Macht die Low-Fat-Diät fett?

Die Liste angeblich besonders wirksamer Diäten ist endlos lang — im Abnehm-Dschungel kann man sich schnell verirren. Einen Orientierungspunkt liefern neue Ergebnisse eines amerikanischen Forscherteams. Die wichtigste Erkenntnis: Fett ist unabdingbar, um langfristig schlank zu bleiben. Was die Wissenschaftler außerdem herausgefunden haben und welche Diät denn nun die gesündeste und effektivste ist, erfahren Sie hier.

Eine fettarme Ernährung ist keine Garantie für dauerhaftes Abnehmen - im Gegenteil (Bild: thinkstock)Eine fettarme Ernährung ist keine Garantie für dauerhaftes Abnehmen - im Gegenteil (Bild: thinkstock)


Welche Abspeck-Methode darf's denn sein? Vielleicht die „Steinzeit-Diät" Paleo, die sich an der Ernährungsweise der Neandertaler orientiert, die größtenteils nur Fleisch und Fisch, aber nach neueren Erkenntnissen auch Eier, Gemüse, Öl, Nüsse, Pilze und Obst aßen? Oder doch lieber die Glyx-Diät, die sich an der Auswirkung der Nahrung auf den Insulinspiegel orientiert? Andererseits: Low-Carb und Low-Fat sollen doch auch ganz wirksam sein, oder? Forscher vom „Boston Children's Hospital" in Massachusetts haben der Welt der Diätwilligen nun einen hilfreichen Dienst erwiesen: Sie haben nach einer Antwort auf all die verwirrenden Abnehm-Fragen gesucht. Und wollen sie sogar gefunden haben.

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Studienleiter David Ludwig und sein Team empfehlen im amerikanischen Fachmagazin „JAMA": Finger weg von der Low-Fat-Diät — also einer fettreduzierten Ernährung. Die Pfunde mögen auf diese Weise zwar kurzfristig purzeln, doch von Dauer ist diese Abnehm-Methode nicht. Der Grund: Die Low-Fat-Diät senkt den Energieumsatz des Körpers, der bei geringerer Kalorienzufuhr auf Sparflamme schaltet. Das tun alle Diäten, aber im Falle einer fettreduzierten Ernährung fährt sich der Körper besonders radikal herunter. Und je geringer der Energieumsatz, desto schwächer der Kalorienverbrauch — das Abnehmen wird langfristig schwer. Das ergab ein vierwöchiger Diät-Test unter 21 männlichen Probanden, die jeweils die gleiche Anzahl Kalorien zu sich nahmen. Besser klappte das dauerhafte Abspecken mit der Low-Carb-Diät, also einer verminderten Kohlenhydrate-Zufuhr — der Haken ist allerdings das damit einhergehende erhöhte Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der klare Gewinner der Studie: die Glyx-Diät. Hier soll der Blutzuckerspiegel mit Hilfe der Ernährung möglichst niedrig gehalten werden. Der Blutzuckerspiegel wird mit Insulin reguliert — eine besonders hohe Insulinproduktion wird durch den Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln angestoßen. Ist im Körper viel Insulin vorhanden, wird Zucker in Fett umgewandelt und führt somit zu Übergewicht. Zu den empfohlenen Lebensmitteln gehören demnach Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Milchprodukte mit reduziertem Fettanteil, mageres Fleisch, Geflügel und Fisch. Abgeraten wird unter anderem von Zucker, Süßigkeiten, Weißbrot und Kartoffeln.

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Wir fassen zusammen: Die Glyx-Diät ist langfristig die gesündeste und wirksamste Diät-Methode. Und: Kalorie ist nicht gleich Kalorie — es ist nämlich der Studie nach ganz und gar nicht egal, in welcher Form wir Kalorien zu uns nehmen. Ganz abgesehen davon, dass das Abspecken natürlich in Kombination mit ganz viel Bewegung am besten klappt — und dabei hilft, das neue Gewicht auch dauerhaft zu halten.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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