Smalltalk lernen: So meistern Sie ihn souverän

Er ist eine Kunst für sich: der souveräne Smalltalk. Ungezwungen zu plaudern, ohne dass die Kommunikation zu banal oder aufgesetzt wirkt. Gerade mit dem Chef oder Geschäftspartnern ist das nicht so einfach. Dabei kann man Smalltalk lernen. Karriereberaterin Carolin Lüdemann verrät, wie man die beiläufige Konversation mit Bravour meistert.

Smalltalk lernen kann jeder! (Bild: thinkstock)Smalltalk lernen kann jeder! (Bild: thinkstock)

Einfach anfangen
Aller Anfang ist schwer? Beim Smalltalk eigentlich gar nicht, man muss nur ein bisschen aufmerksam sein. Dann findet sich auch ein einfacher Einstieg. "Am besten die Augen offen halten und über offensichtliche Gemeinsamkeiten plaudern", erklärt Carolin Lüdemann, ausgebildeter Business-Coach, im Gespräch mit Yahoo!. Gute Aufhänger für ein Gespräch sind beispielsweise die Veranstaltung, die man gemeinsam besucht, Fragen zur Anreise oder Meinungen zum Vortrag, den man sich zusammen angehört hat.

„Daraus ergeben sich dann automatisch weitere Themen. Die Anreise führt zu dem Ort, aus dem man stammt oder auch zur Wetterlage. Das Vortragsthema führt eventuell dazu, dass man sich darüber unterhält, warum es für einen interessant ist und was man beruflich macht." So kommt eines zum anderen und das Gespräch in Gang.

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Plaudern bei der Betriebsfeier
Zur Weihnachtszeit steht wieder die Betriebsfeier ins Haus. Dass sich Smalltalk am besten meistern lässt, wenn man nicht zu tief ins Glas geschaut hat, versteht sich von selbst. Ein klarer Kopf und eine deutliche Aussprache kommen einfach besser an als zu viel Jovialität und wirres Gelalle.

Ganz im Sinne des weihnachtlichen Beisammenseins spielt außerdem die Portion Nächstenliebe eine Rolle. „Jeder sollte zum Gelingen des Festes beitragen. Dazu gehört auch, dass man sich kommunikativ zeigt und zum Beispiel auf einsame Gestalten zugeht und diesen das Gespräch anbietet." Dafür muss man sich selbst aus eingefahrenen Mustern lösen. „Unbedingt also den Blick über den Tellerrand heben und sich nicht nur mit denen unterhalten, die man ohnehin schon kennt."

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Auch wichtig: Smalltalk mit dem Chef. „Nicht, weil man sich anbiedern möchte, sondern weil es sich so gehört." Ihre Gehaltsvorstellung sollten Sie bei dieser Gelegenheit aber besser nicht erwähnen. Bleiben Sie bei belanglosen Themen, bei denen auch Ihre Kollegen mitreden können.

Rettender Anker
Sie haben's versucht, aber irgendwie will die Unterhaltung nicht so recht in Gang kommen. Wie also lockert man die Runde, wenn das Gespräch peinlich oder steif verläuft? Die Taktik ‚Einfach weiter bohren' bringt Sie hier nichts. „Nicht den anderen Löcher in den Bauch fragen und erwarten, dass diese dann wie ein Wasserfall reden. Man muss selbst in Vorleistung gehen und etwas erzählen, damit man sich Hoffnung machen darf, dass der andere dann auch etwas von sich preisgibt."

Die besten Themen seien Kinder und Haustiere, so Lüdemann. „Wer hier Gemeinsamkeiten mit seinem Gegenüber feststellt, hat ohnehin schon gewonnen." Wenn man weiß, dass das Gegenüber einem bestimmten Hobby nachgeht oder die Liebe zum Kino auf Gegenseitigkeit beruht, kann man auch hier anknüpfen.

Höflicher Rückzug

Seit gefühlten Stunden erzählt Ihnen Ihr Gesprächspartner von seiner Leidenschaft für Computerspiele. So richtig konnten Sie dem Thema von Anfang an nichts abgewinnen, aber mittlerweile sind Sie wirklich gelangweilt. Wie ziehen Sie sich also am besten aus der Bredouille? „Auf keinen Fall zeigen, dass es nervt. Und keinen allein zurück lassen." Zum Beispiel könnten Sie vorschlagen, an die Bar zu gehen und fragen, ob die Person mitkommen möchte. Falls nicht, auch gut.

Alternative: „Vorab andere Teilnehmer ins Gespräch einbeziehen, noch ein paar Minuten dabei bleiben und sich dann verabschieden." Allerdings nicht sang- und klanglos. „Immer einen Grund nennen, warum man leider gehen muss." Beispielsweise können Sie ein Gespräch mit einem Kollegen vorschieben, der mit Ihnen noch ein paar Worte wechseln wollte, bevor sich die Veranstaltung auflöst.

Vom Smalltalk zum Tiefgang
Beim Smalltalk merkt man schnell, ob man mit dem Gegenüber auf einer Wellenlänge ist. „Sympathisch machen Gemeinsamkeiten", weiß Lüdemann. „Das bedeutet dann zumeist, dass wir die Oberflächlichkeit des Smalltalks verlassen und uns tiefer auf ein Thema einlassen, das beide teilen und über das man sich dementsprechend blendend austauschen kann." Durchaus möglich also, dass Sie sich beim Smalltalk nicht nur angenehm plaudernd die Zeit vertreiben, sondern auch wichtige Kontakte gewinnen. Oder vielleicht sogar einen Freund fürs Leben.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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