"Comedystreet XXL" - Übermut in Übergröße
"Verstehen Sie Spaß?" Dieser Frage geht Simon Gosejohann seit nunmehr sieben Jahren nach. In seiner "Comedystreet" veräppelt der Bürgerschreck ohne erkennbare Peinlichkeitsgrenze arglose Passanten. Ambitionen, in die Fußstapfen von Frank Elstner zu treten, hat der 33-Jährige aber nicht. "Das ist eher die alte Garde der versteckten Kamera", sagt er. "Ich habe eine andere Vorstellung von Humor." Und mit der hat er es nun in die ProSieben-Primetime geschafft. Nach fünf Staffeln im späten Abendprogramm heißt es ab 21.07., dienstags, 20.15 Uhr, "Comedystreet XXL" (sechs Folgen).
Gosejohann, der es beispielsweise lustig findet, mit einem halbnackten Sklaven an der Leine durch den Park zu spazieren oder vor dem Bundestagsgebäude lautstark Waffendeals auszuhandeln, kommt nun abe

r nicht nur früher und mit einer Stunde Sendezeit 30 Minuten länger zum Einsatz. Der "Straßenkünstler" mit dem Faible für skurrile Verkleidungen legt auch inhaltlich eine Schippe drauf und verlässt dafür mitunter sogar sein altes Comedy-Revier.
Warum seine Gags an ein, zwei Passanten verschwenden, wenn man ein ganzes Stadion auf den Arm nehmen kann? Live auf dem Videowürfel vor 15.000 Eishockey-Fans macht er seiner Angebeteten einen Antrag, die prompt dankend ablehnt. Außerdem wagt sich Gosejohann nach sieben Jahren Training am Fußvolk an die lieben Promis und verweigert beispielsweise einem Schauspieler den Eintritt zu seiner eigenen Premierenfeier.
Wer den schmerzfreien, respektlosen Anarcho-Humor des ProSieben-Comedians mag, wird die "XXL"-Version wohl lieben, sofern sich

der Blondschopf aufgrund der früheren Sendezeit nicht allzu sehr zurücknimmt. In der Kernzielgruppe der 14- bis 29-jährigen Zuschauer erreichte Gosejohann in den vergangenen zwei Staffeln durchschnittliche Marktanteile von 25,6 und 17,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 13,6 und 8,8 Prozent allerdings schon wesentlich schlechter aus.
Neben der "Comedystreet XXL" startet am 21. Juli bei ProSieben ein weiteres neues Format, das die Quoten am Desaster-Dienstag aus dem Keller holen soll. Seit Mitte April konnten die User der Comedy-Content-Plattform www.broken-comedy.de ihre Lieblingsclips wählen, die nun den Sprung ins TV schaffen. "Broken Comedy" läuft dienstags, 22.45 Uhr (sechs Folgen).
Ausstrahlung am 21.07.2009 um 20:15 Uhr auf ProSieben
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Autor: Ute Nardenbach/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Guido Ohlenbostel
ProSieben / Peter Boettcher
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