Mysterium Orgasmus: Jeder erlebt ihn anders, es wird viel darüber geredet, und manche wissen nicht, ob sie überhaupt schonmal einen hatten. Die Sexualforschung hat natürlich eine Menge zum Diskurs über „den Höhepunkt" beigetragen, und dabei die ein oder andere spannende oder sogar skurrile Beobachtung gemacht. So etwas können — ach was — dürfen wir Ihnen nicht länger vorenthalten! Hier die elf kuriosesten Fakten zum Gipfel der Lust.
9 kuriose Fakten über den Orgasmus – das MÜSSEN Sie wissen! (Bild: thinkstock)
Sexträume: Welche Bedeutung haben sie?
Auch Männer „faken" Orgasmen!
Es sind nicht nur Frauen, die ihrem Liebsten jauchzend Höhepunkte der Lust vorgaukeln. Ganze 30 % (!) der Männer gaben zu, in ihrem Leben schon einmal einen Orgasmus gespielt zu haben. Im Vergleich zu den Frauen sind sie allerdings deutlich in der Unterzahl: hier bekannten sich sogar 80 % dazu. Dunkelziffer unbekannt!
Migräneanfall?
DAS Totschlagargument für Sex, "Liebling, ich hab' Kopfschmerzen!", gilt ab jetzt nicht mehr! Eine aktuelle Studie belegt, dass regelmäßiger Sex eine super Medizin gegen Migräne ist. Und nicht nur das: So ein Stelldichein wirkt angeblich sogar schneller als die stinknormale Kopfschmerztablette — und macht allemal mehr Spaß!
Warum erleben wir überhaupt Orgasmen?
Gut möglich, dass das ein entwicklungsbiologisches Versehen ist! Quasi ein Überrest. Wussten Sie übrigens, dass einige Menschen alleine durch die Berührung der Brustwarzen Orgasmen erleben? Glauben Sie nicht? Doch, das ist wirklich wahr. Sogar in Händen und Füßen können Einzelne Höhepunkte verspüren.
Permanente Erregung
Zwischen 150 und 200 Orgasmen am Tag haben Frauen, die unter einer „andauernden permanenten Erregungsstörung" leiden. Das passiert, weil die Blutzirkulation zu den Sexualorganen bei den Betroffenen stark erhöht ist. Schon der Hauch einer Stimulation führt zum Höhepunkt. Traumhafter Zustand, denken Sie jetzt? Das sehen die Betroffenen anders. Sie leiden darunter meist sehr, klagen über Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten.
Manneskraft
Zehn Milliliter Ejakulat, also ein kleines Schnapsglas voll, verschießt „Mann" durchschnittlich pro Samenerguss. Das macht eine Lebensleistung von 53 (!) Litern. Und das entspricht immerhin dem Fassungsvermögen eines klassischen Reisekoffers.
Parallelen zum Tierreich
Nicht nur Menschen, sondern auch Bonobo-Affen (und möglicherweise Delfine) haben Sex einfach so, zum Spaß. Bonobo-Affen „benutzen" Geschlechtsverkehr sogar zum Zweck der Versöhnung und Regulation von Spannungen untereinander. Ansonsten dient Paarung im Tierreich ausschließlich der Zeugung von Nachwuchs. Auch Tiere haben Orgasmen, ein Schwein sogar bis zu 30 Minuten lang, was für sie aber kein Grund zu sein scheint, außerhalb der Fortpflanzungszeit an Sex zu denken.
Der Orgasmus: eine Kopfsache
Ganze sechs Hirnregionen gleichzeitig, hält so ein Orgasmus auf Trab. Endorphine verdrängen Schmerzen, das Hormon Oxytocin vermittelt Vertrauen und Geborgenheit. Gefühle werden reguliert, das neuronale Zentrum für Vernunft und Kontrolle wird vollständig abgeschaltet. Hört sich nach Droge an!
Pränatale Höhepunkte
Sogar im Mutterleib können Vorstufen von Orgasmen beobachtet werden. Vor allem männliche Embryonen berührten und stimulierten auf Ultraschallbildern ihre Geschlechtsorgane. Übrigens praktizieren auch Kinder weit vor der Geschlechtsreife Selbststimulation.
Mords Vergnügen?
Als „Le petit mort", zu Deutsch „der kleine Tod" bezeichnen die Franzosen den Höhepunkt. Gar nicht so falsch, denn tatsächlich gibt es Frauen und Männer, die während eines Orgasmus in Ohnmacht fallen. Der Grund: Sex bedeutet Hochleistungssport. Es kann sowohl zu Überatmung, als auch zu Erschöpfungszuständen und Schwächeanfällen kommen.
Es gibt nur einen Orgamus!
Glaubt man den Schriften des Psychoanalytikers Sigmund Freud, können Frauen einen klitoralen oder vaginalen Orgasmus erleben. Die Sexforscher Masters und Johnson führten auf dem Gebiet 1966 zahlreiche Studien durch und fanden heraus: Es gibt nur EINEN weiblichen Orgasmus — aber mehrere Wege, den Höhepunkt zu erreichen.
Einschlafhilfe
So ein Orgasmus kann ganz schön ermüdend sein, zumindest für ihn: Beim männlichen Orgasmus wird vom Gehirn nämlich der neurochemische Wirkstoff Prolaktin freigesetzt. Ein erhöhter Proaktinspiegel scheint wiederum in Zusammenhang mit dem Einsetzen von Müdigkeit zu stehen. Nicht allzu verwunderlich also, dass er nach dem Sex schnell und selig entschlummert.
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