Ich treffe ja nun wirklich viele Leute im Unterhaltungsgeschäft, und viele Stars, das muss ich zugeben, können einem die Arbeit wirklich schwer machen. Diana Ross aber war herzlich, hat mich bestärkt, und ich habe nichts als Respekt für sie.
teleschau: Dabei wird sie im Film nicht unbedingt nur schillernd dargestellt, sondern hat auch ihre Schattenseiten. Wie reagierte sie darauf?
Beyoncé Knowles: Ich spiele nicht Diana Ross, sondern eine Figur, die aus verschiedenen Personen zusammengesetzt wurde. Die Hälfte von dem, was meine Rolle auszeichnet, hat rein gar nichts mit Diana zu tun. Ich glaube nicht, dass sie so passiv gewesen ist und so naiv. Also hoffe ich, dass sie den Film genießen kann und auch die Musik mag.
teleschau: An einer Stelle heißt es, sie sei als Leadsängerin ausgesucht worden, weil ihre Stimme keine Persönlichkeit hat. Sie singen selbst im Film: Was sagt das über Ihre eigene Stimme aus?
Beyoncé Knowles: Es bleibt ja eine Rolle. Ich spiele eine Frau, die eigentlich noch ein Kind ist. Das bin nicht ich. Das Letzte, was ich befürchtet habe, war solch ein Vorwurf. Mich haben schon so viele Menschen singen gehört und auftreten gesehen, dass ich mir, glaube ich, sicher sein kann, dass sie es mir anerkennen, dass ich mich ganz und gar der Rolle verschrieben habe. Ich nahm zehn Pfund ab, weil es für die Rolle notwendig war. Und ich trug die außerordentlich dicken Augenbrauen und die langen Wimpern, weil es so sein sollte.
teleschau: Sie waren ja nie auch nur annähernd vollschlank. Wie haben Sie dann noch abnehmen können?
Beyoncé Knowles: Es war hart, weil ich das Gewicht relativ schnell verlieren musste. Ich wollte so viel von meinem Selbst verlieren wie möglich. Und da ich für meine Kurven bekannt bin, mussten sie verschwinden. Ich hatte aber nur zwei Wochen, um zwischen der jungen Deena und der alten zu wechseln. Ich litt wirklich, war schlecht gelaunt und hungrig, und aß nur leichten Fisch und Gemüse. Am Ende der Dreharbeiten schenkte mir jemand einen Käsekuchen, den ich sofort komplett verputzt habe. Am nächsten Tag folgten Hamburger und alles andere, was ich auftreiben konnte. Es war zwar schwierig, Pfunde zu verlieren, aber noch schwieriger war es für mich, jeden Tag pflichtgemäß mit meinem Schauspieltrainer zu arbeiten.
teleschau: Als Sängerin und Schauspielerin gehören Sie zu den Prominenten, die auf zwei Standbeinen in der Unterhaltungsindustrie erfolgreich sind. Ist diese eher ganzheitliche Arbeitsweise im Entertainment mittlerweile obligatorisch?
Beyoncé Knowles: Niemand zwingt einen dazu
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