Klar, ich würde mich nicht dagegen stellen, aber ...
teleschau: ... ihnen raten, darüber noch mal nachzudenken.
Furuholmen: Genau. Denkt bitte nochmal darüber nach! (lacht)
teleschau: Haben Deine Kinder Dich denn jemals als Popstar wahrgenommen?
Furuholmen: Nicht so wirklich, sie wuchsen ja hauptsächlich in unserer siebenjährigen Auszeit auf. Und ich nahm diese Pause auch genau deshalb, um ihnen ein halbwegs normales Aufwachsen zu ermöglichen. Als mein Jüngster in die Schule kam, mussten die Kinder ihrem Lehrer erzählen, was ihr Vater von Beruf macht. Und er sagte nur: Mein Vater bohrt Löcher in die Wand. Er war sich meines - sagen wir - Ruhms nicht bewusst. Inzwischen waren die beiden natürlich auf Tour mit mir, haben das alles gesehen. Aber es ist immer noch ein zweischneidiges Schwert: Ich glaube nicht, dass es ihnen so richtig angenehm ist, andererseits gibt es sicherlich Momente, in denen sie stolz auf mich sind.
teleschau: In welchen?
Furuholmen: Naja, vor einigen Monaten etwa bat mich Chris Martin bei einem Coldplay-Konzert, "Hunting High And Low" am Piano zu spielen, nur mit ihm zusammen. Ich war mit meinen Kindern dort, sagte allen Coldplay-Leuten, dass sie bloß nichts vorher verraten sollen. Und so stand ich mit ihnen im Publikum, und bin dann plötzlich verschwunden und hinter die Bühne gegangen. Mein Sohn schrieb mir eine Textnachricht: Wo bist du? Und ich sagte: hinter der Bühne. Und im nächsten Moment stand ich auf der Bühne. Und das machte ich natürlich schon, weil ich hoffte, dass sie es schon ein bisschen aufregend finden, dass ihr Vater dort oben steht.
teleschau: Jetzt hast Du bereits erwähnt, dass Dein Erfolg für Deine Kinder ein zweischneidiges Schwert ist. Wie siehst Du denn selbst rückblickend Euren schnellen Durchbruch als Teenie-Popstars in den 80-ern?
Furuholmen: Auch das hat natürlich zwei Seiten. Und du musst eben damit klar kommen. Klar, bis zu einem gewissen Grad war der ganze Pop-Wahnsinn für drei Norweger, die eigentlich nur an Musik interessiert waren, schon eine ganze Weile eine ziemliche Last. Wie ein Mühlstein um den Hals. Und ich glaube, dass wir uns auch nie ganz vom Erfolgreichsein erholt haben. Wobei es uns wahrscheinlich immer noch besser gelang als manchen anderen Musiker. Ich glaube wir fühlten, dass die Gefahr bestand, dass der Ruhm alles andere, alles, was uns wichtig war, überschattete. All unsere Musik, in die wir unsere Leidenschaft steckten, schien nur zweitrangig zu sein, was zählte, war Mortens Frisur
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