Make-up-Utensilien sauber halten: Bakterien im Schminktäschchen

Eine Untersuchung der amerikanischen Nachrichtensendung „Good morning America" ergab unlängst: Make-up-Produkte amerikanischer Frauen scheinen, sehr zum Leidwesen ihrer Besitzerinnen, ein perfekter Nährboden für Bakterien und Pilze zu sein. Vermutlich sieht es bei den Beauty-Utensilien hierzulande nicht anders aus. Von Bindehautentzündungen bis hin zu Kopfläusen reicht das Krankheiten-Repertoire, das sie damit begünstigen. Die gute Nachricht jedoch: Sie können etwas gegen die Bösewichte in Ihrem Beauty-Case tun!

Make-up-Utensilien sauber halten: Bakterien im Schminktäschchen (Bild: thinkstock)Make-up-Utensilien sauber halten: Bakterien im Schminktäschchen (Bild: thinkstock)

Ökologische Vielfalt im Schminktäschchen
Das Stäbchenbakterium Pseudomonas aeruginosa hält sich normalerweise bevorzugt im Erdboden, in Gewässern und anderen warmen und feuchten Nischen auf. Mit seiner Ortsvorliebe nimmt es das Tierchen allerdings nicht allzu genau, denn sogar eine Maskara scheint als Ökotop geeignet. Wenig erfreulich, denn dergestalt „verseuchte" Maskara kann zu schmerzvollen Augenentzündungen führen.
Escherichia Coli, kurz E. coli, werden meist mit Essen und dem Verdauungsapparat in Verbindung gebracht. Sie lauern aber ebenso in Lippenstift und anderen Schmink-Utensilien! Auf diese Art einverleibt, führen die Darmbakterien möglicherweise zu Durchfall und Krämpfen, unbehandelt sogar zu Organschäden. In der dann doch eher niedrigen Konzentration, die durch den Lippenstift aufgenommen wird, dürfte diese Gefahr allerdings gering sein.
„Niemals Pinsel oder Schwämmchen mit anderen teilen", lehrt uns der populäre Vertreter Staphylococcus epidermis. Tun Sie das doch, steigt die Gefahr, Bindehautentzündungen und Hautkrankheiten zu übertragen.

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So halten Sie die Biester auf Abstand!
Experten raten: Gehen Sie regelmäßig Ihre Kosmetika durch. Schmeißen Sie weg, was Sie schon längere Zeit nicht benutzt haben. Mascara sollte nach vier bis sechs Monaten nicht mehr zum Einsatz kommen. Lidschatten, Puder, Lippenstifte und Gloss sind für den Gebrauch von 24 Monaten ausgelegt — unglaubliche zehn Jahre haben die Gefährten allerdings zumeist schon auf dem Buckel, wenn wir sie in den Ruhestand verabschieden, will die britische Kaufhauskette Debenhams in einer Studie herausgefunden haben. Dabei dürfte eine Trennung in diesem Fall nicht wehtun: Diejenigen Dinge, die wir am längsten mit uns tragen, benützen wir: selten bis nie. Also, ab in den Müll mit dem Kosmetik-Plunder!

Pinsel und Schwämmchen reinigen
Aber: Es sind nicht nur die Schminkprodukte, die Bakterien übertragen. Der wahre Übeltäter sind die Werkzeuge, mit denen wir diese auftragen! „Make-up-Pinsel sollten möglichst alle drei bis fünf Monate gereinigt werden", verrät die amerikanische Visagisten-Ikone Bobbi Brown. „Zur Reinigung können Sie eine haushaltsübliche, milde Flüssigseife verwenden." Anschließend zum Trocknen über eine Kante legen, damit die feinen Borsten nicht verkleben. Auch Schwämmchen können problemlos mit Seife im Waschbecken gereinigt werden. Sie sollten allerdings sicherstellen, dass sie wirklich trocken sind, bevor sie wieder in Ihr Make-up-Täschchen zurückwandern.

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Auch Bürsten brauchen Pflege
Haarutensilien sauber halten — das sollte ebenso selbstverständlich sein. Britische Forscher fanden heraus, dass sich in einer durchschnittlichen Haarbürste mehr Bakterien tummeln als in einem Hundenapf. Igitt! „Achten Sie nicht auf die Sauberkeit von Bürsten und Kämmen, riskieren Sie Irritationen, Infektionen und die Übertragung von Kopfläusen", erklärt Mario Charalambous, technischer Leiter des britischen Beauty-Studios „Richard Ward Hair & Metrospa": „Warten Sie nicht, bis sich ein ganzes Büschel Haare auf der Bürste angesammelt hat", warnt der Experte. Und: „Tauchen Sie die Bürste regelmäßig mit Desinfektionsmittel und waschen sie anschließend mit heißem Wasser ab. Danach jagen Sie sie noch einmal bei hoher Temperatur durch die Spülmaschine. Dann ist auch wirklich jedem Bakterium der Garaus gemacht!"

Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss
Denken Sie auch unbedingt an die Reinigung Ihres Make-up-Täschchens, damit sich dort erst gar keine florierende Bakterien-Population ausbreitet. Plastik- oder Vinylbehälter sollten von Sonne und warmen Oberflächen ferngehalten werden. Die Gefahr, dass die kleinen Tierchen sich in Ihrem Täschchen noch wohler fühlen, steigt nämlich mit der Temperatur an.

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    • Beste AntwortMan kann sich auf zwei Arten abgrenzen. Das ist diese ausgefallene Schiene, wo die Namen von den Kindern bis weit in die Grundschule nicht einmal buchstabiert werden können, angelehnt an möglichst exotische Vorbilder, Figuren der Popkultur. Und dann gibt es die Masche, die die akadamische Mittelschicht fährt und mit voller Absicht in die Kiste nahezu altmodischer Namen greift und den Prenzlauer Berg mit Wilhelms und Friederichs bepflastert. Ein bisschen Phantasie ist völlig okay, wenn der Name aber zu sehr nach Stripperin, Nageldesignerin oder 90er Jahre Boygroupmitglied klingt, dann ist man wahrscheinlich zu weit gegangen. Man darf immer im Hinterkopf behalten, dass das Kind im ersten Moment zwar putzig und süß ist und man seine subjektiv empfundene Einzigartigkeit in die Welt hinausschreien möchte, dass das Kind mit diesem Namen aber leben muss. Vielleicht wäre ein Ansatzpunkt sich zu fragen, wie der Name auf einer Visitenkarte eines Anwaltes/ Arztes/ Richters aussähe und welchen Eindruck dieser Name auf einer Visitenkarte hinterlassen würde. Nicht, dass alle Kinder Arzt, Anwalt oder Richter werden sollen, aber es sind mehr oder weniger respektable Berufe, die man ernst nehmen will.
    • Pierre ist schön und in deutschland nicht weitverbreitet der name ist entscheidend für die zukunft des kindes kevinses gehen nicht auf unis lukasses schon ich kenne nur einen kevin der auf die uni geht und er ist in prüfungen durchgefallen!! EINEN KEVIN!! bei manchen menschen sagt man auch "er sieht wie ein horst aus" und oft stimmt es niemals würde ich mein kind kevin oder chantal nennen. aber ausländische namen auch oft nicht gut wenn arbeitgeber etwas türkisches sehen scheuen sie sich auch oft. ein schwarzer freund wurde von einem facharzt abgelehnt weil es angeblich keinen termin mehr gab. seine weiße freundin hat dort dann angerufen und konnte einen termin für ihn ausmachen. egal das ist was anderes. ich würde mein kind aber auch nicht luke skywalker nennen. etwas ganz normales würde ich mir aussachen. aber keinen trendnamen. denn ein trend geht vorbei und ein kind wird hoffentlich sehr alt.
    • Traditionen finde ich gut: Die Erna bei uns ausm Hinterhaus, hat ihre Tochter Erna genannt, weil alle weiblichen Erstgeborenen Erna heißen. Der Sohn heißt Locke. Weil alle männlichen Erstgeborenen halt Locke heißen. Ich hab gefragt, ja was ist denn, wenn Ihr noch ein Kind bekommt? Sie meinte, dann werden da halt Nummern drangehängt. Das finde ich schön. ...die haben übrigens immer so gute Ideen...so bodenständig.
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