"Wir wollten es dieses Mal nicht bei einzelnen Aspekten belassen, sondern in einer Dreiviertelstunde den gesamten Zusammenhang auf den Punkt bringen", sagt Reinhard Laska zu den Zielen des Films. "Wir

ließen uns dabei von der Frage leiten, wie es sein kann, dass die Bundesrepublik als klassischer Industriestandort derart heftig von einer Bankenkrise betroffen ist." Angesichts der hochkomplexen Materie ein fast hochtrabender Anspruch. Doch nach diesem 45-minütigen Bankencrashkurs sieht man das Elend bei Opel, Arcandor und den Landesbanken womöglich mit anderen Augen. Ganz sicher aber die Rolle einiger Politiker, die sich jetzt als Mahner und Retter profilieren.
Die Geschichte beginnt im Sommer 2007, als eine damals weitgehend unbekannte Bank, die halbstaatliche IKB in Düsseldorf, offenbarte, quasi über Nacht immense Schulden aufgetürmt zu haben. Als wenig später der Sachsen LB gleiches Schicksal widerfuhr, war die journalistische Neugie

r geweckt. Die Spur des verlorenen Geldes führte die "Frontal 21"-Redakteure Christian Rohde und Reinhard Laska damals umgehend auf den US-amerikanischen Hypothekenmarkt.
Zwei Jahre später zeichnet sich vereinfacht folgendes Bild: Deutsche Banken, pikanterweise insbesondere die Landesbanken, waren über einen etwas seltsamen Geschäftstypus gestolpert: das sogenannte Kreditersatzgeschäft. Abgesichert durch die für sie haftenden Steuerzahler kauften sie hochriskante amerikanische Kreditpakete in Milliardenhöhe. Ein gutes Geschäft, solange die Häuserpreise in den USA stiegen, der stetige Immobilienmehrwert machte das Risiko zahlungsunfähiger Kreditnehmer mehr als wett. "Deutsche Landesbanken finanzierten den amerikanischen Häuserbau auf Pump",

erläutert Reinhard Laska. Doch unglücklicherweise investierte man zu einem Zeitpunkt, als die Luft aus der viel zitierten Immobilienblase bereits entwich.
"Wir sprachen mit Verantwortlichen an der New Yorker Wall Street", erläutert der Filmemacher, "die wundern sich noch heute, mit welcher Naivität ihnen die Landesbanken Kredite abkauften, die schon damals ziemlich faul rochen." Überraschend offen und auskunftsfreudig seien die Gesprächspartner in Übersee gewesen. "Es ist nicht so, dass die vor schlechtem Gewissen fast sterben. Im Gegenteil: Das sind mit allen Wassern gewaschene Bänker. Wenn man den anderen über den Tisch zieht, gilt das in ihrer Kultur gar nicht mal als unfein."
Die US-Bänker machten sich also die blinde Euphorie ihrer deutschen Kollegen zunutze
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