Flirten im Ausland

Anbandeln will gelernt sein. Erst recht mit unseren europäischen Nachbarn oder Übersee-Bekanntschaften, die kulturell anders sozialisiert sind als wir. Die Sprache ist dabei die erste Hürde, andererseits sagen Blicke durchaus mehr als tausend Worte. Damit das Anschmachten barrierefrei klappt, hier ein paar Tipps für künftige, häufig anzutreffende Auslands-Beziehungen.

Jedes Land hat seinen eigenen Flirt-Stil. Hier gibt's die Info (Bild: Thinkstock)Jedes Land hat seinen eigenen Flirt-Stil. Hier gibt's die Info (Bild: Thinkstock)

Flirten auf Italienisch
Die Italiener sind selbst erklärte Großmeister in Sachen Amore. Weshalb sie auch nicht lange fackeln. Ein paar Blicke genügen, und es kann losgehen - avanti! Anmachen ist unbedingt erlaubt, dabei brauchen Sie mit Komplimenten nicht zu geizen. Auch wenn die Italiener selber gerne mehr vorgeben, als sie sind, schätzen sie neben einem attraktiven Äußeren auch Ausstrahlung, Charakter und Intelligenz.

Flirten auf Französisch
Franzosen sind stolz auf ihr Land, oh là là! Sie lieben ihre feine Küche, ihre Weine, ihre Mode, ihre Musik. Auch favorisieren sie ihre eigene Sprache und sind daher äußerst kommunikativ. Reden ist erstmal alles, am besten in der blümeranten Landessprache. Schmeicheln Sie Ihrem Gegenüber, zeigen Sie frankophile Begeisterung und seien Sie um jeden Preis charmant. Dazu gehört auch, im Restaurant keine getrennten Rechnungen zu verlangen — das ist den Vertretern des "savoir vivre" nämlich peinlich.

Flirten auf Spanisch
Die heißen Spanier flirten vor allem mit den Augen, weshalb die äußere Erscheinung zunächst eine große Rolle spielt. Dabei sind sie nicht ganz so schnell bei der Sache wie die Italiener - beim Spanier braucht es schon ein paar Blickkontakte mehr. Und dann ein gesundes Selbstbewusstsein. Luschen haben in Spanien keine Chance, forscher Individualismus ist gefragt! Körperkontakt ist übrigens, anders als in Deutschland, selbstverständlich.

Flirten auf Englisch
Selbstbewusstsein ist auch in Großbritannien angesagt. Allerdings halten sich die Engländerinnen zunächst bedeckt. Mit steigendem Alkoholkonsum kann sich das freilich schnell ändern. Absolut tabu sind jedoch zu jeder Zeit Kritik am Königshaus und dem beliebten Tee-Trinken. Besser, Sie lassen sich ein auf den berühmten britischen Humor ihres Gegenübers, vielleicht sogar bei einer Tasse Tee!

Flirten auf Amerikanisch
Amerikaner sind Meister des Small Talks. Mit Lockerheit und Humor erfolgt die rhetorische Annäherung. Dabei offenbaren Amerikaner schneller als andere Nationen Privates, was uns Deutsche oftmals irritiert. Aber bitte verzichten Sie bei aller Offenheit auf das deutsche Prinzip der Ehrlichkeit um jeden Preis - die wirkt auf Amerikaner unhöflich. Sollten Sie als Frau am Strand flirten wollen - Oberteil unbedingt anbehalten! Oben ohne gilt im prüden Amerika als vulgär.

Flirten auf Asiatisch
Chinesen, Japaner und Co. sind eher schüchterne Wesen. Zwischenmenschliche Annäherung funktioniert zunächst nur auf Sparflamme, also hier und da ein kleines Lächeln, dezente Blicke, eine respektvolle Verbeugung. In Asien ist vorschneller Körperkontakt unerwünscht. Kleine Präsente kommen daher gut an, wobei gerade in Japan auf eine kunstvolle Verpackung mehr Wert gelegt wird als auf den Inhalt. Die aufmerksame Geste zählt!

Wenn die Avancen erfolgreich sind...
Sollten Ihre Annäherungen erfolgreich sein und gar nackte Tatsachen schaffen, tun Sie dies besser nicht unter freiem Himmel. Das kann teuer werden oder gar im Auslands-Knast enden: In Spanien kostet ein Open-Air-Schäferstündchen zwischen 5.000 und 75.000 Euro; in Italien kostet die Liebe am Strand 300 Euro Strafe und bis zu zwei Jahren Haft. In Deutschland tut man sich da leichter: Die Nummer im Freien ist nur dann strafbar, wenn man angezeigt wird.

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