"Beowulf und Grendel" - Gerard, der Held

Er lässt sich einfach nicht in eine Schublade stecken. In seinem aktuellen Kinofilm "Gesetz der Rache" gibt Gerard Butler einen überzeugend perfiden Bösewicht ab. In "P.S. Ich liebe dich" (2007) rührte er seine weiblichen Fans wiederum zu Tränen. Kaum zu glauben, dass das der gleiche Mann ist, der in "300" (2006) als brutaler König Leonidas über die Leinwand metzelte. Auch der Fantasy-Actionfilm "Beowulf und Grendel" (2005), den das ZDF nun wiederholt, ist nicht gerade zimperlich in Bezug auf Blut, Gewalt und deftige Sprache.

Der 3.182 Verse lange Epos über den legendären Beowulf, Held der "Geatas", entstand vermutlich um das Jahr 700 nach Christus und erzählt die Geschichte seines Sieges über den blutrünstigen Troll Grendel, der die heilige Halle der Dänen unsicher machte und reihenweise Männer tötete.

Sturla Gunnarssons Adaption basiert nur lose auf dem mittelalterlichen, angelsächsischen Literaturwerk, das so manchem Schüler Kopfzerbrechen bereitete. Beowulf (Butler) ist noch immer ein großer Held und Grendel (Ingvar Eggert Sigurdsson) tötet auch in diesem Film viele Männer. Doch hier werden dem Zuschauer auch Grendels Motive vermittelt - die Dänen töteten einst seinen Vater - und der strahlende Held darf an seiner blutigen Mission zweifeln. Trotzdem bleibt natürlich genug Platz für viel Action-Gemetzel und eine gehörige Portion rüpelhaften Humors.

Butler, der hier als Krieger und Mann der Ehre komplett überzeugt und dabei auch noch geradezu unverschämt gut aussieht, setzt demnächst dagegen auf hohe Kunst. Derzeit arbeitet er an der Shakespeare-Verfilmung "Coriolanus".
Ausstrahlung am 03.12.2009 um 00:35 Uhr auf ZDF

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Autor: Melanie Grimm/teleschau - der mediendienst
Bilder: ZDF / Nick Wall

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