Abnehmen nach den Feiertagen: Was taugen die neusten Diät-Trends?

Einmal im Jahr darf hemmungslos geschlemmt werden. Von der guten alten Weihnachtsgans mit Knödeln über Glühwein bis hin zu selbstgebackenen Plätzchen landen nur die hochkalorigen Leckereien auf im Magen – und kurze Zeit später als unliebsame Extrapfunde auf den Hüften. Im Januar geht dann wie jedes Jahr das große Abspecken los! Wir haben mit einem Experten drei Diättrends unter die Lupe genommen, die Wunder versprechen.

Kampf den Weihnachts-Kilos: Wie effektiv sind die neuen Diäten? (Bild: thinkstock)Kampf den Weihnachts-Kilos: Wie effektiv sind die neuen Diäten? (Bild: thinkstock)


Isabel de los Rios „Die Abnehm Lösung“

Die Fitnesstrainerin Isabel de los Rios war nach eigenen Angaben früher sehr frustriert über ihr Übergewicht von 14 Kilo, dem sie trotz verschiedenster Gegenmaßnahmen einfach nicht Herr wurde. So beschloss sie, sich ein eigenes Programm aus gesunder Ernährung und Sport zusammenzustellen. Begeistert vom schnellen Effekt ihrer Methode schrieb de los Rios ihr Schlankheitsrezept nieder und vertreibt es seitdem als E-Book.

Die Diät erfreut sich in den USA großer Beliebtheit, denn sie integriert auch reizarme, glutenfreie und kohlenhydratreduzierte Ernährungsstrategien und sieht kein stures Kalorienzählen vor. Vielmehr soll die Fettverbrennung durch spezielle Lebensmittel, angekurbelt werden. „Das ist nun wirklich nichts Neues“, findet Medizinjournalist Sven-David Müller.

Trotz Weihnachtsschlemmerei: So kommen Sie schlank durch die Feiertage

Von der Methode einer kalorienreduzierten Ernährung in Kombination mit ausreichender Bewegung ist der Diätexperte nicht wirklich überrascht, von der tollkühnen Idee eines Selbsttests allerdings schon: Am Anfang der „Abnehm-Lösung“ steht ein Fragebogen, mithilfe dessen die Leser ihren persönliche Stoffwechseltyp herausfinden sollen. Auf dieser Basis stellen sie sich dann einen für sie passenden Ernährungsplan zusammen. „Durch einen schriftlichen Test das genetische Erbgut eines Menschen herauszufinden, das ist eine witzige Idee, jedoch völlig unmöglich“, wiegelt Müller ab. Dennoch: eine Umstellung der Ernährung ohne radikale Einschnitte in das Essverhalten scheint vernünftig und erfolgsversprechend.


Die „Dr.Oz“-Diät
... schwört auf die magische Kraft von Himbeeren: Ein Präparat aus den Früchtchen soll die körpereigene Produktion von Adiponectin anregen, einem Gewebshormon, das den Kalorienverbrauch fördert. Diesen angeblich stoffwechselaktivierenden Effekt konnten Wissenschaftler bereits bei Peperonis und Paprika feststellen. Forschungsergebnisse zeigen: Bei schlanken Menschen ist der Adiponectin-Gehalt im Blut wesentlich höher als bei Übergewichtigen.

Ob, wie US-Fernsehstar Dr. Oz behauptet, der Himbeerextrakt ebenso funktioniert, ist noch nicht hieb- und stichfest belegt – bisher wurde das „Raspberry Ketone“ nur an Mäusen getestet. Die „Huffington Post“ berichtete von einer Studie der „Korea's Food & Drug Administration“ aus dem Jahr 2010, die belegt, dass durch die Verabreichung fetthaltiger Nahrung in Kombination mit dem besonderen Extrakt der Metabolismus von Nagern angekurbelt werden konnte. Das Rezept von Dr. Oz setzt auf den gleichen Effekt, nur beim Menschen.

Mogel-Mode: Verstecken Sie unliebsame Weihnachtspfündchen

„Absoluter Quatsch!“, lautet Sven-David Müllers Urteil. Adiponectin ist zwar wichtig für die Insulinaktivierung und reguliert den Spiegel des Blutzuckerhormons, der auch Einfluss auf den Fettabbau hat, dass eine künstliche Verabreichung von Adiponectin-Stimulanzien aber schlank macht, bezweifelt der Experte. „Ein gesunder Körper produziert ausreichend Adiponectin. Den natürlichen Haushalt künstlich zu verändern, ist nicht zu empfehlen, das kann sogar schädlich sein“, warnt der Experte. „Man würde einem gesunden Menschen ja auch kein Insulin spritzen.“

Die Adriana Lima Diät
Wer wüsste wohl besser, wie man zum absoluten Traumbody kommt, als das brasilianische Topmodel? Ihre Diät jedoch outet die „Victoria's Secret“-Gallionsfigur als strenge Kostverächterin und beweist: Von nichts kommt nichts! Auf Adriana Limas Teller landet ausschließlich Gedünstetes! Fettige Saucen oder Dressings sind – ebenso wie Salz und Zucker – kategorisch verboten.

Was nicht fett- und natriumfrei ist, rührt die 29-Jährige gar nicht erst an, frei nach dem Schlankheitsgesetz: Was fett ist, macht dick, und der Wasserbinder Natrium schwemmt auf. Darüber hinaus isst Lima nur, wenn der Hunger sich meldet, niemals aber aus Appetit oder aufgrund von sozialen Anlässen. Kein Abendessen mit Freunden, kein Popcorn im Kino, kein Hot Dog zwischendurch!

Ob Lima mit halben Portionen jemals ein Sättigungsgefühl erreicht, ist zu bezweifeln. Und damit sie obendrein nicht nur schlank sondern auch knackig durchtrainiert aussieht, treibt sie extrem viel Sport. Was der Diät-Experte von ihrer Methode hält? „Das ist Selbstkasteiung und hat rein gar nichts mehr mit Genuss zu tun“, so Müllers Einschätzung. „Kein Mensch sollte das durchhalten – und darüber bin ich froh!“

Und weil er so gar nicht überzeug ist, von den Diät-Hypes, hat Müller noch ein ganz simples Rezept parat, um den Feiertagspfunden zu Leibe zu rücken: „Einfach 10 Minuten am Tag mehr bewegen! Und statt der ganzen Tafel Schokolade nur eine halbe essen. Ich verspreche Ihnen, Sie werden abnehmen!“

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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