Ihm geht die so genannte Karwoche voraus, die wiederum mit dem Palmsonntag beginnt. Gemäß christlicher Lehre zog Jesus am Palmsonntag in Jerusalem ein. Seit dem 8.Jahrhundert nehmen die Menschen dies zum Anlass, am Palmsonntag zur Auferstehungskirche zu pilgern. Im Gepäck ist stets ein heiliger Palmzweig als Zeichen des Lebens. Ein Haselnussast oder Weidenzweig genügen im kühlen Europa natürlich auch, da wollen wir nicht kleinlich sein. "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche ..." heißt ja noch lange nicht, dass man mit Palmzweigen wuchern könnte.
Letztes Abendmahl
Am Gründonnerstag, dem Donnerstag vor Ostern, feierte Jesus ein letztes Mal das Abendmahl mit seinen Freunden. Am Karfreitag wurde er ans Kreuz geschlagen. Am Sonntag, es wurde bereits gesagt, feiern wir seine Auferstehung.
Bezeichnung der Tage
Wie es zu den Bezeichnungen für die einzelnen Tage kommt, ist leider nur teilweise geklärt. Gerade beim Gründonnerstag ist man auf Vermutungen angewiesen. Eine frühlingshaft-schöne Erklärung ist aber der Genuss von frischem grünen Gemüse und Kräutern an diesem Tag. Auch wenn man am Gründonnertag Kräuter pflanzt, sollen sie der Überlieferung nach besonders prächtig gedeihen. Noch heute weit verbreitet ist die "grüne Soße", die am Gründonnerstag auf vielen Tischen nicht fehlen darf.
Auf Gründonnerstag folgt Karfreitag. Es ist der bedeutendste Tag für die evangelischen Christen. Bei den Katholiken herrscht ein strenges Fastengebot. Am Samstag, auch Karsamstag oder Färbersamstag genannt, wird schließlich das Haus geputzt und klar Schiff gemacht für den großen Tag: den Ostersonntag.
Päpstlicher Segen
Aus Rom heißt es "urbi et orbi", übertragen in alle Sprachen in alle Welt. Wer das Radio oder gar den Fernseher am Ostersonntag einschaltet, wird dem päpstlichen Segen heute in den Zeiten moderner Kommunikation kaum noch entgehen können. Und während von der Loggia des Petersdoms der Segen den ganzen Erdkreis (orbis) erfasst, heißt es in Deutschlands Wohnzimmern Ostereier suchen und vor allem Ostereier essen. Wer sich nämlich strikt an die Fastenregeln gehalten hat, musste in den vergangenen 40 Tagen auf Eier verzichten. Mit dem Osterfrühstück wird es höchste Zeit, diesem Symbol der Fruchtbarkeit und Manneskraft wieder den richtigen Stellenwert einzuräumen. Nach einem ausgiebigen Osterspaziergang ist dazu hoffentlich Gelegenheit. Und Ostermontag ist den ganzen langen Tag gesetzlicher Feiertag
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