Tipps fürs Sonnenbaden

So kann man die Sonne genießen (Bild: Thinkstock)

Das hat sich H&M wohl anders vorgestellt: Mit seiner diesjährigen Bikini-Kollektion wollte der schwedische Moderiese Sehnsüchte nach Sommer, Sonne und Strand wecken — und hatte doch glatt einen kleinen Skandal an der Backe. Der Grund: Das stark sonnengebräunte Model Isabeli Fontana würde laut Gesundheitsschützern ein „tödliches Schönheitsideal" provozieren. Der Textilhersteller reagierte prompt mit einer Entschuldigung und dem Versprechen, die Kritik bei künftigen Kampagnen zu berücksichtigen. Denn was vermeintlich gut aussieht, kann tückische Folgen nach sich ziehen: Zu stark sonnengebräunte Haut ist nur einer von vielen Faktoren, die Hautkrebs begünstigen. Jedes Jahr wird eine Form der Krankheit bei über 200.000 Menschen in Deutschland diagnostiziert. Also komplett das Sonnenbaden aufgeben?  Natürlich nicht. Aber wie so oft kommt es auch hier auf das „Wie" an. Folgende Fehler sollten passionierte Sonnenanbeter also tunlichst vermeiden.

Fehler 1: Sofort in die Sonne knallen

Der erste Urlaubstag, die Sonne scheint — also schleunigst alle Viere von sich strecken und in der Hitze brutzeln. Doch Vorsicht, hier lauert Sonnenbrandgefahr. Und damit ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Generell sollte man seine Haut nicht zu schnell der Sonne aussetzen, sondern erst langsam an die Strahlung gewöhnen. Bei vorgebräunter Haut sieht das nicht anders aus — und vor allem sollte auch dann Sonnencreme aufgetragen werden. Der Lichtschutzfaktor entscheidet darüber, wie lange man sich zusätzlich zur Eigenschutzzeit der Haut in der Sonne aufhalten kann. Beim keltischen Typ mit sehr heller Haut und hellen Haaren beträgt diese nicht einmal zehn Minuten. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist daher ein Muss!

Tipps rund um Sommer, Sonne, Sonnenschutz gibt's hier bei "Life & Harmony":


Fehler 2: Empfindliche Körperstellen vergessen

Damit der jeweilige Lichtschutzfaktor auch erreicht wird, sollte die Sonnencreme nicht zu sparsam aufgetragen werden. Bei einem Erwachsenen ist die Menge von etwa drei Esslöffeln angeraten. Außerdem sollte die Sonnencreme vor dem ersten Sonnenbad 30 Minuten lang einwirken. Um den Schutz aufrechtzuerhalten, empfiehlt sich ein regelmäßiges Nachcremen, im Schnitt alle zwei bis drei Stunden. Neben Bauch, Rücken, Beinen und Armen vor allem an empfindlichere — und schlecht erreichbare — Körperstellen denken: Fußrücken, Schultern, Nase, Ohren und Scheitel sind ohne Sonnenschutz schnell verbrannt. Unbedingt auch die Augen im Blick behalten: Eine Sonnenbrille mit passendem UV-Filter, die zudem auch vor seitlichem Lichteinfall schützt, gehört in jede Sommergarderobe.

Fehler 3: Keine Sonnen-Pause machen

Experten raten, nicht länger als zwei Stunden täglich in der direkten Sonne zu verbringen. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte am besten der Schatten aufgesucht werden. In dieser Zeit steht die Sonne am höchsten, und die Strahlung ist besonders stark. Doch nur wenige wissen: Sonnenbrand ist auch im Schatten möglich, denn gerade am Strand wird das Sonnenlicht von Sand und Wasser reflektiert. Vom Sonnenbaden ist generell abzuraten, wenn die Haut zu Irritationen neigt. Eine Sonnenallergie äußert sich beispielsweise durch Rötung oder juckende Quaddeln und ist eine Immunreaktion der Haut auf UV-Licht. Die sogenannte Mallorca-Akne ist die häufigste lichtbedingte Hautkrankheit in Mitteleuropa und entsteht meistens an Hals, Dekolleté und Schultern. Abhilfe schaffen kühlende Lotionen und Cremes vom Hautarzt.

Fehler 4: Nach dem Baden nicht neu eincremen

Wasserfeste Sonnencreme verspricht beständigen Schutz auch beim Baden — unter Wasser hält dieser jedoch nur knapp eineinhalb Stunden. Zudem kommen in einem halben Meter Tiefe immer noch 40 Prozent der an der Wasseroberfläche auftreffenden UV-Strahlen an. Deswegen nach der Abkühlung fleißig nachcremen — auch, weil man beim Abtrocknen unweigerlich den Schutz wegwischt. Doch nicht den Fehler begehen und die Sonnencreme einmassieren: Damit sie sich nicht in den dünnen Hautfältchen absetzt, besser eine gleichmäßige Schicht leicht auftragen und eintrocknen lassen. Somit ist optimaler Schutz garantiert.

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