Sex ABC

E wie Escort

Sexpertin Caro Schäfer weiß, was hinter geschlossenen Vorhängen und zwischen den Laken passiert. In unserem wöchentlichen Sex-Blog buchstabiert sie die heißesten Sex-Phänomene, -Techniken und -Mythen durch: Von A wie Anal, über M wie Mile High Club bis Z wie... Lassen Sie sich überraschen!

Nur eine Illusion: Edel-Prostitution wie in "Pretty Woman" (Julia Roberts mit Richard Gere, Bild: ddp images)

Wir sind Freelancer, wie sie
im Buche stehen. Jeder für sich und Gott für uns alle. (Cem Yildiz, „Fucking Germany“)

In diesem Moment befinde ich mich 9.996 Kilometer über der Erde, auf einem Transatlantikflug, um für den Buchstaben „M“ zu recherchieren. Sie haben sicher schon einmal etwas vom berühmten Mile High Club gehört? Zwölf Stunden Flug sollten reichen, in dieser Sache weiter zu kommen. Dazu mehr in ein paar Wochen…

Bevor das Licht gedimmt wird und alle in einen unruhigen Flugzeugschlaf fallen, flippe ich durch die Film-Auswahl. Im Angebot: Der Klassiker „Pretty Woman“. Viele behaupten ja, Disney habe ihnen ein unrealistisches Bild von Liebe vermittelt. Mir hat „Pretty Woman“ ein unrealistisches Bild von käuflicher Liebe vermittelt.

Nicht zum Nachmachen geeignet: Diese Hollywood-Sex-Szenen sind nur auf der Leinwand heiß

Ich habe mich immer der Illusion hingegeben, dass neben dem schmutzigen Straßenstrich und der Knochenarbeit in den Bordellen eine Parallelwelt existiert: Die glamouröse Welt der Edelprostituierten, der Escorts. Diese Priviligierten unter den Prostituierten warten den ganzen Tag in ihrer großzügigen, geschmackvoll eingerichteten Wohnung auf Anrufe von potenziellen Freiern.

Die sind natürlich allesamt gut situiert, gepflegt und mehr an Konversation und einer schönen Begleitung als an schnödem Sex interessiert. Escort, das heißt im Englischen ja schließlich nur „Begleiten“ oder „Begleitung“, nicht wahr? Dementsprechend sind Escorts charismatische Erscheinungen: Gebildet und gutaussehend zugleich, versiert in Konversation und Tischmanieren – eine Zierde für jeden Mann. Dachte ich, bis ich Dani kennenlernte. Dani vermietet eine Finca auf Mallorca und ist, sagen wir mal, ein ziemliches Klischee: Lange blonde Haare, falsche Fingernägel, fiese Solariumbräune, aufgespritzte Lippen und aufgeblasene Silikonbrüste. Das Kunstwerk wird gekrönt von mehreren schlecht gestochenen Tattoos und einigen Schichten bunter Schminke.

Dani ist 31 und das seit mindestens 15 Jahren. Den gesamten Urlaub über habe ich gerätselt, womit diese Lady ihr Geld verdient. Die Einnahmen aus der Vermietung der Finca konnten es nicht sein, denn für die verlangte sie einen Spottpreis. Mir erzählte die dicklippige Dani, sie würde in Promotion und Marketing machen. Dafür zog sie sich den ganzen Tag an ihren Rechner zurück und zog einen Vorhang um sich zu. Diese Geheimnistuerei machte mich fuchsig, also begann ich im Urlaub, meine geballten Internetspionage-Fähigkeiten einzusetzen. Und siehe da, wenige Klicks später wusste ich: Dani ist ein Urgestein in Sachen Escort. Nicht nur, dass sie selbst seit mehreren Dekaden in dem Business tätig ist, ihr gehört sogar eine eigene Agentur. Mit Oper, Kino, Luxusreise ist da nix für die Damen – denn letztlich werden sie nur für eines gebucht: Sex. Jetzt weiß ich das aus erster Hand. Auch reiche Businessmänner buchen Damen nicht als Begleitung für offizielle Anlässe, sondern als Gespielinnen für einsame Stunden.

Zeit, Lob und Streit: Was gegen Untreue hilft

Bei den Männern geht es übrigens auch nicht viel romantischer zu. Vergessen Sie „American Gigolo“! In seinem Buch „Fucking Germany“ beschreibt Cem Yildiz sehr bildhaft, wie es in der Szene zu geht. Jahre lang hat er als männlicher Escort in Deutschland gearbeitet und das nicht für alte einsame Damen, sondern vor allem für Männer. Eine Stunde mit ihm kostete 100 Euro. Escorts sind die ultimativen Sexdienstleister: Wenn man Yildiz glaubt, machen sie einen harten Job und nehmen dabei ein hohes unternehmerisches Risiko auf sich. Der feine Unterschied zur klassischen Prostitution: Mehr Reisen, etwas höheres Einkommen, aber keine Sozialversicherung. Von Hollywood-Glamour keine Spur.

HEISSE SEX-QUIZ-ACTION

Yahoo Clever diskutiert . . .

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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