Sind homosexuelle Paare die besseren Eltern?

Obwohl wir im 21. Jahrhundert leben, ist das Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe und Elternschaft noch immer sehr umstritten und weit davon entfernt, selbstverständlich zu sein.

Dabei existieren neben dem traditionellen Modell zunehmend auch andere Formen familiären Zusammenlebens: Von Ein-Elternteil-Familien über das Patchwork-Modell bis hin zu sogenannten "Regenbogenfamilien", in denen mindestens ein Elternteil homosexuell ist.

Auch wenn Homosexualität an sich heute erfreulicherweise als weitgehend akzeptiert gilt, wird gleichgeschlechtlichen Paaren die Familiengründung noch immer schwer gemacht.

Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl psychologischer Studien, die belegen, dass Kinder, die in homosexuellen Haushalten aufwachsen, keinerlei Nachteile gegenüber den klassischen "Mutter-Vater-Kind-Familien" haben.

Wie mehrere Studien ergeben haben, stehen schwule Paare heterosexuellen in nichts nach (Bild: thinkstock)Wie mehrere Studien ergeben haben, stehen schwule Paare heterosexuellen in nichts nach (Bild: thinkstock)

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Die rechtliche Situation für homosexuelle Paare mit Kinderwunsch
Nach wie vor ist es für Schwule und Lesben mit Kinderwunsch in Deutschland nicht einfach, sich diesen auch zu erfüllen. Sie dürfen zwar theoretisch als Einzelpersonen Kinder adoptieren, da es aber sehr viel weniger zur Adoption freigegebene Kinder als Bewerber gibt und heterosexuelle Paare bevorzugt werden, ist die Adoption für homosexuelle Paare im Grunde unmöglich — ihnen bleibt nur die Auslandsadoption.

Eine Pflegeelternschaft steht ihnen dagegen offen. Die Option der Leihmutterschaft, von der etwa prominente Paare wie der britische Sänger Elton John und dessen Mann David Furnish Gebrauch gemacht haben, ist in Deutschland hingegen verboten.

Ein Verbot, das jedoch viele Schwule und Lesben auch befürworten. Eine in einer homosexuellen Beziehung lebende Frau darf sich außerdem, zumindest rein rechtlich, einer künstlichen Befruchtung unterziehen, wobei auch hier auf Widerstand — beispielsweise durch die Richtlinien der Bundesärztekammer — gestoßen werden kann.

Immer mehr homosexuelle Paare und Einzelpersonen schließen sich deshalb zusammen, um beispielsweise eine Familie mit zwei Müttern und zwei Vätern unter einem Dach zu gründen.

Vorurteile gegenüber "Regenbogenfamilien"
Beim Thema homosexueller Elternschaft wird immer wieder die Frage aufgeworfen, welche Auswirkungen das Leben in einer solchen Familie aus das Wohl des Kindes hat.

Die Vorurteile, die gleichgeschlechtlichen Eltern dabei entgegen gebracht werden, sind mannigfaltig. Das weiß auch Johannes Mittermair, der sich in seiner Diplomarbeit im Fach Psychologie intensiv mit der Situation und den Problemen von "Regenbogenfamilien" auseinander gesetzt hat: "Menschen, die Homosexualität grundsätzlich negativ sehen, fürchten, dass in Regenbogenfamilien aufwachsende Kinder ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit homosexuell werden oder psychische Defizite aufweisen."

Dass dies nicht der Fall ist, hat die Forschung bereits vielfach belegt. Es liegen mittlerweile etliche Studien zur Entwicklung von Kindern aus Regenbogenfamilien vor. Diese kommen alle zu dem Schluss, dass sich die Kinder genauso gut entwickeln wie Kinder aus traditionellen Familien.

Einige Studien bescheinigen ihnen sogar eine leicht höhere Sozialkompetenz und Fähigkeit, ihre positiven und negativen Gefühle mitzuteilen. Einen möglichen Grund sieht Mittermair, der eine Interviewstudie mit mehreren Familien durchgeführt hat, darin, dass "ihre Eltern in ihrem Leben mit vielen Vorurteilen konfrontiert waren und kaum Rollenvorbilder hatten — schließlich gibt es offen lebende schwule und lesbische Paare erst seit relativ kurzer Zeit, offen lebende Regenbogenfamilien noch viel kürzer.

Schwule und Lesben stehen daher immer noch vor der Aufgabe, gesellschaftliche Normen und Vorurteile zu hinterfragen und eine eigene Identität zu entwickeln. Werte wie Offenheit für Neues und andere Menschen, Toleranz, Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit und Akzeptanz sind daher für Schwule und Lesben oft sehr wichtig — und dies geben sie an ihre Kinder weiter", so Mittermair.

Hinzu komme, dass die Entscheidung für ein Kind für gleichgeschlechtliche Paare mit einer Vielzahl von rechtlichen, finanziellen und auch gesellschaftlichen Hürden verbunden ist. Daher gründen letztendlich vor allem diejenigen homosexuellen Paare auch tatsächlich eine Familie, die über relativ hohe Kompetenzen und Ressourcen in vielen Bereichen verfügen und sich der Herausforderung gewachsen fühlen — auch weil sie wissen, dass sie vermutlich oft kritischer betrachtet werden als heterosexuelle Paare.

Das Wohl des Kindes in gleichgeschlechtlichen Familien
Auch hinsichtlich erzieherischer Kompetenz stehen lesbische Mütter und schwule Väter heterosexuellen Eltern in nichts nach. Das ergab auch die 2009 veröffentlichte erste wissenschaftliche deutsche Studie, die sich mit der "Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften" beschäftigt.

2006 wurde diese vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegeben, für die Durchführung zeichneten die Universität Bamberg sowie das Bayerische Institut für Frühpädagogik in München verantwortlich. Die Ergebnisse der Studie ergaben beispielsweise, dass die Aufgabenverteilung in der Kinderversorgung ausgewogener, demokratischer und flexibler als in heterosexuellen Partnerschaften ist, was sich wiederum positiv auf das Rollenverständnis des Kindes auswirken kann.

Des Weiteren legen gleichgeschlechtliche Elternpaare großen Wert darauf, dass ihre Kinder Bezugspersonen des anderen Geschlechts im nahen Umfeld haben. Auch Diskriminierungserfahrungen werden der Studie zufolge konstruktiv verarbeitet, da das Vertrauensverhältnis als ausgeprägt beschrieben wird und die Kinder von ihren Eltern gut aufgefangen werden.

Die Aufgabenverteilung ist in homosexuellen Partnerschaften oft ausgeglichener (Bild: thinkstock)Die Aufgabenverteilung ist in homosexuellen Partnerschaften oft ausgeglichener (Bild: thinkstock)

Da Homosexuelle jedoch nicht selten noch immer in die Position gebracht werden, sich für eine Elternschaft rechtfertigen zu müssen, wird schnell aus den Augen verloren, worauf es bei der Erziehung eines Kindes wirklich ankommt: "Für die Entwicklung von Kindern sind nicht das Geschlecht oder die Partnerorientierung der Eltern entscheidend, sondern die Qualität der Bindung, die Fähigkeit der Eltern, den Kindern Geborgenheit, Sicherheit, emotionale Wärme und liebevolle Zuwendung zu schenken. Und in diesen Fähigkeiten unterscheiden sich schwule und lesbische Eltern nicht von heterosexuellen", resümiert Johannes Mittermair.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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