Der Menschenschlag dort ist einfach anders. Ich glaube, jemand, der sich jahrhundertelang gegen die Naturgewalten behaupten musste, ist einfach klarer und pointierter.

teleschau: Sie studierten Philosophie, sind aber in die Medien gegangen ...

Harles: Ich würde nicht sagen "aber". Das ist kein Gegensatz. Mein Studium hilft mir, Dinge zu beurteilen und kritisch zu durchdenken. Ich glaube, dass man in der Sendung auch spürt, dass wir nicht nur an der Oberfläche bleiben wollen. Es ist ein sehr journalistisch gemachtes Format, und dafür weiß ich meinen philosophischen Hintergrund schon zu schätzen.

teleschau: Ist Ihnen dieser journalistische Ansatz wichtig?

Harles: Sicherlich. Die Sendung war ein Experiment, aber sie scheint den Zuschauern zu gefallen. Wir haben ein ganz festes Stammpublikum.

teleschau: Sehen Sie sich als Gegensatz zu den volkstümlichen Shows?

Harles: Ich glaube, dass wir lediglich eine andere Facette darstellen. Die Shows wird es immer geben, wir sind eine Ergänzung für den Volksmusikbereich.

teleschau: Verbringen Sie auch Ihre Freizeit in den Alpen?

Harles: Ich bin kein Kletterer, der Gipfel bezwingen muss. Aber mit meiner Familie fahre ich gerne zusammen zum Wandern - von München aus ist das schließlich kein Problem. Dabei kann man ganz wunderbar entspannen.

teleschau: Ihre persönliche Lieblingsregion ...

Harles ... ist vermutlich auch Südtirol. Die Region hat einfach wahnsinnig viel zu bieten, sowohl landschaftlich als auch kulinarisch. Darüber hinaus ist das Wetter dort toll. Man kann im November noch im Hemd wandern gehen. Aber eigentlich ist meine Lieblingsregion ist immer die, wo ich gerade war. Für die nächste Ausgabe von "Melodien der Berge" waren wir in Salzburg und im Salzkammergut, und die Landschaft dort ist großartig. Ich kenne keinen schöneren Aussichtsberg als den Schafberg.

teleschau: Sie arbeiteten lange als Autor bei den "Schlemmerreisen" ...

Harles: Stimmt. Und auch bei "Melodien der Berge" spielt das Essen eine große Rolle. Leider habe ich nicht viel davon. Mir werden die schönsten Gerichte vorgesetzt, und kaum ist die Einstellung fertiggedreht, müssen wir abbauen und weiterziehen.

teleschau: Was ist Ihnen beim Essen wichtig?

Harles: Es geht nicht um Sterneküche. Hauptsache, die Leute bereiten die Dinge, die sie haben, mit Liebe zu. Das schmeckt dann auch gut. Außerdem liebe ich frische Produkte. Wenn man sich nur von Fertiggerichten ernährt, verkümmert der Geschmackssinn

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