zusammenseins zu genießen.

Sex-Irrtum oder Wahrheit: Männer mit Glatze sind potenter? (Foto: Thinkstock)Sind Männer mit Glatze potenter? (Foto: Thinkstock)

7. Männer mit Glatze sind potenter
Davon sind Männer, die im Laufe der Jahre ihre natürliche Haarpracht einbüßen mussten, natürlich überzeugt! Tatsächlich steht das Ausfallen der Kopfhaare meistens im Zusammenhang mit einem hohen Testosteronspiegel und Testosteron ist schließlich das Hormon, das den Mann erst richtig zum Mann macht: In der Pubertät sorgt es für die ersten Barthaare und eine wachsende Körperbehaarung, die Stimme wird tiefer und die Muskeln formen sich.

Der Testosteronspiegel beeinflusst außerdem die Libido des Mannes: Je höher er ist, desto größer ist auch seine Lust Sex. Trotzdem bedeutet mehr Lust nicht gleich mehr Potenz! Die sexuelle Leistungsfähigkeit eines Mannes hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab. Auch Männer mit Glatze müssen sich also ein wenig ins Zeug legen, um die Damenwelt  zu beeindrucken!

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8. Je länger der Penis, desto besser der Sex
„Je größer, desto besser!", davon sind gerade viele junge Männer überzeugt. Dabei gibt es gleich mehrere Fakten, die dagegen sprechen: Die Vagina ist im Durchschnitt etwa 12 cm lang, der erigierte Penis etwa 15 Zentimeter — es ist also offensichtlich: Ein noch längerer Penis muss wirklich nicht sein! Außerdem ist die Scheide im vorderen Drittel eindeutig am empfindsamsten und auch die  Klitoris, das größte weibliche Lustzentrum, profitiert kein bisschen von einigen Zentimetern mehr. Hinzu kommt, dass ein langer Penis häufig etwas instabiler und im Gegensatz zu einem kürzeren, kräftigen nicht so standfest ist. Also, liebe Männer, die Länge ist nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, was Ihr damit anstellen könnt!

9. Männer lieben große Brüste
Erotikmodels und Pornodarstellerinnen haben eigentlich immer große Brüste und den wenigsten Männern entgeht ein ausladendes Dekolletés in ihrer Nähe. Da liegt die Vermutung nahe, dass Männer auf einen großen Busen stehen.

Bei Umfragen stellt sich allerdings regelmäßig heraus, dass zwar fast alle Männer gerne gucken, aber mehr als die Hälfte der Befragten hat zum Anfassen lieber eine handliche Brust.

Die optische Fixierung der Männerwelt auf große Brüste ist ein Erbe aus der Steinzeit: Damals war die Fortpflanzung das höchste aller Ziele. Wenn Frauen große Brüste und breite, ausladende Hüften hatten, war das ein Zeichen dafür, dass sie viele Kinder gebären und ernähren konnten.

10. Sex macht schlank
Fakt ist, Sex ist tatsächlich ziemlich anstrengend: Er treibt den Puls in die Höhe, der Blutdruck steigt, man atmet tiefer und schneller und viele Muskeln sind in Bewegung. Deshalb lässt sich Sex durchaus mit Sport vergleichen. Inzwischen kann man sogar berechnen, wie viele Kalorien bei welcher sexuellen Aktivität verbrannt werden.

Wer Abnehmen möchte hat aber mehr davon, wenn er Radfahren oder Joggen geht. Denn um beim Sex gezielt Kalorien zu verbrennen, müsste man mindestens 15 Minuten in der gleichen Stellung und mit den gleichen regelmäßigen Bewegungen mit seinem Partner schlafen. Nicht sehr reizvoll, oder?

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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