Der israelische Regisseur Amos Kollek wurde bekannt durch seine Trilogie aus "Sue", "Fiona" und "Bridget" - tragische Porträts dreier außergewöhnlicher New Yorkerinnen. Fast alle Kollek-Filme spielen

in dieser Metropole, und in den meisten davon ist in der Hauptrolle Anna Thomson zu sehen, die mit ihrem Charisma die Werke trägt. Audrey Tautou hat etwas von einer jüngeren Ausgabe dieser Darstellerin, weshalb es nicht verwundert, dass der Regisseur sie für seine Komödie "Happy End" zur neuen Muse machte. Nun ist sie es also, auf deren zierlichen Schultern der Charme des Films lastet. Und er lastet schwer.
Die Geschichte ist inspiriert vom Kultfilm "Frühstück bei Tiffany" (1961) mit Audrey Hepburn, und auch die Ähnlichkeit zwischen den beiden Audreys ist wohl kein Zufall. Die junge Französin Val (Tautou) will Filmstar werden. Sie geht nach New York, finanziert sich ihren Lebensunterhalt und Schauspielunterricht mit allerlei Gelegenheitsjobs. So weit, so unoriginell. Ein paar skurrile

Einfälle sollen dem Charakter etwas Schrägheit verleihen, außerdem trifft sie am Big Apple einige Sonderlinge. Eine feste Bleibe hat Val nicht, bevorzugt nächtigt sie vor dem Haus des Drehbuchautors Jack (Justin Theroux), der seit Jahren an einer Schreibblockade leidet. Bis ihn der ungebetene Gast in seinem Garten wieder inspiriert ...
Als abendliches Feel-Good-Movie kurz vorm Einschlafen eignet sich "Happy End" allemal. Doch man hat schon mal mehr Funken zwischen zwei Hauptdarstellern sprühen sehen und zu charmanteren modernen Märchen geschmachtet. Vor allem aber konnte der Zuschauer schon eine strahlendere Audrey Tautou erleben.
Ausstrahlung am 23.07.2009 um 22:25 Uhr auf 3sat
Autor: Mona Petri/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ZDF / ARD Degeto
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