"Das letzte Gefecht" - Charmante Heldenposse
(tsch) Gestatten: Sharpe. Richard Sharpe. Lange bevor James Bond für Königin und Vaterland in Aktion trat, rettete der erprobte Einzelkämpfer aus den Romanen von Bernard Cornwell dem Britischen Empire in schöner Regelmäßigkeit den Allerwertesten. Und in ebenso schöner Regelmäßigkeit schlüpft einer in die Rolle, der TV-Engagements längst nicht mehr nötig hätte: Sean Bean ("Herr der Ringe", "Das Vermächtnis der Tempelritter"). Die ProSieben-Free-TV-Premiere "Das letzte Gefecht" (2006) ist sein 16. Sharpe-Aufritt - und trotz des Titels ist ein weiterer Film fürs britische Fernsehen bereits in Arbeit.
Man muss sich Richard Sharpe als eine Mischung aus Lederstrumpf, Old Surehand und eben Bond im frühen 19. Jahrhundert vorstellen. In "Das letzte Gefecht", der im Original schlicht "Sharpe's Challenge"

heißt, wird der englische Elitekrieger nach Indien geschickt, weil ein ortsansässiger Maharadscha nicht mehr nach der kolonialen Pfeife tanzen möchte und ein Massaker unter den Besatzungstruppen anrichtet. Neben einheimischen Aufständischen haben allerdings auch noch französische Aufwiegler und britische Deserteure ihre Finger mit im Spiel der Macht. Zu allem Überfluss wird die schöne Tochter eines Generals entführt, sodass weder Sharpe noch dem Zuschauer über die gesamte Länge von 100 Minuten langweilig wird.
"Das letzte Gefecht" bietet geradezu klassische Abenteuer-Kost mit einem Vorzeige-Helden, wie er im Buche steht, wilden Schießereien, kernigen One-Linern und einem Hauch von Sozialkritik. Schade nur, dass die Filme dieser charmanten Heldenposse bislang nur selten ihren Weg ins deutsche Fernsehen gefunden haben.
Ausstrahlung am 21.08.2008 um 22:00 Uhr auf ProSieben
Autor: Gerd Hilber/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / BBC
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