Gesund essen: Saisongemüse im Winter

Betritt man einen Supermarkt, sind Erdbeeren, Tomaten, Ananas und Spargel ganzjährig dort zu finden. Bei dem Überangebot an Importware ist es gar nicht so einfach zu erkennen, was die aktuelle Saison alles zu bieten hat.

Greifen Sie zu: Saisongemüse sorgt für leckere Abwechslung am Tisch (Bild: Thinkstock)Greifen Sie zu: Saisongemüse sorgt für leckere Abwechslung am Tisch (Bild: Thinkstock)

Warum man am besten auf frisches Obst und Gemüse aus der Region zurückgreift, liegt auf der Hand: Wegen der kurzen Transportwege werden Frucht und Gemüse erst geerntet, wenn die Sorten reif sind. Deshalb sind mehr Nährstoffe darin enthalten und sie schmecken besser. Die Belastung mit Pestiziden und Zusätzen ist geringer als bei importierter Ware. Wer Saisongemüse verzehrt, leistet damit also auch einen positiven Beitrag zur Klimabilanz.

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Saisonales Obst und Gemüse sorgen zudem über das Jahr für eine natürliche Abwechslung in der Ernährung. Mit einem Obst- und Gemüse-Saisonkalender wissen Sie immer, in welchen Monaten welche Sorten reif sind und regional angeboten werden. Und wer jetzt denkt, im Winter nur mit Kohl und Kartoffeln über die Runden kommen zu müssen, wird staunen, was in unseren Breiten alles wächst und gedeiht.

Was hat der Februar zu bieten? Chicoree, Chinakohl, Feldsalat, Karotten, Kartoffeln, Knoblauch, Kohl, Kraut, Kürbis, Meerrettich, Pilze, Pastinaken, Porree, Rosenkohl, Rote Rüben, Rucola, Sellerie, Steckrüben, Schwarzwurzel, Topinambur, Wirsing und Zwiebel stehen auf der Gemüseliste. Heimische Winteräpfel und Birnen sind im Februar bei Obst gelistet. Die Zeit der Clementinen, Mandarinen und Orangen neigt sich dem Ende zu. Gute Nährstofflieferanten sind außerdem getrocknete Datteln, Pflaumen, Aprikosen und Nüsse aller Art.

Daraus lassen sich eine Menge leckere und gesunde Gerichte zaubern. Allein aus der Topinambur-Knolle etwa kann man Suppe, Chips, Gratin, Puffer und diverse Salate herstellen, gemischt mit anderen Sorten wie Kartoffeln, Karotten oder Kürbis könnten Sie daraus auch leckere Antipasti auf den Tisch bringen.

Überhaupt werden die klassischen Wurzelgemüse in diesem Winter weg von dem ungerechtfertigten und angestaubten Image „Arme Leute Essen“ in den Koch-Adelsstand erhoben. Sellerie, Möhren, Kohlrabi und Zwiebeln sind längst nicht mehr nur Bestandteile eines namenlosen Suppengrüns, sondern werden zur Herstellung von feinen Brühen, Suppen und Saucen verwendet. Die tollen Knollen und Rüben werden jetzt in feinsten Rezepturen als wiederbelebter Kochtrend zu köstlichen Gemüse-Variationen verarbeitet und als abwechslungsreicher Genuss und vor allem als Lieferant von wichtigen Vitaminen und Mineralien wertgeschätzt.

Was auch immer Sie aus den Köstlichkeiten vom Markt zubereiten wollen, bewahren Sie frisches Gemüse stets gut verpackt bis zur Verwendung im Gemüsefach auf. So ist es bestens gegen Austrocknung, Geruchs- und Keimübertragung, Farb- und Aromaveränderung geschützt. Verwenden Sie aber keine Folien, da diese den Fäulnisprozess beschleunigen. Und: Kälteempfindliche Sorten wie etwa Tomaten, gehören zu keiner Jahreszeit in den Kühlschrank.

Mit diesen Tipps  kommen Sie fit durch den Winter

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