Abnehmen durch Jogging? Das sollten Sie beachten

Wie jetzt? Da joggen wir uns seit Wochen die Füße wund, aber die Gewichtsanzeige auf der Waage will sich einfach nicht nach unten bewegen? Dafür gibt es ein paar gute Gründe.

Sollen beim Joggen die Pfunde purzeln, sollte man einige Tipps beherzigen (Bild: Thinkstock)Sollen beim Joggen die Pfunde purzeln, sollte man einige Tipps beherzigen (Bild: Thinkstock)

Snack Attack
Wer sportelt, verbrennt zusätzliche Energie. Kein Wunder also, dass mit dem Ehrgeiz auch der Appetit wächst. Natürlich sollten Sie Ihren Körper für die Extraarbeit entlohnen. Doch Vorsicht: So mancher Sportneuling tappt hier in die Snackfalle. Denn viele Fitnessriegel sind echte Kalorienbomben und die schlagen wiederum auf die Hüften. Wer nach dem Training am Hungerast nagt, sollte sich eine ballaststoff- und proteinreiche Kleinigkeit gönnen — die aber 150 Kalorien nicht übersteigt. Wenn Sie nach der Joggingrunde regelmäßig Heißhungerattacken quälen, sollten Sie vor dem Lauf snacken. Ideale Duos: Banane mit Joghurt, Avocado mit Toast oder Hüttenkäse mit Trauben.

Sparflamme
Joggen verbrennt stattliche 600 Kalorien. Das ist richtig — vorausgesetzt, Sie halten 60 Minuten bei einer Geschwindigkeit von 9,5 Kilometer pro Stunde durch. Durchschnittlich sind es eher um die 400 Kalorien pro Stunde — da kann es schon mal passieren, dass wir unseren Mehrverbrauch allzu großzügig kalkulieren. Merke: Wer ein halbes Kilo in der Woche verlieren will, der muss 500 Kalorien am Tag einsparen.

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Gelegentlich ist zu wenig
500 Kalorien pro Lauf, das sind 3.500 Kalorien in sieben Trainingstagen. Einmal eine Dreiviertelstunde Dauerlauf oder drei Mal 20 Minuten leichter Trab die Woche sind zwar ein super Start, machen aber leider nicht wirklich dünner. Erwarten Sie nicht zu viel von Ihrem neu erwachten, sportlichen Ehrgeiz. Immer realistisch bleiben!

Same, same but ...
... different! Läufer kommen schnell an ein sogenanntes Leistungsplateau. Sie laufen und laufen und laufen, Ihr Körper scheint das alles mit stoischer Gelassenheit und vor allem null Veränderung zu ertragen. Dem ist aber nicht so, Geist und Körper mögen Abwechlsung. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie sich immer wieder neu herausfordern und Ihre Muckis bei Laune halten. Mischen Sie Intervalltraining mit konstanten Dauerläufen, legen Sie gelegentlich ein paar Kilometer drauf, probieren Sie Gewichtsmanschetten und unterschiedliche Streckenprofile. Wechseln Sie die Laufumgebung so oft es geht: moosiger Waldboden, Teer, Kies oder der Rasen im Park — jedes Mal wird die Muskulatur anders beansprucht. So sorgen Sie dafür, dass weder Kopf noch Körper so schnell langweilig wird.

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Muskeln sind schwerer als Fett
Sie essen weniger, laufen mehr und sorgen für Abwechslung. Die blöden Pfunde purzeln trotzdem nicht? Dann machen Sie sich vor allem keine Sorgen. Denn Ihre neuen, knackigen Muckis wiegen schlichtweg mehr als der olle Bein- oder Bauchspeck. Das liegt daran, dass Muskelgewebe dichter ist als Fettgewebe. Auch wenn die Zahl auf der Waage gleich bleibt (oder vielleicht sogar minimal größer wird), mit dem Maßband können Sie Ihren Trainingserfolg sehr wohl messen.