Hautsache: Was das Gesicht über die Gesundheit verrät

Nicht nur die Augen, auch die Haut ist der Spiegel der Seele — und unserer Gesundheit! Als Teil des Immunsystems schützt sie unseren Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen. Sind wir krank oder gestresst, sieht man uns das auch im Gesicht an. Wie, das verraten wir im Folgenden.

Verrät allerlei über den Gesundheitszustand: unsere Haut (Bild: thinkstock)Verrät allerlei über den Gesundheitszustand: unsere Haut (Bild: thinkstock)

1. Kinn-Akne
Ursache: Hormonelle Schwankungen

Es ist gar nicht so verwunderlich, dass viele Frauen kurz vor ihrer Periode Pickel am Kinn bekommen. Denn dieser Teil des Gesichtes ist besonders empfindlich, was die weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Testosteron angeht. Geraten diese in Ungleichgewicht, reagiert die Haut.

So lange es bei ein paar Pickelchen bleibt, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Sprechen wir von schwerer, schmerzhafter Akne, reichen rezeptfreie Medikamente nicht aus. Dann heißt es ab zum Hautarzt.

Dauerhafte Gegenmaßnahmen
Um die hormonell bedingte Kinn-Akne von vornherein zu vermeiden, kann die Anti-Baby-Pille helfen. Sie gleicht die hormonellen Schwankungen aus und trägt so zu einer reineren Haut bei. Doch wer keine Lust darauf hat, seinem Körper künstliche Hormone zuzuführen, der kann auch beim Arzt nach Alternativen fragen.

Und auch in Sachen Ernährung können wir etwas gegen die fiesen Pickel vor der Periode tun — zum Beispiel, indem wir auf Zucker, genauer Saccharose, verzichten und stattdessen zu Obst, Vollkorn und Gemüse greifen.

Sofortige Schadensbegrenzung
Sind die bösen Beulen am Kinn erst einmal da, helfen nur noch Sofortmaßnahmen. Dafür eignen sich Kosmetikprodukte, die Salicylsäure und Schwefel enthalten — sie befreien die Poren und beruhigen die gereizte Haut. Und um die Pickel zu kaschieren, benutzten Sie am besten ein mattes Cream&Powder-Make-up. Und schon sieht die ganze Sache gar nicht mehr so schlimm aus.

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2. Schwarze Ringe und geschwollene Augen
Ursache: Allergien
Chronische Allergien erweitern die Blutgefäße und können bewirken, dass sie „undicht" werden. Das führt unter anderem zu Schwellungen und dunklen Ringen unter den Augen. Die Freisetzung von Histaminen, die ebenfalls durch Allergien bedingt wird, hat zusätzlich Schwellungen und tränende, juckende Augen zur Folge. Kratzt man sich ständig an den Augen, trägt das natürlich auch nicht gerade zu einem frischeren Look bei.

Dauerhafte Gegenmaßnahmen
Sind die oben beschriebenen Symptome neu und lassen sich nicht auf eine durchzechte Nacht zurückführen, kann bereits ein rezeptfreies Antiallergikum Abhilfe verschaffen. Doch klingt die Allergie trotz regelmäßiger Einnahme binnen weniger Wochen noch immer nicht ab, sollte ein Hautarzt helfen.

Sofortige Schadensbegrenzung

Die Symptome verschwinden auf diese Art natürlich nicht, aber Augentropfen mildern immerhin vorübergehend den Juckreiz in den Augen und sorgen für mehr Feuchtigkeit. Optisch lassen sich die Augenringe mit Hilfe von mattem Make-up  wegzaubern. Es sollte denselben Farbton haben wie das, welches im restlichen Gesicht zum Einsatz kommt. An den dunklen Stellen vorsichtig mit den Fingern in die Haut einklopfen, damit kein Übergang zu sehen ist.

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3. Rötungen und Flecken
Ursache: Stress, Verdauungsstörungen oder Lupus

Rote Flecken an Gesicht und Hals, die immer wieder mal auftauchen und dann wieder verschwinden, lassen sich häufig auf Stress zurückführen. Auslöser sind dann höhere Mengen an Stresshormonen, die ausgeschüttet werden.

Rosazea — eine Entzündung der Gesichtshaut — kann hingegen ein Zeichen für Verdauungsstörungen sein. Haut und Magen-Darm-Trakt sind dafür zuständig, den Körper vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Gibt es im Darm Probleme, sind diese häufig auch an der Haut zu erkennen.

Treten die roten Stellen in Form eines Ausschlags symmetrisch auf den oberen Hälften beider Wangen auf, könnte dies auch ein Zeichen für die Immunkrankheit Lupus sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies der Fall ist, erhöht sich bei ungewöhnlicher Müdigkeit und Problemen bei der Gewichtszunahme. Spätestens dann ist es höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen.

Dauerhafte Gegenmaßnahmen
Nicht nur Sonneneinwirkung, sondern auch der Verzehr scharfer Speisen kann die Hautrötungen verschlimmern. Um Stress als Ursache für unschöne Hautveränderungen vorzubeugen, helfen gezielte Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Autogones Training.

Auch Verdauungsstörungen können für Rötungen usw. sorgen. Um diesen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich eine probiotische Ernährungsweise zum Beispiel in Form von Joghurt, Kefir und Misosuppe.

Sofortige Schadensbegrenzung
Abdeckstifte und -cremes mit neutralisierendem grünen Unterton helfen am  besten, die roten Stellen im Gesicht zu kaschieren. Vorsichtig mit den Fingern in die betroffenen Hautpartien einklopfen. Zum Schluss ein leichtes Puder auftragen — voilà!