Celebrity Deathmatch: Hulk Hogan veranstaltet bei MTV "Celebrity Championship Wrestling" (ab 14.07., dienstags, 21.00 Uhr)
Ein abgehalfterter Promi steigt in den Wrestling-Ring, um seine Karriere wieder anzukurbeln. So was klappt nur in Hollywood. Bo(to)x-Opfer Mickey Rourke, der seine besten Zeiten wohl bereits hinter sich wähnte, war der Glückliche, der dank des anrührenden Dramas "The Wrestler" (2008) wieder gut im Schauspiel-Geschäft ist und sich unter anderem einen Golden Globe in die Vitrine stellen durfte. Von solchen Ehren wagen die zehn tollkühnen bis todesmutigen B-Promis, die unlängst von Wrestling-Ikone Hulk Hogan rekrutiert wurden, wohl gar nicht zu träumen. In einer Art Reality-Variante des "Celebrity Deathmatch" kämpfen sie bei MTV um den ersten CCW-Gürtel in "Hulk Hogan's Celebrity Championship Wrestling" (ab 14.07., dienstags, 21.00 Uhr, acht Folgen) und um ihre 15 Minuten Ruhm.
Das "Dschungelcamp" setzt eine Runde aus? Egal! In der Trainingsgruppe vom Hulkster ist immer Dschungelprüfung. Denn eines lernen die Teilnehmer ziemlich schnell: Im Ring mag vieles Fake sein, aber we

h tut Wrestling trotzdem - und zwar nicht zu knapp. Promi-Boxen wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen. Da kriegt man wenigstens nur auf die Fresse. Doch was tut man als ehemaliger (B-?, C?-)Promi nicht alles, um mal wieder ins Fernsehen zu kommen?
Den Ring rocken will zum Beispiel ein gewisser Herr Stallone. Nein, nicht der gute Sylvester. Der dreht ja mit Mickey Rourke einen Söldner-Actionfilm. Bruder Frank lässt sich vermöbeln. Eine weitere Teilnehmerin, die einen Promi kennt, ist Nikki Ziering, die mal mit "Beverly Hills, 90210"-Star Ian verheiratet war. Hinzu kommen einige schon leicht angegraute Kinderstars wie Dustin Diamond (Screech aus "California High School") und Erin Murphy ("Verliebt in eine Hexe", durch sechs Geburten abgehärtet),

die 80er-Jahre-Teenie-Sängerin Tiffany sowie Basketball-Paradiesvogel Dennis Rodman.
Sie alle bekommen Wrestling-Stunden - unterrichtet wird natürlich im Ring und am (noch) lebenden Objekt - von zwei besonders vertrauenserweckenden Zeitgenossen: Die Kraftpakete und Profi-Wrestler Brutus "The Barber" Beefcake und Brian "Nasty Boy" Knobbs haben die schöne Aufgabe, die verängstigten Kandidaten mit ihrer obligatorischen Reibeisenstimme anzubrüllen und sie unsanft in die Kunst des "Elbow Smash", "Hip Toss" oder "Body Slam" einzuführen. Und wehe, wer nicht zuhört. "Wrestling ist eine Kunstform", weiß Hulk mit nicht nur vor Stolz geschwellter Brust. "Wir zeigen Euch die Techniken. Der Rest liegt bei Euch." Heißt: Seht zu, wie ihr zurechtkommt!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragt man also wie gehabt besser den Arzt oder Apotheker. Was unter anderem Dennis Rodman recht zügig tun musste.
Doch der Kunstunterricht der besonders handfesten Art umfasst nicht nur die Wrestling-Moves. Auf dem Stundenplan für "Mistress of Mayhem" (M.O.M., Erin Murphy), Rodzilla (Dennis Rodman), Candy Girl (Nikki Ziering) und Co. steht unter anderem noch Einschüchterungs-Trash-Talk, damit man so schöne Wörter lernt wie "Nasty Boy", und der Umgang mit der johlenden Menge. Denn in jeder Episode müssen die modernen Gladiatoren das Gelernte auch im Kampf gegeneinander und vor einem Live-Publikum bestmöglich umsetzen. Wer von den geprügelten Hunden keinen vollsten Körpereinsatz zeigt, fliegt hochkant aus der Competition. Frei nach Donald Trump ("You're fired!") heißt es dann vom Jury-Vorsitzenden Hulk recht barsch: "Get out of my ring!" Angesichts solcher Aussichten ist Känguru-Anus doch gar keine so schlechte Option
1
·
2