teleschau: Sind Sie auch privat so stark wie die Frauen, die Sie in Ihren Filmen verkörpern?
Keira Knightley: Man muss als Künstler sehr egoistisch sein und nur Rollen spielen, die einen interessieren. Wer sich beim Spielen langweilt, spielt schlecht. Und welcher Zuschauer kauft sich eine Kinokarte, um mein gelangweiltes Gesicht zu bewundern? Also suche ich nach starken Frauen, weil sie interessant sind. Privat widert es mich an, wenn Frauen nur in der Ecke stehen und wimmern.
teleschau: Worüber?
Keira Knightley: Untreue zum Beispiel. Dein Mann hat eine Affäre?! Ich würde sagen: Schneid' ihm die Eier ab! In meinem neuen Film "Silk" (Kinostart: voraussichtlich Anfang 2008) tue ich allerdings genau das Gegenteil. Das war für mich eine echte Herausforderung. Allzu viele von der Sorte könnte ich aber nicht spielen. Dazu mag ich meine starken Frauen zu gerne! (lacht).
teleschau: Welche war denn die Stärkste?
Keira Knightley: Die Kopfgeldjägerin aus "Domino". Nach dem Ende der Dreharbeiten lief ich zu Hause herum, als hätte ich eine Waffe im Anschlag. Bis meine Mutter mich rügte: Kannst Du Dich eigentlich auch noch normal bewegen?
teleschau: Sie sind 22 und schon ein alter Hase. Macht Ihnen die Schauspielerei überhaupt noch Spaß?
Keira Knightley: Natürlich, aber früher fand ich auch das Reisen toll. Ich hielt es für wahnsinnig aufregend, aus dem Koffer zu leben und ständig unterwegs zu sein. Nur irgendwann war ich schrecklich einsam dabei. Jetzt arbeite ich lieber öfter in England. Inzwischen weiß ich, dass dieser Beruf Höhen und Tiefen hat wie jeder andere auch. Aber zum Glück überwiegen die Höhen. Sollte ich meinen Beruf mal hassen, dann höre ich auf!
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Autor: Kerstin Lindemann/teleschau - der mediendienst
Bilder:
2006 Universal Studios / Alex Bailey
Disney/ Jerry Bruckheimer
Universal Pictures
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