Wobei ich für meinen Teil immer sehr hart für meine Ideen kämpfe.

teleschau: Und für was hast Du auf Eurem neuen Album kämpfen müssen?

Furuholmen: Ich wollte, dass dieses Album wieder mehr Synthie-Pop ist. Klar, es ist auch nicht falsch, Rocksongs zu schreiben. Das haben wir auch gemacht, genauso wie eher orchestrale Sachen. Aber ich glaube, dass nur so die gewisse a-ha-Magie entsteht, dass Morten nur so das enorme Potenzial seiner Stimme voll ausspielen kann. Bei Rocksongs finde ich immer, dass er wie ein Chorknabe klingt. Er trinkt eben nicht genug Whiskey, raucht nicht genügend Zigaretten, um dieses Bild glaubwürdig rüberzukriegen. Das ist einfach nicht er, er ist nun mal ein Luftikus. Mit großem Orchester um ihn herum hingegen wird er zu einer Art Schmalz-König. Und deswegen fragte ich mich: Wann und warum fingen wir eigentlich an, uns für eine Zeitperiode zu schämen, die wir mitgeprägt haben? Nur weil wir damals so erfolgreich waren, müssen wir uns für die Musik, die wir gemacht haben, nicht schämen!

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Autor: Stefan Weber/teleschau - der mediendienst
Bilder: Stian Andersen / Universal Music

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