Sauna-Knigge: Wie nackt ist zu nackt?

Ein Wellness-Abend mit mehreren Sauna-Gängen ist im Winter der beste Abschluss für einen stressigen Tag! Das einzige Problem: die anderen Saunagäste. Denn in öffentlichen Dampfbädern und Saunen sind die Benimmregeln nicht immer ganz klar. Wie viel Schwitzen, Schwatzen und Starren ist erlaubt? Trotz blanker Tatsachen ist die Sauna kein Raum bar jeglicher Regeln. Wir verraten in unserem Sauna-Knigge, was sie im Adamskostüm tun dürfen und was sie lieber lassen sollten.

Ladies, laute Gespräche à la "Sex and the City" haben in der Sauna nichts verloren (Foto: thinkstock)Ladies, laute Gespräche à la "Sex and the City" haben in der Sauna nichts verloren (Foto: thinkstock)

Die richtige Vorbereitung

Klar schwitzt in der Sauna jeder, aber gerade hier sind starke Gerüche und vor allem Körpergerüche extrem unangenehm. Denn selten kommt man sich so lange so nahe wie in einer vollbesetzten Sauna. Damit die empfohlenen zehn bis zwölf Minuten eines Gangs für die anderen Gäste nicht zur olfaktorischen Folter werden, sollte sich zuvor sorgfältig duschen.

Knigge.de rät sogar, mit den Vorbereitungen bereits Tage vor dem Saunabesuch zu beginnen und den Genuss von Knoblauch, Zwiebeln oder Alkohol zu vermeiden. Auch auf starke Parfums sollten Sie bei einem Wellness-Abend verzichten.

Wie nackt ist zu nackt?

Noch einmal ganz deutlich: Die Sauna ist in Deutschland in der Regel eine textilfreie Zone. Übermäßiges Schamgefühl und jegliche Art der Badebekleidung sind fehl am Platz. Trotzdem steht und fällt ein guter Auftritt in der Sauna mit der richtigen Ausrüstung.

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Ein kleines Handtuch zum Abtrocknen nach den kalten Duschen zwischen den Gängen gehört unbedingt in die Saunatasche. Außerdem sollte man mindestens ein großes Handtuch bei sich haben, damit man nicht in Versuchung kommt, sich mit dem blanken Hintern auf die Holzbretter zu setzen.

Das Handtuch gehört in der Sauna selbst übrigens unter den ganzen Körper und darf außerhalb der Sauna nicht herrenlos auf einem Sitzmöbel herumliegen. Das Reservieren von Liegen ist im Wellness-Bereich verpönt!

Gut kommen hingegen Badeschlappen an, sie sind ein Muss in jedem öffentlichen Nassbereich. Aber Achtung! Die Treter werden vor und nicht in der Sauna abgestellt. Schließlich sollen die anderen Gäste beim Betreten der Sauna nicht über Ihre Schlappen steigen müssen oder gar stolpern.

Der angemessene Auftritt

Okay, alle sind nackt, die Situation ist ein wenig beklemmend, aber die Regeln des guten Anstands sind auch in der Sauna nicht außer Kraft gesetzt. Grüßen Sie beim Betreten der Sauna alle Anwesenden freundlich — das gehört zum guten Ton und sorgt für eine unangespannte Atmosphäre.

Bei dem begrenzten Raumangebot kann es schon einmal vorkommen, dass alle Sauna-Fans ein wenig zusammenrücken müssen. Gerade in vollbesetzten Saunen dringt man leicht in die Intimsphäre des Sitznachbarn ein, darum sollte man immer nachfragen, ob der Platz noch frei ist, bevor man sich neben jemandem niederlässt.

Schwatzen und Starren

Sofern Sie sich nicht in einer Ruhe-Sauna befinden, sind leise Gespräche und Smalltalk durchaus erlaubt. Da Weghören hier relativ schwer fällt, sollten schmutzige Themen wie Sex, Körperflüssigkeiten, Geld und Politik an anderer Stelle diskutiert werden. Verschonen Sie alle Anwesenden mit lauten Gesprächen oder Dauergeschnattere, schließlich wollen Sie und die anderen Gäste abschalten und entspannen. Da tut es gut, wenn das Mundwerk auch mal zur Ruhe kommt.

Pärchen sollten ihre Zuneigung zügeln: Kuscheln, Knutschen und mehr geht in der Sauna gar nicht (Foto: thinkstock)Pärchen sollten ihre Zuneigung zügeln: Kuscheln, Knutschen und mehr geht in der Sauna gar nicht (Foto: thinkst …

Verlagern Sie die Lästerein über Arbeitskollegen, die Planung des nächsten Urlaubs und heiße Flirts nach draußen. Vor allem Letzteres ist in der Sauna nicht gerade Gentleman-like: Im Moment vollkommenere Nacktheit und Verletzlichkeit angesprochen zu werden ist alles andere als angenehm. Die Erfolgschancen gehen stark gen Null.

Frauen spricht man besser an diesen Orten an: Raus aus der Bar, rein ins Leben!

Natürlich werden in der Sauna die Reize des menschlichen Körpers auf dem hölzernen Tablett präsentiert. Aber darf man deswegen unverhohlen starren oder sollte man den Blick lieber strikt auf die eigenen Zehen richten? Bleiben Sie ganz locker!

Ein bisschen umgucken ist erlaubt, sofern der Blick nicht allzu lange auf derselben Stelle verharrt. Gleiches Recht für alle: Sie zeigen sich nackt und werden ganz sicher von den anderen Besuchern gemustert, also dürfen auch Sie Ihren Blick kurz schweifen lassen.

Stilvoll schwitzen

In der Sauna ist man den Mitsaunierenden ausgeliefert: Man kann nicht weghören und manchmal auch nicht wegsehen. Also bitte vermeiden Sie alles, was bei anderen Sauna-Besuchern Ekelgefühl auslösen könnte. Dabei gehört das „Schweiß Schaben" zu den schlimmsten Unsitten vieler Sauna-Freunde. Die „Glitschgeräusche" oder gar spritzender Schweiß können äußerst störend sein.

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Ebenfalls zu unterlassen sind Maniküre, Pediküre sowie Rasieren und Haare färben. Kein Witz, es soll wohl Leute geben, die auf solche Ideen gekommen sind. Des Weiteren sollten auch Gesichtsmasken und Peelings nur außerhalb der Saunaanlage angewendet werden. Werden Aufgüsse angeboten, sollte man in die Aufguss-Zeremonie weder hineinplatzen, noch vor Ende des Aufgusses aus der Sauna stürmen. Bei gesundheitlichen Problemen ist das vorzeitige Verlassen der Sauna natürlich vollkommen in Ordnung.

Hilfe, mein Chef!

Auch wenn sich in Ihnen der Fluchtinstinkt regt: Erblicken Sie Ihren Chef oder einen Kollegen in der Sauna, heißt es Ruhe bewahren! Sich einfach davon zu stehlen ist stillos und für alle Beteiligten peinlich. Bleiben Sie wieder locker, bedecken Sie Ihre Scham mit dem Saunatuch und grüßen Sie freundlich. Dann lassen Sie sich auf einem Platz nieder, auf dem Sie in die gleiche Richtung blicken, wie Ihr Chef oder Kollege.

Zum guten Ton gehört es dann auch, die Begegnung in der Sauna nicht im Büro heraus zu posaunen und Kollegen und Bekannte über jedes pikante Detail zu informieren. Oder wollen Sie, dass Ihr Kollege über Ihre Oberweite, Ihre Orangenhaut oder Ihren Wabbelbauch tratscht? Eben.

Die wichtigste aller Saunaregeln lautet also: Was in der Sauna geschieht, bleibt in der Sauna!

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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