Ernährung in der Schwangerschaft: Diese Fette machen ihr Baby dick!

Wenn Schwangere sich allzu fettreich und üppig ernähren, gefährden sie die Gesundheit ihrer Kinder. Wissenschaftler wollen jetzt herausgefunden haben, dass auch der Verzehr von vermeintlich gesunden Fettsäuren in der Schwangerschaft beim Nachwuchs für eine Veranlagung zum Übergewicht sorgen kann. Die verantwortlichen Omega-6-Fettsäuren befinden sich vor allem in Nüssen und Speiseöl.

Was bei Schwangeren auf den Teller kommt, entscheidet mit darüber, wie dick ihre Kinder später werden (Bild: thinkstock)Was bei Schwangeren auf den Teller kommt, entscheidet mit darüber, wie dick ihre Kinder später werden (Bild: t …


Mütter, die während der Schwangerschaft die falsche Art von Fetten zu sich nehmen, könnten für übergewichtigen Nachwuchs mitverantwortlich sein. Zu diesem Resultat ist eine britische Studie an der University of Southampton gekommen. Ein Team von Wissenschaftlern überprüfte dafür die Fett- und Muskelmasse von 293 Jungen und Mädchen im Alter von vier und sechs Jahren. Die Ergebnisse glichen die Forscher mit der Konzentration verschiedener Arten von Fettsäuren in Blutproben ab, die sie den Müttern der Testpersonen während der Schwangerschaft entnommen hatten.

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Der Studienleiter Dr. Nicholas Harvey und sein Team kamen daraufhin zu folgendem Schluss: Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft verstärkt Omega-6-Fettsäuren zu sich nahmen, wiesen später prozentual mehr Körperfettmasse auf. „Übergewicht ist ein immer größer werdendes Problem”, zitiert die Website der Universität den Studienleiter. „Unser Ergebnis zeigt, dass eine geänderte Ernährungsweise von werdenden Müttern zugunsten der Reduktion mehrfach gesättigter Omega-6-Fettsäuren eine positive Auswirkung auf den Körperfettanteil des Kindes im Mutterleib haben können.“ Omega-6-Fetttsäuren gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind unter anderem in Pflanzenöl, Nüssen, Margarine, Eiern und Würsten enthalten.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung wurde im Fachmagazin „Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism“ veröffentlicht: Auch was Omega-3-Fettsäuren betrifft, besteht zwischen der Ernährung der Schwangeren und dem späteren Anteil an Muskelmasse bei ihren Kindern ein Zusammenhang. Diese Fettsäuren finden sich in öligem Fisch, Kürbiskernen und Walnüssen. Je höher der Anteil der Omega-3-Säuren im Mutterleib, desto niedriger später der Fett- und desto höher der Muskel- und Knochenanteil der Kinder. Harvey und seine Kollegen empfehlen werdenden Müttern deshalb, mit Fischölkapseln nachzuhelfen.

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Dass Fischöl vor Komplikationen in der Schwangerschaft schützt und den Nachwuchs schlank, gesund und klug macht, davon geht man bereits seit mehreren Jahren aus. In der Wissenschaft stößt diese Theorie allerdings immer wieder auf Zweifel. Erst kürzlich ergab eine Studie der Technischen Universität München das Gegenteil: Fischöl hat demnach keinen positiven Einfluss auf das Gewicht des Kindes. Jeder Studie ihre Gegenstudie!