Gute-Laune-Lebensmittel: Essen macht glücklich

Stress im Job, der Liebste ruft nicht an, das Wetter ist mies und Zuhause wartet ein Berg Bügelwäsche: Sie waren definitiv schon einmal besser gelaunt! Mit den richtigen Lebensmitteln können Sie jetzt Ihre körpereigenen Stimmungsmacher auf Vordermann bringen, denn Essen macht glücklich. Wie das geht, verrät uns die Berliner Heilpraktikerin und Psychotherapeutin Inke Jochims.

Das richtige Essen macht glücklich (Foto: Thinkstock)Essen beeinflusst die Gefühle (Foto: Thinkstock)

Wurstbrot, Lachs oder frisches Obst: Egal, was wir essen, alle Lebensmittel beeinflussen die Biochemie unseres Gehirns und lösen damit unterschiedliche Gefühle aus. „Jede einzelne Körperzelle hat sogenannte Rezeptoren für Botenstoffe, die der Zelle genau sagen, wie wir uns gerade fühlen: Gut oder schlecht, wütend oder glücklich, entspannt oder gestresst. Diese Stimmungsmacher werden über die Nahrung aufgenommen", erklärt Inke Jochims.

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Diese Botenstoffe entscheiden über unser Glück
Die Heilpraktikerin und Buchautorin („Lust auf Glück?", Kneipp-Verlag, 14,95 Euro) hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und erklärt, welche Botenstoffe für das allgemeine Glücksempfinden wichtig sind:

- Dopamin ist der Botenstoff für Freude und Belohnung und für die Fähigkeit, fokussiert zu bleiben und klar zu denken.
- Endorphine machen extrem glücklich! Das Gehirn sagt sich selbst: Wiederhole das hier, das war gut!
- Serotonin ist der Signalstoff für Glück und Wohlbefinden und kann dem Gehirn die wichtigen Botschaften „Ich bin satt"  und „Alles ist gut" signalisieren.
- GABA ist der Botenstoff für: „Ich fühle mich entspannt".

Wenn Sie die Eiweissbausteine, die für die Produktion dieser Botenstoffe gebraucht werden, regelmäßig mit Ihrer Nahrung aufnehmen, kann Ihr Gehirn positive Gefühle produzieren. Nur dann werden schöne Ereignisse auch als schön erlebt. „Fehlen Ihnen diese wichtigen Botenstoffen, fühlen Sie sich niedergeschlagen, ängstlich oder unkonzentriert", sagt die Expertin aus Berlin.

Essenslügen: Nur nicht alles schlucken

Ernährungsplan für gute Laune
Wer sein Glücksempfinden durch Essen beeinflussen möchte, muss vor allem viel Eiweiß, wenig Kohlehydrate und reichlich Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen.

Essen Sie deshalb:
- fettarmes Fleisch von Wildtieren oder Kühen, die Gras fressen durften
- Fisch
- hochwertigen Käse, eher Hart- als Weichkäse, z.B. Tilsiter oder Emmentaler
- Milchprodukte wie Joghurt, Hüttenkäse und Quark, aber nicht übermäßig
- Eier
- Obst und Gemüse
- Leinsamen und Nüsse, vor allem Haselnüsse, Walnüsse und Macadamianüsse

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Damit können Sie Ihr Glück zusätzlich beeinflussen
Treiben Sie eine halbe Stunde Sport am Tag, am besten an der frischen Luft. Die Bewegung sorgt für den Abbau von Stresshormonen und das Sonnenlicht für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Auch Entspannungsübungen wie Yoga, Autogenes Training oder Meditation bauen Stress ab und fördern die Serotoninausschüttung.

Sehr wichtig ist auch Achtsamkeit. Je bewusster wir leben, desto glücklicher sind wir. Davon ist Inke Jochims überzeugt. „Wenn Sie immer nur halbherzig bei einer Sache sind, weil Sie gleichzeitig Ihre nächsten Schritte planen, entgehen Ihnen Ihre eigenen Gefühle.  Bleiben Sie mit Ihren Gedanken und Gefühlen im hier und jetzt. Lassen Sie Gefühle zu, aber nehmen Sie sie vor allem wahr, ohne unmittelbar darauf zu reagieren. Auch negative Gedanken sollten Sie wahrnehmen, beobachten und dann vorüberziehen lassen", rät die Psychotherapeutin.

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