Oder seine Wangenknochen. Oder was auch immer. Aber wir haben damit leben gelernt, außerdem wollten wir ja auch Popstars werden. Und ich glaube inzwischen sehen uns die Leute anders als noch in den 80-ern.

teleschau: Oder in den 90-ern, da galten a-ha als ziemlich uncool ...

Furuholmen: Ja, das stimmt. Aber ich glaube fest daran, dass wenn du etwas wirklich gut machst, du auch nicht ewig missverstanden wirst. Manchmal muss man Dinge nur in einem anderen Licht sehen. Und durch Bands wie Coldplay und Keane, die a-ha als einen Einfluss zitieren, tun die Leute das inzwischen. Ihnen wird klar, dass wir nicht immer noch da sind, weil wir in den 80-ern ein Popphänomen waren, sondern wegen der Musik, die wir hinterlassen haben.

teleschau: Ihr habt alle drei auch schon diverse Solo-Alben veröffentlicht, Morten und Du sogar erst letztes Jahr. Wann wisst Ihr denn, dass es an der Zeit ist, wieder als a-ha zusammenzuarbeiten?

Furuholmen: Das beginnt als ein Jucken, das nicht mehr weggeht ... (lacht) Aber ernsthaft: Das ist eine wirklich gute Frage. Und ich glaube, das kann man auch nicht in einem Satz erklären. Aber ich glaube, a-ha spukt uns immer im Hinterkopf herum. Ich für meinen Teil weiß sofort, wenn ich einen Song schreibe, ob er das Potenzial zu einem a-ha-Hit hat. Und dass der Song auf einem Soloalbum sicherlich nicht zu einem Hit wird. Vielleicht kann man es auch so sagen: a-ha ist wie eine Ehe, und die Soloprojekte sind wie eine Geliebte. Etwas, das man macht, weil es spannend und andersartig ist. Aber einziehen wirst du deswegen nicht bei ihr.

teleschau: Dabei schien die Band-Ehe ja zwischenzeitlich sogar komplett gescheitert zu sein ...

Furuholmen: Ja, in den 90-ern gingen wir auseinander. Und ich dachte auch tatsächlich, das wäre es gewesen. Aus und vorbei. Ehrlich gesagt, bin ich immer noch überrascht, dass ich jetzt hier sitze. Aber als wir entschieden, ein Comeback zu wagen, war es, weil da noch irgendwas war. Eine gewisse Chemie, unerledigte Sachen. Und weder hatten wir uns gegenseitig umgebracht, noch hatten wir uns gemeinsam so richtig an unserem Erfolg gefreut. Aber das tun wir jetzt.

teleschau: Apropos umbringen: Mit drei Songwritern in der Band, gibt es da viel Diskussionsstoff? Ich stelle mir vor, dass da immer zwei Meinungen gegen eine stehen ...

Furuholmen: Nein, wir schaffen es dann doch eher immer, dass es eins gegen eins gegen eins steht ... (lacht) Aber zu dritt ist es tatsächlich schwierig, es ist immer ein Balance-Act

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