Sechs gute Gründe, um jetzt mit dem Laufen anzufangen

Turnschuhe an, auf in den nächsten Park und los geht's: Jetzt im Sommer gibt es kaum noch eine Ausrede, nicht zu joggen. Denn Laufen macht nicht nur schlank, sondern auch gesund. Sie leben vermutlich sogar länger! Wir sagen Ihnen, was den Dauerlauf noch zu einer grandiosen Sportart macht.

Turnschuhe an und los geht's: Laufen macht nicht nur schlank, sonder auch gesund. (Bild: thinkstock)Turnschuhe an und los geht's: Laufen macht nicht nur schlank, sonder auch gesund. (Bild: thinkstock)

Grund 1: Es ist kinderleicht
Natürlich kann man sich auch als Läufer bis an die Zähne mit Profi-Equipment bewaffnen. Für den Anfang reichen aber gute Laufschuhe und gegebenenfalls ein solider Sport-BH vollkommen aus. Eine geeignete Strecke hat fast jeder in seiner Umgebung. Wie man läuft, braucht einem eigentlich niemand zu zeigen. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen und sich von schnellem Gehen auf ein gemütliches Jogging-Tempo steigern. Dabei sollte man sich noch bequem unterhalten können.

Grund 2: Es verbrennt viele Kalorien
Bei kaum einer anderen Sportart verbrennen Sie so viele Kalorien wie beim Laufen. Das Medical College of Wisconsin hat herausgefunden, dass man beim Laufen mehr Kalorien verbraucht als bei den meisten anderen Sportarten. Außerdem wird durch das Lauftraining verstärkt Blut durchs Herz gepumpt. Je häufiger man trainiert, desto stärker wird es.

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Grund 3: Ihre Knie werden es Ihnen danken
Egal was Sportmuffel sagen, Laufen ruiniert nicht die Gelenke. Im Gegenteil, es beugt dem größten Risikofaktor für Arthrose neben dem Alter vor, nämlich Übergewicht. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass korpulente Frauen vier Mal gefährdeter sind als normalgewichtige. Bei Männern liegt das Krankheitsrisiko fünf Mal höher als bei ihren schlanken Geschlechtsgenossen.

Arthrose ist die häufigste Gelenkkrankheit bei erwachsenen Menschen. Sie entsteht dann, wenn sich der Knorpel in den Gelenken langsam abnutzt. Doch der Effekt des Lauftrainings reicht noch weiter als bis zur bloßen Gewichtsreduktion: Es stärkt den Gelenk-Knorpel, indem es diesen mit Sauerstoff versorgt und so Gifte ausschwemmt.

Ganz wichtig ist es jedoch, alle Verletzungen, die beim Joggen auftreten, richtig zu behandeln und die Schuhe regelmäßig zu wechseln.

Grund 4: Sie sind weniger gestresst
Passionierte Läufer haben jede Menge Anekdoten auf Lager, wie entspannt sie dank ihres regelmäßigen Trainings sind. Sie berichten davon, dass die Anspannung eines harten Arbeitstages von ihnen abperlt, sobald sie mit ihrer Lieblingsmusik im Ohr ihre Runden drehen. Plötzlich können sie wieder klar denken und vermeintliche Probleme zeigen sich in einem anderen Licht. Wissenschaftler von der University of Georgia können diesen subjektiven Eindruck bestätigen. Sie versetzten Versuchspersonen künstlich unter Stress. Die Teilnehmer, die sich anschließend körperlich betätigten, bauten dreimal schneller Stress ab als diejenigen, die keinen Sport machten. Auch in der Therapie gegen Depressionen und Drogenmissbrauch wird das Laufen eingesetzt.

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Grund 5: Es kann Krankheiten vorbeugen
Regelmäßiges Lauftraining reduziert das Risiko für Krebs, meinen Experten. Laut dem „British Journal of Cancer" ist das Risiko an Krebs zu erkranken für Menschen, die fünf bis sechs Stunden pro Woche laufen, um 24 Prozent geringer als bei weniger aktiven Menschen. Auch gegen andere Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hilf regelmäßiges Joggen. Es stärkt das Immunsystem gegen Viren- und andere Erkrankungen. Laut zweier US-Studien soll das Lauftraining sogar das Risiko für Kurzsichtigkeit im Alter senken.

Grund 6: Sie leben wahrscheinlich länger
Die Stanford University School of Medicine hat in einer Langzeitstudie eine Gruppe von Läufern und Nicht-Läufern im Alter von über 50 Jahren begleitet. Sie wurden jedes Jahr dazu befragt, wie sie mit einfachen Tätigkeiten zurechtkamen wie das Essen kleinzuschneiden oder sich die Haare zu waschen. Läufer waren länger dazu in der Lage. Am Ende der 21 Jahre dauernden Studie waren deutlich mehr Läufer als Nicht-Läufer noch am Leben.