Kinderernährung: Füttern Sie Ihren Sprößling dick?

In Deutschland gibt es immer mehr dicke Kinder! Doch damit nicht genug: Die übergewichtigen Kinder werden heute immer draller - bis hin zur krankhaften Fettleibigkeit. Jetzt sind Sie als Eltern gefordert! Schon mit Beginn der Schwangerschaft können Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind später nicht dick wird. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Ernährung von Babys und Kleinkindern beachten sollten.

Eltern sind oft schuld an falschem Essverhalten ihrer Kinder (Foto: Thinkstock)Dicke Kinder: Eltern müssen Verantwortung übernehmen (Foto: Thinkstock)

Dicke Kinder: Seelisches und körperliches Leid
In den letzten 25 Jahren ist die Zahl der übergewichtigen Kinder um 50 Prozent gestiegen. Das belegt die Kiggs-Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Neben dem seelischen Leid, das dicke Kinder ertragen müssen, wenn Sie durch Ihren Körperumfang zum Außenseiter werden, kommen im Laufe der Jahre auch erhebliche gesundheitliche Schäden: Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose und Haltungsschäden können unter anderem die Folge sein.

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Eltern haben eine große Verantwortung
Schuld daran sind - oft unbewusst - Mama und Papa selbst: „Immer mehr Eltern machen es sich zu einfach und lassen ihre Kinder selbst entscheiden, was sie essen wollen", beklagt Ernährungswissenschaftlerin Nicole Seiler. „Natürlich wählen Kinder dann Pommes, Burger, Pizza oder süße Mehlspeisen - leider mit dem Ergebnis, dass in diesem Essen der Nährstoffgehalt gleich null, der Fettgehalt aber sehr hoch ist." Auch das Nebenbei-Essen wird immer beliebter. „Viele Kinder 'snacken' sich durch den Tag - da ein Nutella-Brötchen, dort eine Tüte Chips. Lebensmittel sind immer verfügbar, feste Essgewohnheiten dagegen fehlen", weiß die Expertin.

Eltern müssen sich aktiv um die Ernährung und Gesundheit in ihrer Familie kümmern und Verantwortung übernehmen. „Sorgen Sie für einen ausgewogenen und gesunden Speiseplan, verbannen Sie Fertigprodukte und bringen Sie den Spaß an der Bewegung in Ihre Familie!", appelliert Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Nicole Seiler („Fit statt dick - Kinder und Ernährung", Goldegg Verlag, 19,30 Euro).

So können Sie verhindern, dass Ihr Kind dick wird:

- Achten Sie bereits in der Schwangerschaft auf Ihr Gewicht: Der BMI (Body Mass Index) der Mutter hat Einfluss auf das Geburtsgewicht und das spätere Körpergewicht des Kindes

- Stillen Sie Ihr Kind: Mit Muttermilch können Babys nicht überfüttert werden

- Essen Sie als Still-Mama gesund und abwechslungsreich: Gestillte Babys sind später weniger wählerisch, weil sie die unterschiedlichen Geschmäcker bereits durch die Muttermilch kennengelernt haben

- Gewöhnen Sie Ihrem Kind mit einem Jahr die Flasche ab. Eine Studie der Temple University in Philadelphia belegt: Kinder, die im Alter von zwei Jahren noch ein oder zwei Fläschchen pro Tag trinken, nehmen schneller zu und haben bereits im Alter von fünf Jahren ein erhöhtes Risiko für Übergewicht

- Lassen Sie Ihr Kleinkind zu Beginn mit den Händen essen: Wissenschaftliche Studien belegen, dass Babys, die nur mit dem Löffel gefüttert werden, eher zu Übergewicht neigen und süßere Geschmäcker bevorzugen als Babys, die selbst mit der Hand essen dürfen

- Geben Sie bei einem neuen Gericht nicht auf, wenn Ihr Schatz die Nase rümpft: Bis zu 15 Versuche kann es dauern, bis ein Kleinkind einen neuen Geschmack akzeptiert

- Nehmen Sie die Mahlzeiten mit Ihrem Kind von Anfang an zu festen Zeiten und an einem fixen Essplatz ein

- Zwingen Sie Ihr Kind nicht den Teller leer zu essen, so verliert es sein natürliches Sättigungsgefühl!

- Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an an Wasser oder eine dünne Saftschorle (Verhältnis 1/3 Saft - 2/3 Wasser) als Durstlöscher. Vermeide Sie zuckerhaltige Softdrinks!

- Lassen Sie Ihr Kleinkind nicht Fernsehen oder begrenzen Sie zumindest den TV-Konsum:  Eine Studie der Universität Montreal zeigte, dass das Körpergewicht von Zwei- bis Vierjährigen mit jeder zusätzlichen Stunde, die sie in der Woche vor dem Fernseher saßen, stieg - gleichzeitig sank die Beweglichkeit der Kinder

- Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Wenn Sie Gemüse-Sticks knabbern und regelmäßig Sport treiben, wird das für Ihr Kind irgendwann auch selbstverständlich sein

- Koppeln Sie seelisches oder körperliches Leid nicht mit Essen: Wenn sich Ihr Kind verletzt hat oder traurig ist, sollten Sie es nicht mit Süßigkeiten trösten

- Geben Sie Ihrem Kind nicht immer sofort etwas zu essen, wenn es quengelt: Wenn die letzte Mahlzeit noch nicht lange zurück liegt, hat es sicher keinen Hunger. Stattdessen ist ihm vielleicht langweilig und Sie sollten mit ihrem Schatz lieber spielen oder kuscheln

- Und bitte: Drücken Sie Ihrem Kind nicht die obligatorische Breze, Laugenstange, das Croissant oder Saftschorle-Fläschchen in die Hand, sobald es im Kinderwagen sitzt

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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