Sicher Joggen und Radfahren im Dunkeln

Wer auch im Winter nicht auf seine Rad- oder Jogging-Tour verzichten will, muss sich nicht nur warm anziehen. Die Dunkelheit stellt ein Handicap für die Motivation dar, und auch die Sicherheit von Radfahrern und Joggern ist gefährdet. Um so wichtiger, dass Sie mit leuchtendem Beispiel vorangehen: Reflektoren, Lampen und andere raffinierte Helfer zeigen den Weg.

Joggen Sie sich sicher durch den Winter - trotz Dunkelheit (Bild: thinkstock)Joggen Sie sich sicher durch den Winter - trotz Dunkelheit (Bild: thinkstock)

Ohne Beleuchtung durch die Dunkelheit: Schlechte Sichtverhältnisse und mangelnde Sichtbarkeit gefährden Ihre Sicherheit als Radfahrer und Jogger nicht nur auf der Strasse, sondern auch auf Waldwegen und im Park. Und selbst wenn Sie meinen, sich auf Ihre eigene Vorsicht verlassen zu können, sollten Sie sich klar darüber sein, dass bei einem Unfall immer eine zweite Partei betroffen ist. Bereits in der Dämmerung verlängert sich unsere Reaktionszeit in einem Gefahrenmoment.

Kommt noch Nässe auf den Strassen dazu, kann ein Ausweichmanöver zur Rutschpartie werden. Jogger und Radfahrer sollten deshalb für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein. Die entsprechende Ausrüstung gibt es in jedem Fachgeschäft. Für Fahrradfahrer kommt noch hinzu, dass ein Verstoß gegen den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandard teuer werden kann.

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Wer ohne funktionierendes Licht erwischt wird und dabei andere Straßenteilnehmer gefährdet, zahlt 20 Euro Bußgeld. Bei Nässe reagiert die Stromversorgung vieler Fahrradlampen durch den Dynamo empfindlich und fällt deshalb im Winter gerne mal aus. Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) schreibt den Dynamo als Stromquelle vor; seit 2010 sind aber auch batteriebetriebene Lampen erlaubt, soweit sie fest am Rad montiert sind.

Außerdem braucht das Rad einen großflächigen roten Rückstrahler, wahlweise im Rücklicht integriert oder einzeln angebracht, und der Frontscheinwerfer, der mindestens mit 10 Lux leuchten muss, muss durch einen weißen Frontreflektor ergänzt werden. Zwei gelbe Speichenreflektoren jeweils am Vorder- und Hinterrad gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Alternativ tun es auch Reflexstreifen auf den Reifen oder weiße Speichensticks an jeder Speiche. Auch die Pedale müssen vorne und hinten mit Reflektoren ausgerüstet sein.


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Bei Dunkelheit empfiehl sich zusätzlich ein Rücklicht mit Standlichtfunktion, damit Sie an einer roten Ampel etwa für sich nähernde Fahrzeuge sichtbar sind. Auch Blinklichter können Ihr Sicherheitsgefühl erhöhen, denn bewegtes Licht besitzt eine erhöhte Signalwirkung. Allerdings können diese Lichter auch einen irritierenden Eindruck machen, da man Sie nicht unbedingt mit Radfahrern in Verbindung bringt. Auf Blinklichter allein darf man laut Gesetzgeber nicht setzen. Es sei denn, es handelt sich um ein Rennrad mit einem Gewicht von weniger als elf Kilogramm.

Für Jogger stellen blinkende Armbänder oder Signallampen ein Sicherheitsextra mit Disco-Faktor dar, denn gerade jenseits der verkehrsreichen Strassen herrscht ein falsches Sicherheitsempfinden. Schließlich kann es auch hier zu einer Kollision kommen, wenn ein schlecht beleuchtetes Rad etwa auf einen dunkel gekleideten Läufer trifft. Helle Kleidung und reflektierende Textilien sind deshalb ein Muss. Achten Sie beim Kauf von Warnwesten und Leuchtbändern unbedingt auf das Prüfzeichen.

Batteriebetriebenen Rückleuchte "B + M IX-Red senso", Stirnlampe „LiteXpress Liberty 120 Sensor", Dynamo „Dymotec S6“ (Bilder: PR)Batteriebetriebenen Rückleuchte "B + M IX-Red senso", Stirnlampe „LiteXpress Liberty 120 Sensor", Dynamo „Dymotec …

Beim Joggen im Wald oder im schlecht beleuchteten Park kann Ihnen zusätzlich eine Stirnlampe gute Dienste leisten. Mit dem leuchtenden Wegweiser werden Sie beim Laufen nicht behindert und wissen außerdem immer, wo's langgeht. Die „LiteXpress Liberty 120 Sensor" zum Beispiel ist mit einer Hochleistungs-LED ausgestattet. Besonderer Vorteil für Läufer: Zum An- und Ausschalten genügt eine einfache Handbewegung. Außerdem wiegt die Lampe nur 96 Gramm, inklusive Batterien. (bei Amazon.de für ca. 30 Euro erhältlich).

Was die gesetzlich vorgeschriebene „Lichtmaschine" angeht, empfiehlt die Stiftung Warentest zum Beispiel den Dynamo „Dymotec S6" von Busch & Müller (bei Hitmeister.de ca. 23 Euro). Hier muss der Radfahrer in Sachen Überspannungsschutz und Standlicht keine Abstriche machen. Weitere Empfehlungen spricht die Stiftung Warentest für den Scheinwerfer „Lumotec plus" (um die 25 Euro) und das Rücklicht „D-Toplight Senseo Multi" (ca. 28 Euro) aus.

Wer lieber auf Batteriescheinwerfer setzen will, dem rät „test" zum „Sigma-Sport-Ellipsoid" (ca. 15 Euro) für die Front. Bei den Rücklichtern hat die „B + M IX-Red senso" (ca. 25 Euro) gut abgeschnitten.

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