Schokolade und Wein: Sündigen erlaubt!

Hmmm - Schokolade! Verführt Sie die zartschmelzende Leckerei auch viel öfter als Sie es möchten? Trinken Sie gerne abends auf der Couch ein Glas Wein - leider meist begleitet von einem latent schlechten Gewissen?

Jetzt dürfen Sie aufatmen: „Wein und Schokolade sind viel besser als ihr Ruf!". Das sagt Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder. Sie weiß, dass die beiden beliebten Genussmittel sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung haben!

Schokolade und Wein fördern die Gesundheit (Foto: Thinkstock)Schokolade und Wein fördern die Gesundheit (Foto: Thinkstock)

Inhaltsstoffe, die es in sich haben
Viele Jahre stand der Wein bei Ernährungsexperten auf der roten Liste. Der Grund: Der leckere Rebensaft wurde lediglich auf seinen Alkohol- und Kalorienanteil reduziert. Auch der Schokolade erging es nicht besser. Hier wurde der hohe Fett- und Zuckeranteil kritisiert.

Seit ein paar Jahren gibt es immer wieder Hinweise darauf, dass sich ein Glas Wein am Tag positiv auf die Gesundheit auswirke. Das bestätigt auch Ernährungsexpertin Ulrike Gonder. „Wir wissen jetzt, dass in alkoholischen Getränken, aber auch in Kaffee, Tee und Schokolade so genannte Polyphenole vorkommen. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die eine Reihe gesundheitsförderlicher Wirkungen haben."

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Mäßiger (!) Weingenuss verlängert das Leben
Die moderne Wissenschaft versucht, die lange vermuteten Wirkungen jetzt auch wissenschaftlich zu belegen.

Inzwischen steht fest, dass mäßiger Alkoholkonsum - entsprechend etwa einem Viertel Liter Wein täglich für Männer und etwa einem Achtel Liter für Frauen - folgende Vorteile hat:

- das „gute" HDL-Cholesterin steigt um ca. 10%
- das Verklumpen von Blutplättchen wird gehemmt
- das Blut gerinnt weniger leicht
- es finden sich weniger Entzündungsmarker im Blut
- die Wirkung des Zuckerhormons Insulin wird verbessert
- der Blutdruck sinkt leicht

Deshalb dürfen heute nicht nur gesunde Menschen ihr Glas Wein trinken. Eine noch etwas knapper bemessene Ration erlauben viele Ärzte heute auch Diabetikern und Bluthochdruckkranken. Voraussetzung ist jedoch: Regelmäßig aber mäßig trinken und am besten zum Essen und nicht zwischendurch!

„Besonders Frauen sollten die Empfehlung zur Mäßigung sehr ernst nehmen. Denn schon ab etwa 0,2 Liter Wein täglich steigt statistisch gesehen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken an. Vor allem dann, wenn gleichzeitig geraucht wird", weiß die Expertin aus dem hessischen Hünstetten. „Trotz dieses Risikos ist die Lebenserwartung aber auch bei weiblichen Weintrinkerinnen insgesamt höher als bei Abstinenzlerinnen."

Das Plus deutscher Rotweine
Doch welcher Wein soll es nun sein? Bei der gesundheitlichen Wirkung des Weines steht ein Polyphenol im Fokus, das Resveratrol. Dieser Pflanzenwirkstoff ist eine natürliche Waffe der Weinrebe gegen Pilzbefall. Da es in Deutschland feuchter und kühler ist als im Süden Europas, enthalten deutsche Weine mehr Resveratrol als südländische. Außerdem ist der Gehalt in Rotweinen höher als im Weißwein. Nach dieser Formel hätten deutsche Rotweine die größte gesundheitsfördernde Wirkung.

Allerdings ist die Familie der Polyphenole groß, und auch Weißwein enthält gesundheitlich interessante Substanzen. Man sollte daher auch bei der Wahl des Weines auf seinen Körper hören. „Das entscheidende ist, dass Ihnen der Wein schmeckt und Ihnen gut bekommt ", sagt Ulrike Gonder.

Schokolade soll glücklich machen (Foto: Thinkstock)Schokolade soll glücklich machen (Foto: Thinkstock)

Schokolade beeinflusst Körper und Geist
Neben Wein gehört auch die Schokolade zu den Genussmitteln, die bereits über Jahrhunderte beliebt sind. „Nur Lebensmittel, die offensichtlich eine positive Wirkung auf den Körper oder die Psyche haben, sind über so lange Zeit begehrt", weiß die Diplom-Oecotrophologin „So ist es auch bei der Schokolade. Sie ist seit jeher nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch aufgrund ihrer besonderen Inhaltsstoffe beliebt."

Immerhin liefern Kakaobohnen 11% Eiweiß, 54% Fett (Kakaobutter), 1% Zucker und 6% Mineralstoffe, vor allem Kalium und Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer. Neben dem nahrhaften Effekt fällt auch die leicht anregende Wirkung des Kakaos auf: Er enthält etwas Koffein, wenn auch nur einen Bruchteil dessen, was in Kaffee oder Tee steckt. Deswegen dürfen auch Kinder Kakao trinken und Schokolade essen.

Außerdem soll Schokolade glücklich machen! Die Ernährungsexpertin erklärt was dafür spricht: „Beim Conchieren - das ist das langsame Rühren der Schokoladenmasse bei milder Wärme -  entstehen aus den Inhaltsstoffen des Kakaos und der anderen Schokoladenzutaten Substanzen, die die Psyche beeinflussen und dafür sorgen, dass wir gut drauf sind."

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Dunkle Schokolade hat die günstigste Wirkung
Neben diesen psychoaktiven Verbindungen enthält auch die Schokolade - ebenso wie der Wein - gesundheitsfördernde Polyphenole. „Da der Polyphenolanteil mit dem Kakaoanteil steigt, empfehlen Ernährungsexperten dunkle und bittere Schokoladen mit hohem Kakaoanteil zu bevorzugen", sagt Ulrike Gonder. Wissenschaftliche Studien geben erste Hinweise darauf, dass - vor allem dunkle - Schokolade Blutgefäße und Herz schützen und den Blutdruck senken kann.

„Die Erforschung der gesundheitlichen Wirkung von Schokolade steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und oft wird bei den positiven Aussagen übertrieben", berichtet Ulrike Gonder. „Noch fehlen Langzeitstudien."

Trotzdem spricht nach Ansicht der Ernährungsexpertin nichts dagegen, regelmäßig etwas Wein und Schokolade zu genießen. „Wer täglich Lust auf ein Stück Schokolade hat - kein Problem! Beim Alkohol muss man vorsichtiger sein. Doch wer es gewohnt ist und gut verträgt, kann auch täglich ein Glas Wein trinken. Das gilt ausdrücklich nicht für Abstinenzler, Schwangere sowie Menschen bei der Arbeit und im Straßenverkehr."

Mehr Informationen zu unserer Expertin unter www.ernaehrgesund.de.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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