Burnout vorbeugen: Diese Sportarten helfen

Burnout, das Leiden der modernen Gesellschaft hat viele Namen: Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörung oder Belastungsstörung. Als Modediagnose wird Burnout kontrovers diskutiert. Ganz klar ist allerdings, dass körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung jeden treffen kann. Stress und Überforderung gelten als Indikatoren. Damit es erst gar nicht so weit kommt verraten wir Ihnen, welche Sportarten besonders geeignet sind, Burnout erst gar keine Chance zu lassen.

Egal welchen Sport Sie betreiben - Sie sollten dabei Spaß haben (Bild: Thickstock)Egal welchen Sport Sie betreiben - Sie sollten dabei Spaß haben (Bild: Thickstock)

Entspannungs-Sportarten

Wie bei jeder neuen Sportart lernt man zunächst systematisch die Technik. Sind die Bewegungsabläufe in Fleisch und Blut übergegangen, kann man auf die sportlichen Ziele hinarbeiten. Nicht anders ist es beim Erlernen und Üben einer Stressbewältigungsmethode. Entspannen und regenerieren kann der Körper erst dann, wenn die eigenen Belastungsgrenzen bekannt sind und die Übungen konzentriert durchgeführt werden. Diese Entspannungs-Sportarten helfen:

Burnout: Warnsignale erkennen

Yoga
Yoga bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung und zum Energieaufbau. Es verbindet Atemübungen, Körperhaltungs- und -bewegung mit Konzentration und Meditation. Bei der Tiefenentspannung kann Stress abgebaut werden und Körper und Geist kommen zur Ruhe.

Pilates
Bei Pilates konzentriert sich alles auf das sogenannte Powerhouse. Dabei werden hauptsächlich Bauch- und Rückenmuskulatur — die Stützmuskulatur rund um die Wirbelsäule gestärkt. Perfekt für Bürojobs, weil Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur gezielt entgegengewirkt wird. Die konzentrierte Ausführung der Übungen sorgt zudem für mentale Gelassenheit.

Tai Chi
Was aussieht wie Schattenboxen in Zeitlupe, sind mit dem Atem synchronisierte, langsam und meditativ ausgeführte Bewegungsabläufe. Die mehr als 5000 Jahre alte chinesische Kampfkunst verbindet Achtsamkeitstraining mit Figuren aus der Selbstverteidigung wie sanften Tritten, Stößen und Schlägen.

Chi Gong
Auch Chi Gong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen, Kampfkunstelemente und Meditationsübungen. Die Übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung im Körper dienen.

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Team-Sportarten

Team-Sport heißt: Sich bewegen und auspowern, gemeinsam Erfolge feiern und gemeinsam Niederlagen einstecken. Das ist besonders für Leute wichtig, die perfektionistisch veranlagt sind oder die dazu neigen, sich selbst zu überfordern. Mit andern Worten ist das der Typ Mensch, der besonders Burnout-gefährdet ist. Beim Teamsport führt nur der Zusammenhalt zum gewünschten Ergebnis. Hat man dieses Erlebnis erst verinnerlicht, überträgt sich die positive Erfahrung auch ins Berufliche. Das Vertrauen ins Team steigt, das Gefühl alles alleine stemmen zu müssen verringert sich.

Geeignet als Teamsportarten sind alle Ballsport-Arten wie Volleyball, Handball oder Fußball. Den gleichen Effekt bringen aber auch Paartanz-Sportarten wie Standard-Tanz oder Lateinamerikanische Tänze.

Tipp: Probieren Sie mit Freunden zusammen etwas aus, was Sie noch nie gemacht haben (z.B. Golfen, Kickboxen, Skydiving, Angebote im Fitnessstudio, ein Gang durch einen Hochseilgarten). Sie werden feststellen, dass Sie geistig so gefordert sind, das Neue zu erfassen, dass Sie kaum merken, dass Sie sich körperlich anstrengen. Zudem haben Sie etwas gewagt und geschafft. Und: Diese Gemeinsamkeit verbindet Sie mit den Leuten, mit denen Sie experimentiert haben.

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Power-Sportarten

Alles was die Ausdauer stärkt, wappnet Sie gegen Stress. Zur perfekten Vorbeugung gegen Burnout wird das Powerprogramm, wenn Sie es möglichst nicht alleine durchziehen. Schwimmen, Wandern, Joggen und Radfahren macht mit anderen einfach mehr Spaß. Badminton, Klettern, Tennis kann man ohnehin nicht als Einzelkämpfer betreiben. Aber gerade wenn die Zeit knapp ist, findet sich nicht immer ein gemeinsamer Termin. Gute Alternativen sind dann z.B. Zumba-Kurse, NIA-Angebote (eine Mischung aus Tanz, Kampfkunst und Lebensfreude in Bewegung) oder jede Form von offenem Training, bei dem man auch mit völlig Unbekannten seine sozialen Seiten stärken kann. Egal wozu Sie sich entscheiden: Wichtig ist, dass Sie Freude an der Bewegung haben und sich nicht nur aus Vernunft-Gründen dazu motivieren.

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