Massage-Typen: So lassen Sie sich richtig verwöhnen

Welches Knet-Programm hilft bei Nackenverspannungen? Was ist eigentlich eine Lomi Lomi Massage? Bei welcher Massageform ist man nackt oder bekleidet? Welche Massagen eignen sich als Geschenk? Gibt es wirklich Massagen, die eine Sportstunde ersetzen können? Dieser kleine Massage-Guide hilft Ihnen, das richtige Verwöhn-Programm für Ihre persönlichen Bedürfnisse zu finden.

Welche Massage würden Sie gerne ausprobieren? (Bild: Thinkstock)Welche Massage würden Sie gerne ausprobieren? (Bild: Thinkstock)

Thai-Massage

Bei der Thai-Massage ist von beiden Beteiligten voller Körpereinsatz gefragt. Dabei arbeitet der Therapeut nicht nur mit Muskelkraft sondern auch mit seinem ganzen Körpergewicht - es wird gedreht, gestreckt und gedehnt. Dazu kommt der rhythmische Druck von Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füßen. Die Thai-Massage findet bekleidet auf einer Bodenmatte statt. Traditionell dauert sie zweieinhalb Stunden und zeichnet sich durch ihren dynamischen kraftvollen Aspekt aus. Wenn Sie Ihren Körper mobilisieren wollen, ist eine Thai-Massage genau das richtig für Sie. In Thailand ist sie regelmäßig eine Selbstverständlichkeit. Viele Behandelte sind überrascht, weil sie erst bei der Massage feststellen, dass ihr Körper an manchen Stellen blockiert.

Lomi Lomi Nui

Die traditionelle hawaiianische Massage will neben dem Körper auch Geist und Seele behandelt wissen. In Europa wird sie meist als Wellness-Massage angeboten. Die Behandlung dauert rund zwei Stunden. Der Masseur arbeitet mit viel Öl, das mit den Händen, dem gesamten Unterarm einschließlich der Ellenbogen eingearbeitet wird. Es gibt auch die vierhändige Lomi-Massage, die von zwei Personen gleichzeitig ausgeführt wird. Die Massage kann in ihrer Stärke variieren, so kann sie sanft und beruhigend sein, aber auch intensiver in die Schmerzpunkte gehend ausgeführt werden, um tiefliegende Spannungen aufzulösen. Die Behandlung beginnt am Rücken, wo - nach dem Ursprungs-Verständnis - der Ort der Vergangenheit sitzen soll. Im Anschluss wird der vordere Teil des Körpers bearbeitet, wobei der Bauch als Ort der Gefühle und der Erinnerungen gilt. Je nach Ausübung kann die Massage als reine Entspannungsform gesehen werden, bei emotionalen Menschen kann sie auch stärkere Gefühlsregungen auslösen. Massiert wird der unbekleidete Körper. Vielleicht gut zu wissen: Eine Ausbildung zu dieser Massage-From ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt.

Ayurveda-Massage

Ziel der indischen Heilkunst ist die Verbesserung der Gesundheit. Der ganzheitliche Ansatz umfasst Ernährung, Reinigungs- und Entschlackungstechniken, sowie Yoga- und Massage-Praktiken, die individuell auf die Person angepasst werden können. Natürlich können Sie eine Ayurveda-Massage auch als pure Wellness-Massage genießen. Dabei wird mit warmen Ölen, mit Kräutern und Düften gearbeitet. Kopf- und Gesichtsmassagen sind genauso beliebt, wie der ayurvedische Stirnölguß. Massiert wird mit Händen und Füßen, aber es gibt auch Angebote, bei denen Sie- nicht nur sprichwörtlich - mit Seidenhandschuhen angefasst werden. Das Wohlgefühl steht im Vordergrund, weshalb sich diese Massageform auch als Geschenk anbietet. Und wer Lust bekommt, sich intensiver mit Ayurveda auseinanderzusetzen, hat mit der Massage einen idealen Einstieg.

Klassische Massage

Fünf Handgriffe kommen bei einer klassischen Massage zum Einsatz. Zunächst wird Öl oder Creme auf der relevanten Körperstelle oder dem ganzen Körper verteilt. Danach werden Haut und Muskulatur zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger geknetet und gewalkt, wobei beim Kneten die Hände des Masseurs den Muskel bewegen, beim Walken geschieht das durch Druck des Muskels auf den darunter liegenden Knochen. Bei der Friktion werden mit Fingerspitzen oder den Handballen kleine, kreisende Bewegungen auf dem Muskel ausgeübt. Klopfen fördert die Durchblutung, bei Vibrations-Griffen werden die Muskeln gelockert. Am Ende der Massage steht wieder der Anfang auf dem Programm: Der Körper wird "ausgestrichen". Die klassische Massage, die als Ganz- oder Teilkörpermassage angeboten wird, ist besonders dazu geeignet muskuläre Verspannungen, Verhärtungen oder Sensibilitätsstörungen abzubauen. Die massierten Körperteile sind dabei nackt oder werden zum Teil durch ein weiches Handtuch bearbeitet. Die Massage hilft auch bei Muskelkater, denn massierte überlastete Muskeln erholen sich leichter, die Entzündungszeichen gehen schneller zurück. Auch wenn die Muskeln bei der Massage manuell bewegt werden, eine Sportstunde kann die Massage nicht ersetzen.

Klang-Massage

Etwas spezieller ist eine Klangschalenmassage, bei der Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgesetzt oder ohne Berührung knapp über dem Körper angeschlagen werden. Der Schall überträgt sich als Vibration. Das soll entspannend und beruhigend wirken und Stress abbauen. Die Klangmassage wird aber auch als Therapieform etwa bei Trauma-Patienten eingesetzt. Eine Klangschalenmassage ist sicher ein akustisches Erlebnis, aber nicht zuletzt eine Geschmackssache.