teleschau: Jakob, was hast Du als Erstes gesehen, als Du heute Morgen aufgewacht bist?
Jakob Dylan: Vermutlich die Ecke meines Kopfkissens! (lacht) Aber um ehrlich zu sein, sehe ich morgens nic

ht viel, wenn ich gerade aufgewacht bin. Da brauche ich erst mal einen Kaffee. Vorher erkenne ich nichts.
teleschau: Aber ernsthaft: Wie entstand der Entschluss, ein rein akustisches Album ohne Deine Band The Wallflowers aufzunehmen?
Jakob Dylan: Dieses Album wollte ich schon seit langer Zeit machen. Ich brauchte bloß den richtigen Zeitpunkt, eine Bandpause, um mir diese Freiheit zu nehmen. Es braucht natürlich die passenden Songs, die so ein Album tragen. Songs, die es Wert sind, so aufgenommen zu werden.
teleschau: Du meinst: Songs, die die Qualität besitzen, dass sie nur mit Gesang und Gitarre funktionieren.
Jakob Dylan: Ja. Aber das bedeutet nicht, dass ich jetzt eine Solokarriere anstrebe oder so. Ich habe viele Ideen, die ich realisieren will.

Dieses Album war eine davon. Ich glaube, dass diese Songs einfach nicht mit den Wallflowers funktioniert hätten.
teleschau: Erinnerst Du Dich noch an den Ausgangspunkt dieses Albums?
Jakob Dylan: Das war "Valley Of A Low Sun". Als ich diesen Song hatte, wusste ich, das ist der Startpunkt für ein Album, das ich allein machen muss. Ich wollte etwas, das ich noch nie probiert hatte, Songs auf eine ganz andere Art.
teleschau: Du hattest mit Produzent Rick Rubin, der ja mit Neil Diamond, Johnny Cash und den Dixie Chicks schon einige überragende Akustikproduktionen geschaffen hat, einen exzellenten Mentor. Was hat er Dir zu Deinem Album geraten?
Jakob Dylan: Da solltest Du am besten selbst mit Rick sprechen, und ich bin sicher, er würde Dir stundenlang e

rklären, was er für Ideen hatte. Zur mir hat er gesagt, dass er die Stücke so einfach, pur und unverfälscht wolle, wie möglich. Jeder weiß, was für einen exzellenten Geschmack und was für ein zielsicheres Gespür Rick für Musik hat. Es ist gut, ein wenig Geleitschutz zu haben, jemanden, der den Überblick behält, während du spielst. Jemanden, der offen und ehrlich sagt, was funktioniert und was nicht.
teleschau: Viele Aussagen Deiner Songs drehen sich um Apokalypse und Krieg. Wie würdest Du die inhaltliche Intention umreißen?
Jakob Dylan: Ich schreibe einfach Texte über Themen, die mir wichtig sind. Mehr nicht. Ich hätte gar keine Lust, Themen abzuarbeiten, bloß weil sie gerade überall auf der Welt relevant sind
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