So lächeln Sie den Stress weg

Lachen: Erste Hilfe bei Stress (Bild: Thinkstock)

Lachen ist gesund, lehrt uns eine Weisheit und weil wir heute in stressigen Zeiten leben, hat sich die Wissenschaft längst mit den Wirkungen von Humor und Lachen auf den Körper beschäftigt und hoch interessante Ergebnisse erzielt.

Wer mehr lacht, verringert signifikant die Ausschüttung von Stresshormonen, fördert die Regeneration des Körpers, die Entspannung der Muskulatur sowie die Ausschüttung von Endorphinen (den Glückshormonen), womit das Wohlbefinden steigt. Zudem werden gesunde Abwehrzellen aktiviert, der Blutdruck senkt sich, die Bronchien erweitern sich und Cholesterin wird abgebaut.

Nicht schlecht. Humor ist also viel mehr als eine wichtige soziale Fähigkeit, die Menschen verbindet. Natürlich nur dann, wenn es sich um konstruktiven Humor handelt und nicht etwa um Hohn und Spott. Humor ist per Definition die Fähigkeit, sich selbst und andere Menschen zum Lachen zu bringen. Ist das der Fall, macht er uns weniger anfällig für Krankheiten und verbreitet seine wohltuende Wirkung. Ganz umsonst — nebenbei.

Das bringt einen zu der Frage, ob man Humor erlernen kann, denn: Wenn alle so gestresst sind und zunehmend Burnout diagnostiziert wird, liegt der Umkehrschluss nahe: Wir sind vielleicht zu humorlos und lachen zu wenig.

Woher kommt unser Humor?

Humor wird in der Kultur geprägt in der wir aufwachsen. Man lernt schon als Kind, worüber man lachen darf und worüber nicht gelacht wird. Bei einer Beerdigung würde niemand laut lachen. Aber mit der Sozialisierung alleine ist es leider nicht getan, der Humor ist eine komplexere Angelegenheit.

Der erste Schritt: Dem Stress ein Schnippchen schlagen

Menschen, die nur wenig oder gar keinen Humor verstehen oder zulassen können, zeichnen sich darin aus, dass sie sich selbst viel zu ernst nehmen. Alles beginnt also bei der entscheidenden Frage: Können Sie über sich selbst lachen? Wer das mit einem überzeugten "Ja" beantworten kann, hat dem Stress schon ein Schnippchen geschlagen.

Der zweite Schritt: Künstlichkeit vermeiden

Es gibt aber auch den gefallsüchtigen Typ, der einen krampfhaften Humor an den Tag legt und aus jeder Mini-Vorlage unbedingt einen Witz machen muss. Dem Gegenüber friert dann meist das Lächeln im Gesicht ein und es fühlt sich innerlich verkrampft. Man sollte sich klar machen, woher die Gefallsucht kommt. Dahinter steckt meist die pure Angst abgewiesen oder kritisiert zu werden. Es fehlt an der Distanz zu sich und zur Situation. Auf den Punkt gebracht, fehlt es an Gelassenheit. Beobachten Sie Ihr Umfeld, stellen Sie fest, worüber Sie wirklich Schmunzeln müssen.

Der dritte Schritt: Tipps und Trainingsfelder

Wenn Ihnen ein humorvolle Idee im Gespräch in den Sinn kommt, probieren Sie es aus. Falls es nicht funktioniert, haben Sie ein wunderbares Trainingsfeld um über sich selbst zu lachen.

Umgeben Sie sich mit Menschen, die Humor haben und mit ihrem Humor andere Menschen anstecken können. Treffen Sie sich überhaupt mit Menschen. Da, wo sich Menschen begegnen, wird auch öfter gelacht. Verabreden Sie sich zum Beispiel zu Spiele-Abenden.

Probieren Sie es aus und lächeln Sie Ihre Mitmenschen öfter an, egal ob in der Arbeit, der Bahn oder im Supermarkt, sie werden erleben, dass Situationen von vornherein entspannter sind und echter Stress gar nicht erst aufkommt.

Lächeln Sie auch dort, wo niemand es sieht. Wer regelmäßig auch ohne jeden Grund lächelt, regt sein Freudezentrum  im Gehirn genauso an und der zunächst körperlichen Aktion folgt die echte Emotion.

Jeder Humor verdient es, entdeckt zu werden und jeder gestresste Mensch verdient es, entspannter zu sein — holen Sie sich hier die Experten-Tipps des beliebten Kommunikation-Psychologen, Michael Thiel, bekannt als Coach und Berater vieler TV-Formate:

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