Früher war er hauptsächlich als Heilmittel bekannt, heutzutage ist Senf als delikate Köstlichkeit bei vielen Gerichten nicht mehr wegzudenken - erst recht im Herbst und Winter, wenn öfter mal rusti
kale Hausmannskost auf den Tisch kommt. Aber auch aus gesundheitlichen Gründen sollte Senf in keinem Haushalt fehlen.
Wärmelieferant
Scharfe Zutaten wie Pfeffer, Senf und Meerrettich heizen uns ordentlich ein und halten uns dabei auch noch gesund. Die ätherischen Öle, die im Senf enthalten sind, regen durch erhöhten Speichelfluss und die Produktion von Magensaft die Verdauung an und machen fettreiche Speisen so bekömmlicher. Zumindest vielversprechend sind auch Untersuchungen, denen zufolge der regelmäßige Konsum von scharfem Senf das Krebsrisiko verringern kann. Denn die im Senf enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe haben im Darmtrakt antimikrobielle und damit eventuell auch krebsvorbeugende Wirkung. Das wäre was!
Richtiges Lagern
Damit sich beim Senf die A
romen, der Geschmack, die Farbe, das Aussehen und die Schärfe möglichst lange halten, sollte er immer kühl und gut verschlossen aufbewahrt werden. Also ist das Glas im Kühlschrank der Tube im Regal eindeutig vorzuziehen! Überhaupt: Wer mag schon warmen Senf?
Selbstgemacht
Man kann Senf übrigens auch selber anrühren, dazu werden schwarze oder gelbe Senfkörner zermahlen und mit Wasser, Salz, Weißweinessig und Pfefferkörnern vermischt. Das ist gar nicht schwierig und man kann sich gleich ein paar Körner für ein wohltuendes Senfbad abzwacken... Heißer geht es wirklich nicht!
Äußere Anwendung
Bereits seit dem Mittelalter wird Senf auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Ein Senfwickel bei Bronchitis beispielsweise regt die Durchblutung an und fördert somit den H
eilungsprozess. Allerdings sollte man aufpassen, dass der Senf die Haut nicht angreift - die Schärfe wirkt nicht nur von innen! Auch in Form eines Senfbades kann die anregende und schmerzstillende Wirkung des Senfes genutzt werden. Dazu einfach 100g Senfmehl aus der Apotheke mit Wasser zu einer Paste anrühren, in einen Stoffbeutel geben und diesen in das warme Badewasser hängen, bis dieses den gelblich-grünen Senfton annimmt. Achten Sie darauf, dass sie das Senfmehl nicht in die Augen bekommen - besonders bei Kindern ist große Umsicht erforderlich. Höchstens 10 Minuten darin baden, sich gründlich abduschen und ab unter die warme Decke. So schlafen Sie ruhig und fühlen sich am Morgen bestimmt besser.
Senf macht dumm?
Vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, dass Senf dumm machen soll? Dieser Mythos hat seinen Ursprung bei den sogenannten cyanogenen Senfölen, die giftige Blausäure bilden und bei übermäßigem Genuss das Gehirn effektiv schädigen können
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