Frühjahrsputz à la Feng Shui

Endlich wird es Frühling! Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen kommen jetzt unsere positiven Energien und die gute Laune zurück. Das ist die perfekte Gelegenheit auch unsere Wohnung aus dem Winterschlaf zu wecken — am besten in Form eines traditionellen Frühjahrsputzes.

In unserem fünften und letzten Teil über die chinesische Wohnlehre verrät Feng-Shui-Beraterin Petra Kraut, wie Sie durch Putzen und Entrümpeln nicht nur Ihr Zuhause auf Vordermann bringen, sondern auch Ihren Geist befreien. Außerdem haben wir praktische Tipps, wie Sie Ihren unnützen Krempel los werden.

Wecken Sie Ihre Wohnung aus dem Winterschlaf (Foto: Thinkstock)Wecken Sie Ihre Wohnung aus dem Winterschlaf (Foto: Thinkstock)

Verbrauchte Atmosphäre
Im Frühling kribbelt es viele von uns in den Fingern: Wir wollen unsere Wohnung aufräumen, um uns darin wieder wohl zu fühlen! Der Grund liegt in der Yin-Yang-Ausprägung unserer Jahreszeiten: „Der Winter ist Yin-geprägt und hemmt unsere Lebensaktivitäten", weiß Petra Kraut. „Wir verkriechen uns in unserer Wohnung, sammeln noch mehr Krimskrams an und lüften seltener. Die Atmosphäre in unserem Zuhause braucht danach eine energetische Reinigung."

Wer jetzt auf unaufgeräumte Zimmer, überfüllte Kleiderschränke, überquellende Schreibtischablagen und vollgestopfte Kellerabteile blickt, vermüllt nicht nur sein Zuhause, sondern blockiert auch seinen Geist.

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Vollgestopfter Keller: „An Vergangenem fest halten"
„Der Keller und der Stauraum unter unserem Bett stehen in Verbindung mit unserer Vergangenheit", erklärt die Münchner Feng-Shui-Beraterin. „Menschen, die dort unnütze Gegenstände horten, können sich von Vergangenem nicht lösen und haben kein Vertrauen in die Zukunft", sagt sie.

Diese Menschen heben Dinge für mögliche schlechte Zeiten auf oder klammern sich an einen längst vergangenen Gefühlszustand, z.B. an ein Kleidungsstück, das vor Jahren noch gepasst hat oder ein Geschenk aus einer längst zerbrochenen Beziehung. Doch diese Gedanken verhindern das Loslassen. Sie nehmen Platz weg — im Keller, aber auch für einen freien, optimistischen Blick in die Zukunft!

Überladener Dachboden: „Die Zukunft blockieren"
Wer dazu neigt, den Dachboden vollzustopfen, blockiert seine Zukunft. Der Dachboden, aber auch alle anderen Stauräume über unseren Köpfen, wie z.B. übervolle Kisten auf Schränken, stehen in Verbindung mit unseren Plänen für die Zukunft. Menschen, die mit einem vollgestopften Dachboden leben, wissen zwar ganz genau, was sie sich für ihre Zukunft wünschen, haben allerdings für jedes Vorhaben sofort eine Ausrede anstelle einer Lösung parat. Sie kommen nicht vom Fleck! Wer seinen Dachboden aufräumt, beseitigt auch unsichtbare Barrieren im Kopf.

Also, packen Sie es an und machen Sie dem Chaos in Ihren vier Wänden ein Ende! Sie werden schnell merken: Wenn Sie Ihr Zuhause von Gerümpel befreien, geht es Ihnen insgesamt besser.

Ultimative Entrümpelungs-Tipps:

Tipp 1: Kaufen Sie nicht zu viele Möbelstücke mit viel Stauraum! Wenn Sie sich Kommoden oder Regale mit vielen Fächern und Schubladen anschaffen, werden Sie diese auch einräumen - und zwar so lange, bis alles komplett voll ist. Wenn Sie dagegen weniger Aufbewahrungsmöglichkeiten haben, müssen Sie öfter einmal überlegen: „Brauche ich das wirklich noch?" und trennen sich schneller von Unnötigem.

Tipp 2:
Drosseln Sie generell Ihre Konsumwut! Wenn Ihnen materielle Dinge nicht mehr so wichtig sind, werden Sie nicht ständig Unnötiges kaufen. Schaffen Sie sich lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Gegenstände an.

Tipp 3: Wenn Sie etwas Neues kaufen, sortieren Sie etwas Altes aus. Diese Regel ist einfach, aber sehr effektiv! Wenn Sie sich eine neue Jacke kaufen, wandert dafür eine alte, die Sie ohnehin nicht mehr anziehen, in den Altkleidercontainer.

Tipp 4: Jetzt entrümpeln Sie systematisch! Packen Sie als erstes die unordentlichsten Bereiche an und arbeiten sich langsam durch Ihre Wohnung. Vieles können Sie sicher sofort in großen blauen Müllsäcken entsorgen. Bei anderen Dingen kommen Sie vielleicht ins Zögern. Dann klären Sie die Fragen: Brauche ich das wirklich noch? Tut es mir gut? Verbinde ich damit etwas Positives? Wenn Ihnen kein gutes Argument einfällt, dann ist der Gegenstand nur Ballast und Sie tun gut daran, ihn einfach auszusortieren.

Mit einer aufgeräumten Wohnung geht es Ihnen insgesamt besser (Foto: Thinkstock)Mit einer aufgeräumten Wohnung geht es Ihnen insgesamt besser (Foto: Thinkstock)

Tipp 5: Wenn Ihnen Tipp 4 zu radikal ist, haben wir eine sanfte Methode für Sie: Packen Sie lange nicht genutzte Dinge in leere Kartons. Jeder Karton steht dabei für eine andere Kategorie: In einen Karton kommt Kleidung, in den anderen alte Zeitschriften, in den nächsten Schuhe usw. Dann beschriften Sie den Karton und vermerken - ganz wichtig - den Tag, an dem Sie ihn verschlossen haben. Wenn der Karton jetzt sechs Monate unberührt bleibt, trennen Sie sich davon. Aber ohne ihn vorher noch einmal zu öffnen! Sonst kommen Sie nur erneut ins Grübeln!

Tipp 6:
Ist das Gerümpel erst einmal weg, sollten Sie Ihre Räume gründlich reinigen. Putzen Sie dabei aus verschiedenen Perspektiven: vor allem mit Blick von oben und unten.

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Tipp 7: Jetzt geht es an Ihr emotionales Gerümpel: Schieben Sie Entscheidungen schon lange vor sich her? Haben Sie Menschen in Ihrem Bekanntenkreis, die Ihnen nicht gut tun? Setzen Sie sich damit auseinander! Treffen Sie überfällige Entscheidungen, sortieren Sie unnötige Bekanntschaften aus. Auch wenn es erst einmal unangenehm sein sollte, im Nachhinein fühlen Sie sich garantiert besser!

Unsere Expertin Petra Kraut ist international zertifizierte Feng-Shui-Beraterin mit einem Büro für Raumanalyse in München. Mehr Infos unter www.raumfuellen.de.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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