Zuckerersatz Stevia: Süßen ohne Reue?

Seit Ende vergangenen Jahres ist der Süßstoff Stevia EU-weit zugelassen. Figurbewusste reiben sich die Hände, und auch ein Teil der Lebensmittelindustrie freut sich. Schließlich verspricht die Zucker- und Süßstoff-Alternative, sich äußerst lukrativ vermarkten zu lassen. Steht Deutschland jetzt eine süße Ernährungsrevolution bevor?

Hält der Zuckerersatz Stevia das, was sich seine Anhänger von ihm versprechen? (Bild: thinkstock)Hält der Zuckerersatz Stevia das, was sich seine Anhänger von ihm versprechen? (Bild: thinkstock)

Anhänger bezeichnen Stevia schon seit Langem als Wunderkraut. Der natürliche Süßstoff gilt als gesund und kalorienarm und ist in den USA oder Japan schon längst auf dem Markt.

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Doch die EU zeigte sich von den Vorschusslorbeeren zunächst nicht überzeugt. Vielmehr stand der Stoff sogar unter  Verdacht, Krebs auszulösen. Zudem galt Stevia, genauso wie die Extrakte aus den Blättern, auch Stevioside genannt, als neuartiges Lebensmittel bzw. Zutat, so Christoph Römer von der Verbraucherzentrale gegenüber Yahoo! Lifestyle. „Beides war nicht zugelassen, weil es zu wenige wissenschaftliche Belege für die Unbedenklichkeit gab."

Von der Europäischen Kommission für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurde die Sicherheit der Steviolglycoside — der aus Stevia-Extrakt gewonnene Süßstoff E 960 -  jedoch neu bewertet und „weder als erbgutschädigend, noch als krebserregend oder abträglich für die Fruchtbarkeit eingestuft."

Im November 2011 hat Brüssel die Verarbeitung des Süßstoffs in Lebensmitteln abgesegnet. Er darf nun etwa in alkoholfreien Erfrischungsgetränken, Speiseeis, Milchprodukten, Schokolade und Konfitüre benutzt werden — in jeweils festgelegten Höchstmengen.

Das hat zweierlei Gründe: Zum einen sind die Steviolglycoside „bis zu 300 Mal süßer als Haushaltszucker, nahezu kalorienfrei und verursachen keine Karies", so Römer. Klingt erst mal wie der perfekte Zucker-Ersatz. Wegen der Konsistenz und des relativ starken lakritzartigen Eigengeschmacks sowie den verordneten Höchstmengen rechne er jedoch nicht damit, dass Stevia normalen Haushaltszucker im großen Stil ersetzen werde.

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Zudem hat auch die gesunde „Versüßung" ihre gesundheitlichen Grenzen. „Täglich vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht des neuen Süßstoffes zu sich zu nehmen, gilt als unbedenklich", so Römer. Reines Stevia-Kraut dürfe nach wie vor nicht als Zutat in Lebensmitteln verarbeitet werden.

Auch der kommerzielle Anbau der Stevia-Pflanze bleibt nach Informationen des „aid infodienst" in Europa vorerst verboten. Für das reine Kraut hätten Studien Hinweise auf eine mögliche gesundheitsschädigende Wirkung gegeben.

Zwar wird oft darauf hingewiesen, wie natürlich — und daher auch gesund — die Steviolglycoside seien. Allerdings werden Stevia-Extrakte „durch chemische Verfahren gewonnen, die mit ‚Natürlichkeit' nichts zu tun haben", so Römer.

Bei ihrer Herstellung würden getrocknete Steviablätter mit Wasser oder Alkohol extrahiert, die Inhaltsstoffe mit Salzen abgesondert und mit sogenannten Adsorberharzen entfärbt. „Danach werden sie mittels Ionenaustauscher wieder entsalzen und in Alkohol kristallisiert." So werte etwa das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit Formulierungen wie „natürlich gesüßt", „natürlicher Süßstoff" oder „Stevia-Extrakt" für Produkte mit Steviolglycosiden nach Angaben von BioHandel online daher als Täuschung der Verbraucher.

Laut der Verbraucherzentrale sind mit Stevia gesüßte Lebensmittel und Getränke daher nicht besser als andere Süßstoff-gesüßte Produkte, die in der Regel weitere Zusatzstoffe enthalten und ebenfalls nicht als „gesunde Lebensmittel und Durstlöscher" empfohlen werden.

Zudem sehe sie Süßstoffe auch deshalb als problematisch an, weil die intensive Süße der künstlichen Stoffe schon bei Kindern die Geschmacksschwelle für „süß" erhöht, was den Verzehr von Süßigkeiten und süßen Getränken insgesamt fördern kann.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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