Arbeiten am PC: So schonen Sie Ihre Augen

18 Millionen Arbeitsplätze in deutschen Büros sind Bildschirmarbeitsplätze. Tendenz steigend. Und sie bergen ein Gesundheitsrisiko, dass nicht zu unterschätzen ist. Neben Haltungsschäden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehören Augenleiden zu den häufigsten Beschwerden von Büroangestellten, bestätigt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dabei lassen sich brennende, schmerzende und gerötete Augen vermeiden, wenn Sie folgende einfachen Regeln beachten.

Mit ein paar einfachen Tricks schonen Sie Ihre Augen (Bild: ddp images)Mit ein paar einfachen Tricks schonen Sie Ihre Augen (Bild: ddp images)

Die Arbeit am Bildschirm breitet sich weiter aus, viele Büroangestellte starren mehrere Stunden täglich auf Monitore. Dabei verrichtet das Auge Schwerstarbeit. Bis zu 3500 Mal pro Stunde springe es zwischen Tastatur, Bildschirm und Schreibtisch hin und her, erklärt das Portal der Augenmedizin der Miomedia GmbH. Zu selten zwinkern wir in dieser Position, der Blick ist fest, die Augen werden trocken. Sie beginnen zu brennen oder zu jucken. Ein Drittel der Bildschirmarbeiter leidet an diesen oder ähnlichen Beschwerden. Bei manchen treten sogar schlimmere Symptome auf: Die Farbsinne werden gestört, die Sehschärfe schwindet. Wir haben Tipps für den Arbeitsalltag und die Gestaltung des Schreibtischs, die mit den Leitlinien des Verbandes für Büro,- Sitz- und Objektmöbel e.V. konform gehen.

Gleichmäßiges Licht
Eine der am einfachsten umzusetzenden Regeln betrifft die Beleuchtung des Arbeitsplatzes. Am besten ist es, wenn Tageslicht das Büro flutet, ohne dass die Sonne direkt auf den Bildschirm oder in die Augen strahlt. Der Raum sollte gleichmäßig beleuchtet sein, der Bildschirm nicht deutlich heller leuchten als die Umgebung.

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Position und Größe des Bildschirms
Der Monitor sollte senkrecht – nicht schräg gekippt – aufgestellt sein, sein oberer Rand befindet sich dabei in etwa auf Augenhöhe. Die Bildschirmdiagonale misst am besten 17 Zoll oder mehr.

Abstand halten
Bei einem 17-Zoll-LCD-Monitor beträgt der Sehabstand am besten mindestens 50 cm. Bei klassischen CRT-Monitoren sollten wegen der größeren effektiven Bildschirmdiagonale mindestens 60 cm eingehalten werden. Das entspricht in etwa einer Armlänge.

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Wegschauen und Blinzeln
Was schnelle Abhilfe schafft: alle 20 Minuten eine Pause von 20 Sekunden einlegen und dabei vom Bildschirm wegschauen, am besten aus dem Fenster auf ein Ziel, das mindestens sechs Meter entfernt ist. Als Alternative kann man einfach die Augen schließen. Wichtig ist auch, auf regelmäßiges Blinzeln zu achten, damit die Augen befeuchtet werden.

Größere Schrift
Durch größere Schrift und Heranzoomen fällt das Lesen leichter, die Augen ermüden nicht so schnell. Das ist besonders wichtig, wenn Sie an einem kleinen Bildschirm arbeiten.

Putzen
Ja, auch das hilft: Der Monitor sollte regelmäßig mit einem Microfasertuch gesäubert werden.

Mit der Zeit gehen

Die Lichtempfindlichkeit des Auges lässt ab dem 40. Lebensjahr nach. Ab diesem Alter gilt es besonders auf die ausreichende Ausleuchtung des Bildschirmarbeitsplatzes zu achten. Eine individuell steuerbare Helligkeit gehört deshalb zur Ausstattung eines jeden nachhaltigen Arbeitsplatzes.