Mit Photoshop zum perfekten Porträt

Wurde unfreiwillig zum Photoshop-Opfer: Kate Middleton (Bild: Getty Images)Wurde unfreiwillig zum Photoshop-Opfer: Kate Middleton (Bild: Getty Images)

Da war die Queen sicherlich "not amused": Ihre Schwieger-Enkelin Kate strahlte unlängst vom Cover des Modemagazins "Marie Claire". Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Foto um eine Fälschung — Photoshop sei Dank! Doch nicht nur Profis profitieren von dem Bildbearbeitungsprogramm, mit einfachen Tricks sind ambitionierte Hobby-Fotodesigner nur ein paar Mausklicks vom perfekten Porträt entfernt. Doch Vorsicht: Die Faustregel "Die Dosis macht das Gift" gilt auch bei Photoshop. Wer jeden Schönheitsfleck mit digitalen Tricks wegzaubert, erhält ein künstlich wirkendes Ergebnis. Niemand hat etwas gegen einen retuschierten Pickel, aber so manches Fältchen ist Teil der Mimik — und Teil der Persönlichkeit. Für jeden der folgenden Photoshop-Tipps gilt dennoch: Spielen Sie nach Herzenslust herum — Schönheit liegt nämlich auch im digitalen Zeitalter im Auge des Betrachters.

Der Goldene Schnitt

Anfänger (und Schnappschuss-Fotografen) neigen dazu, Personen in der Bildmitte zu positionieren. Das wirkt harmonisch — und langweilig. Besser klappt es mit dem Goldenen Schnitt: Hier werden die wesentlichen Bildelemente auf einem Drittel der Bildbreite und -höhe platziert. Um den Ausschnitt nachträglich zu korrigieren, wählen Sie in der Photoshop-Menüleiste "Bearbeiten --> Voreinstellungen --> Raster und Hilfslinien" und beschneiden das Bild so, dass diese auch "Drittelregel" genannte Faustformel zur Anwendung kommt.

Hautton korrigieren

Die einfachste Methode, um den Hautton digital nachzubessern, ist im Reiter "Assistent" zu finden. Gehen Sie hierzu ins Menü "Bearbeiten --> Assistent --> Hautton korrigieren" und klicken Sie mit der Pipette auf die Haut. Für Urlaubsfotos besonders interessant: Mit dem Schieberegler "Rötung" lässt sich ein Sonnenbrand spielend leicht abschwächen.

Trostpflaster gegen Schönheitsflecken

Den Bereichsreparatur-Pinsel erkennen Sie als Pflaster-Symbol. Er ist eine Allzweckwaffe gegen störende Elemente wie Pickel, Augenringe oder Fältchen. Wählen Sie einen weichen, kleinen Pinsel und übermalen Sie die Hautunreinheiten. Standardmäßig verrechnet Photoshop die störende Stelle automatisch mit einer passenden aus den angrenzenden Bildbereichen.

Wer braucht schon Photoshop, wenn er die Profi-Make-up-Tricks von Hollywood-Visagistin Betty Amrhein kennt - hier in der neuen Folge von Life & Harmony:

Weichzeichner

Ein Klassiker unter den Schmeichel-Effekten ist der Weichzeichner. Er erinnert optisch an einen Regentropfen. Die Haut lässt sich glätten, indem man mit gedrückter Maustaste und einem Pinsel mit reduzierter Deckkraft über die entsprechenden Hautpartien fährt. Wichtig: Augen und Lippen aussparen.

Das kann ins Auge gehen

Die Augenpartie ist das Wichtigste an einem Porträt. Daher sollten Sie diesem Bereich am meisten Aufmerksamkeit schenken. Der Rote-Augen-Effekt, den Blitzlicht auslösen kann, lässt sich entfernen, indem man das Rote-Augen-Symbol auswählt und über jedes Auge zieht. Um die Augen aufzuhellen, benutzt man den "Abwedler". Einfach über die Augen ziehen und "wedeln", um die Augen zu  betonen. Last but not least werden Wimpern und Augenbrauen betont. Hierzu einfach mit dem Nachbelichter (das Symbol sieht aus wie eine Hand) die Konturen nachfahren, sodass sie abgedunkelt werden.

Zahnpasta-Lächeln

Wer seine Zähne extra für ein Foto bleichen will, braucht keinen Zahnarzt - sondern Photoshop. Man wählt das  Smartpinsel-Werkzeug, klickt dann in der horizontalen Optionsleiste auf "Perlweiß" oder "Perlweiß Extra" und markiert die Zähne. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, sonst werden schnell nicht nur die Zähne, sondern auch die Lippen weiß.

Sekunden-Diät

Ein Model per Photoshop schlanker wirken zu lassen, ist eine Wissenschaft für sich. Den einfachsten Trick allerdings kann man auch als absoluter Laie umsetzen. Man streckt den Körper einfach, indem man die Option "Skalieren" wählt, den Haken bei "Proportionen beibehalten" entfernt und die Breite reduziert. Achten Sie dabei auf die Grenzen der Glaubwürdigkeit — sonst sieht ihr Model aus wie im Zerrspiegel auf der Kirmes.

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