Vitamine: Warum sind sie so lebenswichtig?

Warum wir nicht ohne Vitamine leben können (Bild: Thinkstock)Warum wir nicht ohne Vitamine leben können (Bild: Thinkstock)

Vitamine sind nicht nur wichtig — sie sind lebenswichtig. Doch warum eigentlich? Die drastische Folge von Vitaminmangel kennen wir aus Piraten-Geschichten: Vielen Seeleuten fielen die Zähne aus, sie wurden trotz des permanenten Sonnenbadens an Deck blass, bekamen Herzprobleme oder starben. Skorbut nennt sich diese Krankheit, die durch Vitamin-C-Mangel ausgelöst wird, in Anlehnung daran kennt man Vitamin C auch unter dem chemischen Fachbegriff Ascorbinsäure (sinngemäß: Anti-Skorbut-Säure). 1753 entdeckte der ehemalige Schiffsarzt James Lind schließlich ein Gegenmittel, das in jedem Haushalt zu finden ist: Er empfahl Seeleuten, jeden Tag Zitronen zu essen.

"Gesund und fit: So haben Sie Spaß am Essen", so appetitlich ist das Thema der neuen Folge "Life & Harmony":

Der Fluch der Karibik

Skorbut mag die dramatischste Variante einer Vitaminmangel-Erkrankung sein, doch auch leichtere Defizite im Vitaminhaushalt können unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Hypovitaminosen nennt man all jene Beschwerden, die durch Vitaminmangel hervorgerufen werden. Die Lösung ist auch heute noch so einfach wie der Trick aus dem 18. Jahrhundert: Eine ausgewogene Ernährung beugt Vitaminmangel vor. Denn Vitamine sind Nährstoffe, die der Körper nicht selbst produzieren kann, sondern die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Vorhanden sind sie in nahezu allen Lebensmitteln, wenn auch in abweichender Konzentration.

C wie Citrus

Vitamin C ist nicht nur das bekannteste, sondern auch das effektivste Vitamin. Es stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und ist wichtig für Knochen, Bindegewebe und Zähne. Reichlich von diesem Gesundheits-Turbo steckt in Zitrusfrüchten, Melonen, Rosenkohl, Kirschen, Paprika, Kartoffeln und Blattgemüse. Man muss jedoch kein Vegetarier sein, um Vitamine zu sich zu nehmen: Vitamin B12, das bei der Bildung roter Blutkörperchen hilft und Konzentration sowie geistige und mentale Fitness fördert, ist hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milch enthalten.

Zu viele Köche verderben die Vitamine

Der Vitamingehalt — und damit deren Wirksamkeit — sinkt beim Kochen. Es ist daher ratsam, das Kochwasser weiter zu verwenden (beispielsweise für Saucen), denn darin bleiben wasserlösliche Vitamine enthalten. Auch wer tiefgefrorenes Gemüse mit Wasserdampf gart, rettet so viele Vitamine wie möglich. Die Lagerungsdauer spielt ebenfalls eine Rolle: Je frischer desto besser!

Vitamine sind nicht nur wichtig, sondern essentiell. Doch auch wenn die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln diese Wahrheit gerne verschweigen: Wer sich ausgewogen ernährt, braucht sich keine Sorgen um Vitaminmangel machen. Für die meisten Menschen ist es unnötig oder gar gesundheitsschädigend, zusätzlich künstliche Vitamin-Pillen zu sich zu nehmen. Ausnahmen sind Risikogruppen wie Diabetiker, Menschen mit Stoffwechselerkrankungen oder Alkoholkranke. Aber auch diese sollten sich  vom Arzt beraten lassen, um sicher zu gehen, dass die chemischen Vitamin-Keulen nicht überdosiert werden.

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