Sex ABC

L wie Ladyboy

Sexpertin Caro Schäfer weiß, was hinter geschlossenen Vorhängen und zwischen den Laken passiert. In unserem wöchentlichen Sex-Blog buchstabiert sie die heißesten Sex-Phänomene, -Techniken und -Mythen durch: Von A wie Anal, über M wie Mile High Club bis Z wie... Lassen Sie sich überraschen!

Bilderrätsel: Was sehen Sie, einen Mann oder eine Frau?

Drei wunderschöne Frauen, oder? (Bilder: PR, ddp images)Drei wunderschöne Frauen, oder? (Bilder: PR, ddp images)

Links: Lea T. ist ein transsexuelles Model aus Brasilien und schaffte es sogar auf den Titel des Hochglanzmagazins ELLE. Mitte: Andrej Pejic ist von Kopf bis Fuß ein Mann, präsentiert aber Frauenmode. Rechts: An Sängerin Nicole Scherzinger ist vielleicht nicht alles echt, aber sie ist defintiv eine Frau.

Ja, da kann man sich schon einmal vertun. Die Grenzen zwischen den Geschlechtern sind fließend, wie dieses Bild beweist. Und es wird noch verwirrender: Neben der Zuordnung Mann und Frau existiert noch ein so genanntes „drittes Geschlecht".

Was versteht man eigentlich unter... D wie Double Dutch?

Jeder hat sicher schon die Geschichte von einem Freund von einem Freund gehört, der mit einer rassigen Urlaubsbekanntschaft zwischen den Laken lag und plötzlich von einer einäugigen Schlange überrascht wurde. Die Süße aus der Bar entpuppte sich plötzlich als halbe Frau mit ganzem Penis. Oben Frau, unten Mann — beim Ladyboy, Ladyman, Shemale oder salopp „Chick with a dick" ist alles dran.

Warum Männer mal „daneben" greifen, dazu habe ich eine gewagte These: Männern fehlt das Ladyboy-Radar, sie sind Geschlechterblind. Wenn nicht das, dann haben sie auf dem Shemale-Auge zumindest eine schwere Sehschwäche. Brüste, lange Beine, das passt zum Schema „Frau" — Fall abgeschlossen. Kaum einer meiner männlichen Freunde konnte das Bilderrätsel lösen. Ich hingegen würde von mir behaupten, zumindest auf den zweiten Blick eine eindeutige Zuordnung treffen zu können.

Die moderne Schönheitschirurgie und die Pornoindustrie tun ihr Übriges zur Geschlechterkonfusion: Durch Pornos sind die meisten Männer an chirurgisch getunte Gesichter und Körper gewöhnt. Das macht es für sie noch komplizierter, einen zur Frau umoperierten Mann zu erkennen. Schließlich sehen viele Ladyboys auf den ersten Blick genau so aus, wie die Sternchen aus den Schmuddelfilmen.

Weibliche Züge, zierlicher Körperbau - dieser Ladyboy ist kaum von einer Frau zu unterscheiden (Bild: fotolia)Weibliche Züge, zierlicher Körperbau - dieser Ladyboy ist kaum von einer Frau zu unterscheiden (Bild: fotolia)

Apropos Film: Die Szene aus „Hangover 2", in der Stu herausfindet, dass er mit einem Shemale Sex hatte, ist schon jetzt ein Klassiker. Nonchalant erklärt ihm die Tänzerin „Du bist in Bangkok, Süßer — „cock", wie Schwanz!" und zeigt ihm ihr bestes Stück. Da ist einiges dran! In der Tat sollen in Thailand die meisten Transfrauen leben. Sie werden Kathoeys genannt und ihre Zahl wird auf über 650.000 geschätzt.

Ein Alphabet voller Höhepunkte: Das Sex-ABC!

Das würde bei 69 Millionen Thailändern bedeuten, dass fast jeder hundertste transsexuell wäre. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung. Obwohl Kathoeys weitestgehend toleriert werden, leben nicht alle ihre Veranlagung offen aus. Die traurige Wahrheit: Viele der Frauen arbeiten in den Rotlichtvierteln der Touri-Hochburgen und verdingen sich als Barfrauen, Tänzerinnen oder Prostituierte.

Das Palmen-Paradies ist definitiv kein Himmel für Transsexuelle. Auch nach einer vollständigen Umwandlung gelten die Transfrauen nach thailändischem Recht als Männer. In Deutschland regelt das Transsexuellengesetz (TSG), wer wann als Frau und Mann gilt: Transsexuelle können eine Änderung ihres Vornamens und ihres Personenstandes beantragen. Wie ich finde, eine hervorragende Regelung, denn Transsexuelle suchen sich ihre Veranlagung nicht aus, viele leiden ihr Leben lang darunter, im falschen Körper geboren zu sein. Die meisten finden ihren Frieden erst nach der geschlechtsangleichenden Operation und vor allem der Anerkennung ihres neuen Geschlechts durch die Gesellschaft.
Immer noch verwirrt? Dann wird es Zeit, folgende Begriffe zu klären:

Transsexuelle: Fühlen sich dem entgegengesetzten Geschlecht zugehörig, das heißt das physische Geschlecht weicht vom Identitätsgeschlecht ab. Daraus resultiert häufig der Wunsch und oftmals auch der Schritt zu einer Geschlechtsumwandlung.

Transmann: Der Transmann ist in einem biologisch weiblichen Körper geboren, identifiziert sich aber als Mann. Transmänner werden auch als Frau-zu-Mann-Transsexuelle bezeichnet.

Transfrau: Die Transfrau ist in einem biologisch männlichen Körper geboren, identifiziert sich aber als Frau. Transfrauen werden auch als Mann-zu-Frau-Transsexuelle bezeichnet.

Ladyboy/Ladyman/Shemale: Transfrau, bei der die Geschlechtsumwandlung noch nicht abgeschlossen ist. Oftmals wirkt der Körper durch Brust-OP und Hormonbehandlung bereits sehr weiblich.

Transvestit: Im Gegensatz zu Transsexuellen fühlen sich Transvestiten nicht in den falschen Körper hinein geboren, sondern genießen es, die Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen. Ein Mann, der sich in Frauenkleidern präsentiert, bezeichnet man auch als „Dragqueen". Diese Form des Crossdressings kann auch mit sexueller Erregung verbunden sein.

Hermaphrodit: Der Begriff leitet sich aus der griechischen Mythologie ab: Hermaphroditos ist der zweigeschlechtige Sohn des Götterboten Hermes und der Göttin der Liebe Aphrodite. Hermaphroditen sind Menschen, die von Geburt an Merkmale beider Geschlechter tragen. Dabei existieren verschiedene Ausprägungen: Einige Betroffenen haben sowohl Hoden als auch Eierstöcke, bei anderen unterscheidet sich das innere Geschlecht von den sichtbaren Geschlechtsmerkmalen. Eine Form des Hermaphroditismus ist zum Beispiel, dass ein Mensch mit weiblichem Chromosomensatz, Uterus und Eierstöcke äußerlich ein männliches Genital hat.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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